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Achtung: BILD gibt es bald auch als TV-Format – großer Umbau bei Axel Springer

Redaktion

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Gerade erst vor ein paar Monaten wurde der Einstieg des Finanzinvestors KKR beim Axel Springer-Verlag bekanntgegeben. Und es kam, wie es kommen musste. Massive Einschnitte stehen an. Und die geht Springer nun auch zügig an, wie man es in der heutigen Veröffentlichung des Verlages nachlesen kann. Ob man es nun gut oder schlecht finden mag… bald gibt es die BILD offenbar auch als Fernsehsender. Denn so schreibt der Verlag aktuell Zitat:

BILD soll zur attraktivsten Live-Plattform für News, Entertainment und Sport werden und als Deutschlands größte Medienmarke auch auf TV-Bildschirme gebracht werden.

Kritiker der BILD werden wohl noch schnell eine Messe lesen lassen? Laut heutigen Berichten soll es pro Tag 18 Stunden LIVE-TV geben, und eine eigene Sendelizenz sei auch geplant. Aber wird es wirklich ein echter TV-Sender sein, der über Kabel und Satellit ganz alt hergebracht empfangbar sein wird neben ARD, RTL und Co? Oder fokussiert Springer sich gleich von Anfang an bei LIVE-Formaten auf eine Art Internet TV? Man wird sehen. Auf der einen Seite investiert Axel Springer massiv, gleichzeitig will man aber bei Verlustbringern ohne Aussicht auf Potenzial abbauen. Ganz klar, da weht der KKR-Wind durch die Flure von Springer, so darf man es vermuten. Springer ist offenkundig derzeit in einer Wachstumsdelle. Denn heute hat der Verlag auch eine Anpassung der Prognose für 2019 veröffentlicht. Der Konzernumsatz soll einen Rückgang im „niedrigen bis mittleren“ einstelligen Prozentbereich erleben. Das bereinigte EBITDA soll im „mittleren zweistelligen“ Prozentbereich zurückgehen. Tja, nun wieder zurück zu den Umbauplänen. Dort lautet die Headline-Aussage:

Mehr als 100 Millionen Euro Investitionen in den nächsten drei Jahren in Wachstumsprojekte bei BILD und WELT wie Live-Berichterstattung, Paid Content und Sport / Kosteneinsparungen von 50 Millionen Euro im Bereich News Media National geplant

Offenkundig ist: Man will noch mehr als ohnehin schon weg von staubigen langsamen Formaten, und immer mehr hin zu schnellen Berichten, möglichst LIVE-Berichten. Wachstum sollen mehr denn je die Kernmarken BILD und WELT bringen. Zitat:

Im Bereich News Media National sollen in den nächsten drei Jahren insgesamt mehr als 100 Millionen Euro investiert werden, vor allem in eine Live-Video-Strategie von BILD. Bei WELT steht ein Contributoren-Modell mit einem Netzwerk aus Experten und Kommentatoren im Vordergrund der Investitionen. Beide Marken streben einen erheblichen Ausbau der digitalen Abonnentenbasis an. Zugleich soll bei News Media National die aktuelle Kostenbasis durch strukturelle Maßnahmen um 50 Millionen Euro gesenkt werden. Im Bereich News Media National sollen in den nächsten drei Jahren insgesamt mehr als 100 Millionen Euro investiert werden, vor allem in eine Live-Video-Strategie von BILD. Bei WELT steht ein Contributoren-Modell mit einem Netzwerk aus Experten und Kommentatoren im Vordergrund der Investitionen. Beide Marken streben einen erheblichen Ausbau der digitalen Abonnentenbasis an. Zugleich soll bei News Media National die aktuelle Kostenbasis durch strukturelle Maßnahmen um 50 Millionen Euro gesenkt werden.

Andere „Randbereiche“ im Verlag haben weniger Glück. Zitat Springer:

Gleichzeitig wird dort gespart und Personal reduziert, wo das Geschäft weiterhin rückläufig ist. Neben Vorruhestandsregelungen und Fluktuation soll ein Freiwilligenprogramm mit finanziellen Anreizen sowie individuell zugeschnittenen Qualifizierungsmöglichkeiten die Veränderungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleichtern. Konkret sollen unter anderem folgende Anpassungen erfolgen: Personalreduktion in den Verlagsstrukturen, den Redaktionen, bei Media Impact und Sales Impact. Die Redaktionen von BILD und BILD am SONNTAG werden noch weiter zusammengeführt. Die B.Z. konzentriert sich ganz auf regionale Inhalte, die sie auch für den Berlin-Teil von BILD liefert, umgekehrt liefert BILD die überregionalen Inhalte der B.Z. Die werktäglichen Ausgaben der WELT Kompakt sowie der WELT Hamburg werden eingestellt. Das Wirtschaftsmagazin BILANZ wird redaktionell in die WELT integriert. AUTO BILD und COMPUTER BILD werden sich auf die beiden Haupttitel, erfolgreiche Spezialmagazine und die Erschließung neuer Geschäftsmodelle für die beiden starken Marken konzentrieren. BILD, inklusive Regionalausgaben und B.Z., BILD am SONNTAG sowie WELT und WELT AM SONNTAG werden auch als gedruckte Zeitungen weiter bestehen.

Axel Springer
Redaktionsräume von Axel Springer. Foto: Ralf Roletschek CC BY-SA 3.0

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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