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Gold/Silber

Abverkauf bei Gold und Silber: was war da los?

Kurz nach 10Uhr gab es einen herben Abverkauf bei Gold und Silber – was war da los? Bei Gold wurden innerhalb einer einzigen Minute 18.000 Gold-Future-Kontrakte gehandelt, das entspricht knapp über 18 Milliarden Dollar gehandeltes Volumen..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Kurz nach 10Uhr gab es einen herben Abverkauf bei Gold und Silber – was war da los? Bei Gold wurden innerhalb einer einzigen Minute 18.000 Gold-Future-Kontrakte gehandelt, das entspricht knapp über 18 Milliarden Dollar gehandeltes Volumen. Sehr ungewöhnlich für diese Tageszeit, und auch in den nächsten Minuten war das Handelsvolumen bei Goldkontrakten noch deutlich erhöht, ca. 50% über den normalerweise gehandelten Volumina zu dieser Zeit. Gold verlor 12 Dollar (1%) in dieser einen Minute:

Ähnlich auch das Bild bei Silber:

Zugleich stieg Dollar-Yen an – Dollar-Yen ist negativ korreliert mit Gold, das eine steht für Risikobereitschaft, das andere (Gold) für Risikoaversion:

Nun schießen die Spekulationen ins Kraut, was da passiert ist. Ein „fetter Finger“, also eine aus Versehen zu groß ausgefallene Order? Oder der deutsche ifo Index (das einzige wirklich weltweit relevante Konjunkurbarometer aus Deutschland), der kurz zuvor veröffentlicht worden war und ein neues Allzeithoch erreicht hatte (und damit die Risikobereitschaft erhöhte)?

Andere sehen darin eine Reaktion von Algorithmen, vielleicht als Reaktion auf den ifo Index (Programmierung gute Konjunkturdaten=Gold verkaufen). Oder waren es eine oder mehrere Zentralbanken, die hier verkauft haben?

Noch ist das alles Spekulation, eine valide Antwort gibt es noch nicht. Aber die gehandelten Volumina zum Zeitpunkt des Abverkaufs sind auffällig, zumal an einem Montag, an dem die gehandelten Volumen meist eher bescheiden sind, vor allem im europäischen Handel!

Heute Nacht hatte übrigens Indien neue Regeln bekannt gegeben, die vor allem das Horten von Gold erschweren sollen. Ziel ist es offenkundig, den Handel mit Gold in den Bankensektor zurück zu bringen, um damit eine effektivere Besteuerung zu erreichen. Dazu will man eine Goldbörse etablieren – Beobachter sehen das als nächsten Schritt der indischen Regierung, die Dinge unter ihre Kontrolle zu bringen, nachdem das Land große Geldscheine in einer Nacht-und-Nebel-Aktion für ungültig erklärt hatte – für viele Inder, die auf Bargeld angewiesen sind und gar kein Konto besitzen, war das ein schwerer Schlag..

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Ludolfinger

    26. Juni 2017 14:48 at 14:48

    was war da los?
    In Italien sind über´s Wochenende nur 2 Banken
    in die Pleite gegangen.

  2. Avatar

    Columbo

    26. Juni 2017 15:24 at 15:24

    Pleiebanken werden überall und jederzeit problemlos gerettet, also ist das Geld dort sicher, hundertprozentig sicher. Und wertstabil. 100€ sind auch in zwanzig Jahren noch 100€. Gold will keiner mehr haben, wozu auch?

    • Avatar

      sabine

      26. Juni 2017 20:33 at 20:33

      1.) Gut, daß sie so zart und vorsichtig die Zeitspanne mit 20 Jahren gewählt haben.
      .
      2.) Und doch hat sich erstens seit der EURO-Einführung der Wert der Papier-Währung halbiert, und zweitens heißt dieser Spruch bei Gold „nach 2.000 Jahren“, und da sieht Papier ziemlich alt aus. Wenns sich nicht gar bereits in Staub verwandelt hat.
      .
      Und vielleicht sind Sie ja noch jung, aber ich hab schon Gold in den Zähnen. Mit Papier kann ich da wenig anfangen. Quecksilberamalgam wollt ich nicht. Und mein Ehering ist auch nicht aus Papier. Und in Elektronik, Medizin und Optik wird es verwendet. Man kann diese Produkte dann in Papier einwickeln.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Gold

