Folgen Sie uns

Aktien

Abstürze des Tages

Heute stürzt so Einiges in die Tiefe..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Heute stürzt so Einiges in die Tiefe – so zum Beispiel der Dax, der unter das bisherige Verlaufstief bei 11935 gefallen ist und dabei sogar die 11900er-Marke unterschritt:

Dabei ist der Aufwärtstrend nun Geschichte.. und der Euro steigt auch „a bissl“..

 

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

https://twitter.com/TradeScreens/status/902455691230625793

Aber auch bei Einzelwerten knallt es sehr heftig – so zum Beispiel bei dem Dax-Wert ProSiebenSat1, die zweitweis um mehr als 14% abstürzen und damit auf das tiefste Niveau seit dem Jahr 2013 fallen:

Auslöser des Absturzes ist der zentrale Satz der ad hoc-Mitteilung des Konzerns:

„Vor dem Hintergrund jüngster Indikationen zur Entwicklung des TV-Werbegeschäfts der Gruppe im September erwartet die ProSiebenSat.1 Media SE nunmehr im dritten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang für das Segment Broadcasting German-speaking im mittleren einstelligen Prozentbereich (Q3 2016: 472 Mio Euro). Zu diesem Schluss kam heute der Vorstand der Gesellschaft als Ergebnis einer Analyse der laufenden Geschäftsentwicklung. Die bisherigen Erwartungen verbesserter TV-Werbeeinnahmen im dritten Quartal 2017 für das Segment Broadcasting German-speaking der ProSiebenSat.1 Group werden daher voraussichtlich nicht erreicht.“

Das ist nun die dritte Senkung des Ausblicks im Werbegeschäft in diesem Jahr – und das, obwohl der Konzern erst vor drei Wochen seine Quartalszahlen für das 2.Quartal vorgelegt hatte und dabei eben noch nicht vor schwächeren Einnahmen gewarnt hatte. Goldman Sachs stufte darauf hin die Aktie von „buy“ auf neutral herab und strich ProSieben von seiner Empfehlungs-Liste.

Faktisch sehen wir hier vermutlich den technologischen Wandel: das klassische Medium Fernsehen verliert an Bedeutung, auch für Werbetreibende! Im Sog der Schwäche von ProSiebenSat1 verliert auch RTL Group mehr als 8%.

Der zweite heftige Absturz trifft das TecDax-Unternehmen Adva Optical. Auch hier ist Auslöser einer Umsatzwarnung:

„Die Umsatzerlöse in Q3 2017 (einschließlich der Übernahme von MRV Communications, Inc. („MRV“), die am 14. August 2017 abgeschlossen wurde), werden voraussichtlich zwischen EUR 110 Millionen und EUR 125 Millionen liegen. Ohne Berücksichtigung des Erwerbs von MRV werden die Umsatzerlöse voraussichtlich zwischen EUR 104 Millionen und EUR 114 Millionen liegen und damit unterhalb der bisherigen Prognosebandbreite von EUR 120 Millionen bis EUR 130 Millionen. Dieser Rückgang ist weitestgehend auf die unerwartet schwache Auftragslage zurückzuführen.“

Dabei hatte Adva Optical erst Ende Juli seine Prognosen gesenkt, nun also ein weiteres Mal. Die Aktien verlieren über 23% (!):

Heute kommt also viel zusammen – schwache Umsatzausblicke, faktisch also Gewinnwarnungen, dazu die Nordkorea-Thematik etc. Aber sonst ist natürlich alles superbullisch.. Ein heißer Dienstag!

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage