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Absturz des Tages: Deutsche Bank

Von Markus Fugmann

Nein, die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Jain und Fitschen, würden nicht an einen Rücktritt denken, so lief es eben über die Nachrichtenticker. Aber ob das für die Aktie wirklich eine gute Nachricht ist, sei einmal dahin gestellt. Klar ist nun, dass die Deutsche Bank die Postbank an die Börse bringen will, um dann komplett auszusteigen. Damit hat sich der Kauf der Postbank endgültig als Fehler entpuppt, die Deutsche will auch 200 ihrer eigenen Filialen schließen, und gleichzeitig das Privatkundengeschäft stärken – wie das dadurch gehen soll, bleibt offen.

Auch der teilweise Rückzug aus dem Investmentbanking, der zunächst einmal 1,4 Milliarden an Kosten verursachen dürfte (dazu kommen dann wohl noch weitere Einmaleffekte), verrät nicht unbedingt den absoluten Durchblick. Die Bank möchte offenkundig einfach nur kleiner werden, man will die Verschuldungsquote mittelfristig auf mindestens 5% verbessern und eine Eigenkapital-Rendite von mehr als 10% erreichen.

Aber in den USA bleibt die Bank nach wie vor ratlos, die USA blieben ein schwieriger Markt, hieß es soeben. Nur machen zahlreiche US-Banken auf diesem schwierigen Markt offenkundig sehr gute Geschäfte, wie die Quartalsbilanz einiger US-Institute zuletzt gezeigt haben. Irgendwie wirken die Deutschbanker planlos, der Markt quittiert das zurecht mit Enttäuschung:

Deutsche Bank



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