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Absturz des Tages: Deutsche Bank. Ein Trauerspiel

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gestern Abend – und damit viel früher als erwartet – veröffentlichte die Deutsche Bank ihre Zahlen. Und die waren, sagen wir mal, nicht sooo gut. Eher miserabel, manche sagen: schockierend.

Die Deutschen Bank hat im letzten Jahr einen Verlust von 6,7 Milliarden Euro eingefahren. Sie leidet unter diversen Skandälchen, die Rechtsstreitigkeiten nach sich zogen, die man dann dummerweise meist auch noch verlor. Allein im vierten Quartal 2015 kosteten Rechtsstreitigkeiten 1,2 Milliarden Euro. Autsch.

Manche sehen das positiv und sagen: die Deutsche hat nun alles Negative in die 2015er-Bilanz gepackt, die Zahlen seien jetzt der Tiefpunkt in ihrer Geschichte, von nun an könne es wieder nach oben gehen, weil keine Kapitalerhöhungen drohten – dies war lange wie ein Damoklesschwert über der Aktie gehangen. Und außerdem stehe die Aktie jetzt so tief, da sei alles Negative längst eingepreist.

Andere sind da skeptischer: der Verlust sei deutlich höher als erwartet (der Markt erwartete zwei Milliarden Euro Verlust) weniger, die Bank verdiene im Investmentbanking kein Geld, der Umsatz sei enttäuschend, die Rückstellungen für die Rechtsstreitigkeiten höher als erwartet.

Die eher negative Haltung scheint sich am Markt erst einmal durchzusetzen – zu Handelsbeginn verliert die Aktie heute fast 5%:

Deutsche Bank

Seit dem Sommer letzten Jahres hat sich die Aktie der Deutschen praktisch halbiert:

Deutsche Bank 210116

Und im Langfrist-Chart zeigt sich das ganze Trauerspiel:

Deutsche Bank2101162

Die Aktie handelt jetzt auf den Niveaus des Finanzkrisen-Tiefs – und das dürfte eine massive Unterstützung sein kurzfristig..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    leser

    21. Januar 2016 11:24 at 11:24

    Wenn die Deutsche Bank

    a) wenn das Institut ganz überwiegend in der Hand deutscher Aktionäre ist, wie es die Firma suggeriert,
    b) der Vorstandsvorsitzende wieder das Format eines Abs oder Herrhausen hat und
    c) das Unternehmen wieder Bank und nicht Hedgefonds ist

    dann kann man vielleicht wieder über den Kauf der Aktie nachdenken.

  2. Avatar

    VanGillen

    21. Januar 2016 11:28 at 11:28

    Deutsche Bank.Nichts gelernt.Am besten wäre das die Führungsebene komplett mit VW umgetauscht wird.Die wissen wie man Kapital und Arbeitsplätze vernichtet.

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