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Absturz des Tages: ProSieben – dem Fernsehen sterben die Konsumenten weg

Das Internet ist der Tod des traditionellen Fernsehens, Ausdruck einer „kreativen Zerstörung“..

Markus Fugmann

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am

ProSieben ist der zweitgrößte private Fernsehsender in Deutschland – aber die Zeiten für diesen Kanal waren schon einmal eindeutig besser! So lag man noch in den 1990er-Jahren, also den seligen Zeiten des aufkommenden kommerziellen Fernsehens, bei einem Marktanteil von knapp 10% – um dann kontinuierlich an Marktanteil zu verlieren (derzeit noch ca. 4,5%)


By Fernsehfan2014 – Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36925001

Dabei, und das ist das eigentliche Problem, ist der Fernseh-Markt schrumpfend. ProSieben verliert also faktisch in einem schrumpfenden Markt Marktanteile. Es sind vor allem die Jüngeren, die entweder nur noch im Internet unterwegs sind (und eben nicht oder weniger fernsehen) oder eben Streaming-Dienste wie Netflix nutzen. Mit anderen Worten: dem Fernsehen streben tendentiell die Konsumenten weg..

Das zeigt sich auch im längerfristigen Verlauf der ProSieben-Aktie – Ende 2015 lag deren Kurs noch knapp über 50 Euro, nun hat sich der Kurs der Aktie fast gedrittelt:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Das also ist ohnehin der Trend – und dieser Trend ist es, der die Investoren mehr und mehr beunruhigt. Heute, nach Vorlage der Zahlen aus dem 3.Quartal (die eigentlich im Rahmen der Erwartung lagen), verliert die ProSieben-Aktie zeitweise mehr als -15%:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Dafür sind vor allem zwei Faktoren verantwortlich: erstens der geringere Umsatz in 2018:

„ProSiebenSat.1 passt entsprechend das Ziel für den Konzernumsatz im Jahr2018 an: Der Konzern geht nun von einem Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich auf rund 4 Mrd Euro aus (2017: 4,1 Mrd. Euro)“
.

Und, fast noch schlimmer, zweitens die verschwurbelt formulierte Kürzung der Dividende:

„Vor diesem Hintergrund passt ProSiebenSat.1 seine Dividendenpolitik an. Der Konzern zielt hierbei auf eine Maximierung der Aktienrendite entlang verschiedener Komponenten, die neben einer attraktiven Dividendenrendite insbesondere eine Steigerung des Ergebniswachstums beinhaltet“.

Im Klartext: weniger Dividende, damit das Ergebnis besser aussieht. ProSieben ist damit nur ein Symbol für eine Branche, die tendentiell weniger Zuschauer hat – und daher auch weniger Werbeeinnahmen.

Das Internet also ist der Tod des traditionellen Fernsehens, Ausdruck einer „kreativen Zerstörung“ (Schumpeter). Fragt sich nur, wann irgendwann auch einmal das Internet Opfer einer kreativen Zerstörung sein wird – auch wenn wir uns das heute gar nicht vorstellen können..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Gixxer

    8. November 2018 14:51 at 14:51

    Wie hieß das Lied aus den 80ern noch mal?

    „Video killed the Radio Star“

  2. Avatar

    x

    8. November 2018 15:32 at 15:32

    Wie sollte man sich auch noch etwas im Free-TV ansehen, wenn die Werbung gefühlt länger ist als der eigentliche Content?

    Da selbe Schicksal wird früher oder später auch Facebook ereilen die immer noch mehr Werbung zwischen Katzenbildchen und Foodporn packen.

  3. Avatar

    pedro

    9. November 2018 01:51 at 01:51

    ….tja, und täglich werden’s mehr, die diese Schranzenmedien weder sehen noch ertragen könnn/wollen, entsagen sich diesen Schundscmierkomödien mit ihren Gehirnwäscheprogrammen! Weiter so!
    Meine TV-Glotzkiste ist schon längst im Innenhof in tausend Stücke geflogen, Bingo! Für den Dreck und Müll zahl ich schon seit nunmehr 18 Jahren nicht ’nen einz’gen Cent mehr, arschileggen!

  4. Avatar

    Sabine

    9. November 2018 08:49 at 08:49

    a) Mir sagen Kollegen dauernd, TV werde immer langweiliger, es gäb nix wirklich durchschlagendes. Deswegen haben sie wohl den Raab wiedergeholt. Und Wettendas sollte ja auch wieder von Gottschalk gerettet werden. Bis dann der liebe (ölige) Lanz ihm dem Todesstoß gab. Sollte er bei anderen Sendungen auch machen.
    Und wenn ich bei Frontal höre, Dieselautos seien „Dreckschleuder“, kommt mir vor lauter Schleim sowieso das K.. Sind den Weicheiern Atomkraftwerke lieber, auf deren Reste man dann tausende Jahre aufpassen muß? Unsere Nachfolgegenerationen werden jubeln. Gott sei Dank waren unsere Vorgänger-Generationen netter und haben eher Kultur als so immensen Dreck hinterlassen!

    b) Ich finde, das Problem ist, daß die Film-Hersteller selbst dauernd TV schauen und dann neue Filme machen. D.h. – es erlebt kaum mehr jemand etwas. Schon mal gegessen. Sieht man an den politisch korrekten Langweilern wie Tatort & Co. Die versuchen, alte Erfolge neu zu „präsentieren“. Iiiiihh!

    b) Natürlich ist auch die Whatsapp-Konkurrenz übergroß. Und das Internet. Ich habe TV-Zuschauer nie verstanden. Warum muß ich warten, wenn ein Film kommt, meine Zeit einteilen, hetzen, das ich den und den Film nicht verpasse, wenn ich mir im internet alles anschauen kann, wann ich nur will! Auch Nachrichten. Wie hier!
    Es ist mir wirklich ein richtiges Rätsel.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

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