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Absturz des Tages: Maersk, weltweit größter Container-Verschiffer

Es steht nicht wirklich gut um die Container-Schifffahrtsbranche – das haben heute einmal mehr die Zahlen des weltweit mit Abstand größten Container-Verschiffers, Maersk, gezeigt. Das Unternehmen machte im Jahr 2016 1,9 Milliarden Dollar Verlust, der Umsatz rückläufig, die Dividende wird gekürzt..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es steht nicht wirklich gut um die Schifffahrtsbranche – das haben heute einmal mehr die Zahlen des weltweit mit Abstand größten Container-Verschiffers, Maersk, gezeigt. Das Unternehmen machte im Jahr 2016 1,9 Milliarden Dollar Verlust, erwartet war ein Gewinn von knapp einer Milliarde Dollar. Das ist erst das zweite Mal seit 1945, dass Maersk einen Jahresverlust schreibt, zuletzt war das im Krisenjahr 2009 der Fall.


Containerschiffe im Hamburger Hafen. Foto: Gunnar Ries/Wikipedia (CC BY-SA 2.5)

Dabei fiel nicht nur ein Verlust an – beunruhigender ist, dass auch der Umsatz einbrach, von 40,4 Milliarden Dollar 2015 auf 35,5 Milliarden Dollar im Jahr 2016. Ein entscheidender Grund für den Umsatzrückgang ist der Einbruch der Frachtraten, die 2016 um 19% gefallen sind im Vergleich zum Vorjahr. Dass dann unter dem Strich ein Verlust für das Jahr 2016 stand, liegt vor allem an Abschreibungen im Ölsektor des Unternehmens von 2,7 Milliarden Dollar – nun will man den Ölsektor abspalten und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Maersk sprach daher heute in einem Statement von einem schwierigen Jahr 2016, es gebe Gegenwind in allen Märkten, in denen das Unternehmen tätig ist:

„2016 was a difficult year, with headwinds in all our markets“.

Die Aktien von Maers heute stark unter Druck (zwischenzeitlich mehr als -5%), zumal auch noch die Dividende um die Hälfte gekürzt wird:

Und wenn die Zahlen schlecht sind, rollen Köpfe! So kündigte der Chef des Verwaltungsrates, Michael Pram Rasmussen, heute seinen Rücktritt nach 18 Jahren bei Maersk an. Nachfolger wird der Däne Jim Hagemann Snabe, der wohl neben dieser Tätigkeit in diesem Jahr auch noch Chef des Aufsichtsrats von Siemens werden wird.

Die heutigen Zahlen von Maersk zeigen, wie heftig die Container-Branche derzeit unter Druck ist. Wenn selbst der unangefochtene Marktführer, der schon aufgrund seiner Größe die Macht hat, Preise fest zu legen, derart unter Druck gerät, muss das für die kleineren Konkurrenten erst recht gelten, zumal die Kosten pro transportierten Container für Maersk aufgrund der Größe der eigenen Schiffe niedriger sein dürfte als bei der Konkurrenz. Es brennt also nicht erst seit der Pleite der koreanischen Reederei Hanjin im Container-Bereich – nun fährt also auch der Platzhirsch der Branche in schwerem Fahrwasser!

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    8. Februar 2017 11:54 at 11:54

    Ob das wohl auch e i n Grund ist, warum die Commerzbank heute unter Druck ist?

    Irgendwie hängt die doch auch immer noch im Schiffshypothekengeschäft mit drin.
    Und wenn so ein Containerriese Verluste schreibt, ist das womöglich auch zumindest wieder ein kleiner Hinweis, wie gut es der gesamten Schifffahrtbranche geht.

  2. Avatar

    V

    8. Februar 2017 12:01 at 12:01

    Hallo Herr Fugmann, gibt es eigentlich Neuigkeiten von Monte dei Paschi? Scheinbar wird wieder gehandelt (auf L&S sichtbar), der Kurs stürzt aber immer weiter ab…

  3. Avatar

    daulini

    8. Februar 2017 12:59 at 12:59

    Eigentlich ein beredter Ausdruck wie gut es wirklich um die weltwirtschaftliche Lage steht. Aber die Aktienkurse der Unternehmen steigen und steigen. Wie lange hält man sich noch die Augen zu? Aber das billige Geld, von dem ja genug da ist (frage mich bloß, wer es hat; bei mir ist keines davon angekommen), sucht bekanntlich nach Anlagemöglichkeitrn. Man kann diese ewige Leier nicht mehr hören. Ebenso wie Draghi sich das Festhalten an der bisherigen Politik trotz Anziehen der Inflation immer wieder mit neuen unsinnigen Argumenten gesund betet.

  4. Avatar

    Denker

    8. Februar 2017 14:27 at 14:27

    Läuft doch alles wie geschmiert… Milliarden werden nachwievor verdient,… oder per Kredit geschöpft. Wie auch immer,… the show must go on

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

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