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Achtung Bären: Trump trifft sich 16.30Uhr mit CEOs – Potential für mehr „heiße Luft mit vielen Adjektiven“

Heute 16.30Uhr kommt es zu einem Treffen Donald Trumps mit zahlreichen CEOs großer amerikanischer Unternehmen. Und wie wir uns erinnern: bei den letzten Treffen mit Airline-CEOs und mit den CEOs von US-Einzelhändlern sorgten die Äußerungen von Trump für Rallys an den US-Aktienmärkten..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wer als Bär am Markt unterwegs ist, muss heute aufpassen: heute 16.30Uhr deutscher Zeit kommt es zu einem Treffen Donald Trumps mit zahlreichen CEOs großer amerikanischer Unternehmen. Und wie wir uns erinnern: bei den letzten Treffen mit Airline-CEOs und mit den CEOs von US-Einzehlhändlern sorgten die Äusserungen von Trump für Rallys an den US-Aktienmärkten. Es besteht also aus Bären-Sicht die Gefahr von noch mehr „heißer Luft mit vielen Adjektiven“, wie ein US-Analyst spöttisch die vagen Ankündigungen Trumps von „phänomenalen Steuersenkungen“ etc. kommentiert hat.

Das Treffen heute soll eine Art Brainstorming liefern mit dem Zweck, neue Ideen zu entwickeln zur Schaffung neuer Industrie-Jobs („to meet Trump’s campaign promise of creating new manufacturing jobs in America“.) – anschließende Jubelmeldungen durch Trump oder Teilnehmer des Treffens sind gewissermaßen vorprogrammiert!

Und die Teilnehmer-Liste ist sehr prominent – vor allem, weil Ivanka Trump, die Tochter Donalds anwesend ist (kleiner Scherz..). Hier laut der amerikanischen Website Axios, das die Teinehmerliste eingesehen hat, die Teilnehmer (neben den CEOs der designierte Handelsminister Wilbur Roos, dazu „Death by China“-Autor und Wirtschaftsberater Peter Navarro und Wirtschaftsberater Gary Cohn (Ex-Goldman Sachs):

Tax and trade team: Treasury Secretary Steve Mnuchin; top economic advisor Gary Cohn and his aides Jeremy Katz and Shahira Knight; top trade advisor Peter Navarro; Michael Dell, the CEO of Dell Technologies; Inge Thulin, CEO of 3M; Kenneth Frazier, CEO of pharmaceutical company Merck & Co.; Mark Fields, CEO of Ford; Alex Gorsky, CEO of Johnson & Johnson.

– Regulatory reform team: Budget Director Mick Mulvaney; senior policy advisors Stephen Miller and Andrew Bremberg; Lockheed Martin CEO Marillyn Hewson; Whirlpool CEO Jeff Fettig; International Paper CEO Mark Sutton; Emerson Electric CEO David Farr; Harris Corp. CEO Bill Brown; and Campbell Soup CEO Denise Morrison.

Infrastructure team: Transportation Secretary Elaine Chao; Gary Cohn will float into this session as well; former Bush Administration official DJ Gribbin; Caterpillar CEO Doug Oberhelman; Corning CEO Wendell Weeks; Nucor Corp. CEO John Ferriola; US Steel CEO Mario Longhi; Veresen Inc. CEO Don Althoff; Archer Daniels Midland CEO Juan Luciano.

Workforce of the future: Ivanka Trump; nominee for Commerce Secretary Wilbur Ross; Small Business Administrator Linda McMahon; Dow Chemical CEO Andrew Liveris; United Technologies CEO Greg Hayes; LiveOps CEO Keith Leimbach; Altec CEO Lee Styslinger; General Dynamics CEO Phebe Novakovic; assistant to the President, Reed Cordish; Dana CEO James Kamsickas.

Eines aber ist auffällig: Trump hat sich noch nie in einem seiner Tweets zur Robotisierung geäußert, die faktisch der Hauptkiller von Industriejobs in den USA ist neben der Abwanderung nach Mexiko etc. Und wohl auch der Hauptgrund dafür sein wird, warum zwar unter der Trump-Administration mehr Geld in den USA investiert werden wird, aber dadurch nicht zwangsläufig auch sehr viel mehr Jobs entstehen, die durch Menschen besetzt werden (die US-Unternehmen müssen die Kosten drücken, um international konkurrenzfähig zu bleiben angesichts des starken Dollars).

Faktisch ist also Trumps Versuch, die guten alten Industriezeiten aus den 1950er und 1960er-Jahren wieder auferstehen zu lassen, absolut „retro“, um es einmal neudeutsch zu formulieren..


Leicht retro: Donald Trump
Foto: Darron Birgenheier from Reno, NV, USA – Donald Trump in Reno, Nevada, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46705158

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Bernhard Zimmermann

    23. Februar 2017 15:35 at 15:35

    Bin auch schon gespannt, weiviel Dow Jones Punkte da eingefahren werden können, wenn Trump heute 1.000.000 Stellen schafft. 100, 1000 mit viel Glück sind vielleicht die 22000 drin. Tut mir leid, aber man kann das ganze Spiel nur noch mit Kopfschütteln und Sarkasmus kommentieren und begleiten.

  2. Avatar

    Marcus

    23. Februar 2017 15:45 at 15:45

    Es gibt keine Bären mehr am Markt, alles steigt weiter ohne Ende. Am Quartalsende steht der Dow bei 30.000 Punkten, glauben Sie es mir. Und Trump´s „Make Americas Industry great again“ wird auf einen Schlag mindestens 20 Millionen neue Jobs schaffen, es gibt keinerlei Arbeitslosen mehr und Amerika muss die Einreisebestimmungen erleichtern um neue Arbeitskräfte anzuziehen.

    Das war Satire.

  3. Avatar

    gerd

    23. Februar 2017 16:00 at 16:00

    Ich kann euch beruhigen.
    Von den oben aufgeführten CEOs sind mit höchstens drei namentlich bekannt. Und auch denen bin ich persönlich noch nicht begegnet.
    Mein Fazit demnach:
    Das Treffen kann sich auf den DOW nicht positiv auswirken.

  4. Avatar

    Sebastian

    23. Februar 2017 16:02 at 16:02

    Kurzgefasst. Keine Steuersenkung bevor Dow nicht bei 30.000 Punkten steht. Alles andere wäre auch einfach nicht amerikanisch / great.
    Ab 40.000 Punkten wird im Steuergesetz § 1 – 92 nur noch stehen “ weggefallen „.

  5. Avatar

    Mike Hempel

    23. Februar 2017 17:26 at 17:26

    Hallo,

    ja vielen Dank. Die Bären sind heute aber gut drauf. Komisch…

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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