    • Avatar

      walter

      27. Juni 2017 06:50 at 06:50

      …..u.trotzdem ist das Bier die letzen 20 Jahre um 600% teurer geworden…herr Fugmann!!
      Muss man bei euch eine Schlampe sein,um hier seinen Komment abgeben zu duerfen?
      Vor 20 Jahren 2DM u.heute 12 DM bzw.6Euro!!!
      Aber in Hamburg wird nat.nur Alsterwasser gesoffen,ne wa….
      Mann Fugmann,was fuer ein Schelm….
      So Colombo,horte fleissig dein Papier!

  3. Avatar

    Michael

    26. Juni 2017 22:53 at 22:53

    @Fugmann Bei Gold wurden innerhalb einer einzigen Minute 18.000 Gold-Future-Kontrakte gehandelt, das entspricht knapp über 18 Milliarden Dollar gehandeltes Volumen.
    1,8 MiIlliarden Volumen hätte ich errechnet, aber es war dennoch ein marktrelevanter Superplayer, der mal wieder abkassiert hat.

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Gold/Silber

Goldpreis fällt weiter – Daten helfen nicht – Experte erläutert aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis ist in den letzten 24 Stunden von 1.887 Dollar auf aktuell 1.854 Dollar weiter gefallen. Auch wenn die Abwärtstendenz sich verlangsamt hat. Aktuell spricht nicht viel dafür, dass sich die Situation ändert. Aktuelle Daten und der Kurs der US-Währung werden in diesem Artikel thematisiert, wie auch eine ganz frische Expertenmeinung.

Goldpreis fällt weiter – aktuelle Daten im Fokus

Heute um 10 Uhr wurde das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer veröffentlicht, der ifo-Geschäftsklimaindex. Die Details waren etwas schwächer als erwartet, aber unterm Strich ergab sich kein Einfluss auf den Goldpreis. Dann vorhin um 14:30 Uhr wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Sie fielen etwas höher aus als erwartet (hier die Details). Eigentlich leicht negativ für die US-Konjunktur, lässt sich der Dollar-Index davon aber nicht beeindrucken in den ersten Minuten nach der Veröffentlichung.

Notierte der Dollar-Index (Währungskorb des Greenback gegen andere Hauptwährungen) um 14:29 Uhr noch bei 94,51 Indexpunkten, so sind es jetzt 94,60 Punkte. Der Goldpreis notierte vor den Zahlen bei 1.857 Dollar, und jetzt bei 1.853 Dollar. Die Tendenz ist weiter südwärts gerichtet, und das heutige Tief bei 1.848 Dollar ist nicht mehr weit entfernt. Schauen wir uns im großen Bild die Bewegung des US-Dollar an, der seit einigen Tagen deutlich ansteigt, weswegen der Goldpreis deutlich fällt, und offenbar auch weiter under Druck steht. Der globale Run auf den Greenback als den vermeintlich „Sicheren Hafen“ hält aktuell an. Und der eigentlich auch „Sichere Hafen“ namens Gold fällt in diesem speziellen Risk Off-Trade (in dem der Dollar profitiert), zusammen mit den Aktienkursen nach unten.

Experte bespricht Gründe für Absturz im Goldpreis

Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person, hier geht es zu seinem YouTube-Channel) hat vor wenigen Minuten ein Video veröffentlicht, in dem der aktuelle Absturz im Goldpreis besprochen wird. Auch thematisiert er die Gründe für den Absturz, als da wären die Dollar-Stärke, die zuletzt nicht weiter fallenden Realrenditen für Anleihen, sowie das derzeitige Risk Off-Szenario am Aktienmarkt.

Im folgenden Chart sehen wir seit dem 18. September den steigenden US-Dollar gegen den fallenden Goldpreis.

Chart zeigt steigenden US-Dollar gegen fallenden Goldpreis

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