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Aktien

Achtung! Die Aktienmärkte bekommen nach langer Zeit wieder Konkurrenz..

Nach sehr langer Zeit ist es wieder so, dass etwa eine US-Staatsanleihe mit zweijähriger Laufzeit mehr Rendite abwirft als die durschnittliche Dividendenrendite im S&P 500! Damit ensteht wieder eine Konkurrenz für US-Aktien, die dafür sorgen dürfte, dass die Bäume an der Wall Street nicht mehr in den Himmel wachsen..

Redaktion

Veröffentlicht

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FMW-Redaktion

Während die US-Aktienmärkte seit einigen Tagen mehr oder weniger auf der Stelle treten, gab es an den Anleihemärkten starke Bewegungen: die Renditen für länger laufende Staatsanleihen legten deutlich zu – es sanken also die Anleihekurse, und das ziemlich heftig. So touchierte die 10-jährige US-Anleihe, die eine Art Richtwert ist für Hypothekenzinsen und Kreditzinsen von Banken, gestern die „magische Marke“ von 2,50%. Dabei stiegen die Renditen für länger laufende Anleihen stärker als die Renditen für kürzer laufende Anleihen, womit sich die US-Zinskurve wieder stark versteilte.

Diese Entwicklung sollte jedoch auch die US-Aktienmärkte interessieren! Denn nach sehr langer Zeit ist es wieder so, dass etwa eine US-Staatsanleihe mit zweijähriger Laufzeit mehr Rendite abwirft als die durschnittliche Dividendenrendite im S&P 500! So rentiert die 2-jährige US-Anleihe derzeit mit 1,86%, während die durchschnittliche Dividendenrendite im S&P 500 nur bei 1,80% liegt! Deutlich darüber liegt, wie oben angesprochen, die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe mit derzeit 2,49%.

Das bedeutet: wer etwa vor der Alternative steht, entweder Anleihen zu kaufen oder Aktien, könnte langsam nachdenklich werden. Denn in dem sicher unrealistischen Fall, dass sowohl die Aktienkurse im S&P 500 als auch der Kurs der 2-jährigen US-Anleihe sich nicht verändern würde, wäre das Investment in die 2-jährige Anleihe lukrativer! Das gilt umso mehr für die längeren Laufzeiten (5 Jahre, 10 Jahre und 30 Jahre).

Damit sind US-Staatsanleihen also zur echten Konkurrenz für die Aktienmärkte geworden. Nun kann man argumentieren, dass die US-Unternehmen aufgrund des Liquiditätssegens durch die US-Steuerreform ihre Dividenden erhöhen werden – aber das bleibt erst einmal abzuwarten.

So oder so: die US-Aktienmärkte sind alles andere als billig! Sie sind vielmehr nahe an einem Top, meint der „britische Warren Buffett“, Mike Mellon:

„We are pretty close to a top. I have been in this market for 30, 40 years and I would say it is extremely fully-valued by most measures“.

Er sieht vor allem die großen Tech-Werte als völlig überbewertet an, weil schon im nächsten Jahr neue Regularien die Margen vor allem der FANG-Werte deutlich drücken würden. Aber auch die Renditen für Anleihen würden weiter steigen, womit die Lage an den Finanzmärkten zunehmend ungemütlich werde:

Jim Mellon: US equities fully valued, close to a top, global bonds in bubble-like territory from CNBC.


Die NYSE von der Wall Street aus betrachtet
Foto: Hundsgemeini
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    baeuerin

    21. Dezember 2017 11:54 at 11:54

    …und was bedeutet das fuer Edelmetalle (Gold) in Zukunft?

    • Avatar

      Columbo

      21. Dezember 2017 12:47 at 12:47

      Prinzipiell wird Gold billiger, wenn Geld teurer wird. Kaum jemand glaubt aber, daß die Zinsen jemals wieder nennenswert steigen, außer die Inflation nimmt stark zu. Das wiederum wäre eher gut für Gold.

      • Avatar

        baeuerin

        21. Dezember 2017 13:03 at 13:03

        Leider richtet man sich nur an die Kerninflation….
        Die schmerzende Inflation z.b.Lebensmittel,Immos,Mieten….waere mir passender!
        Aber ich hoffe doch,dass man 2018,Gold freien Lauf laesst…trotz Notenbanken (Manipulation)!
        Das Krypto-Money, wird seinen Weg schon in die richtige Richtung finden…

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Wie lange handeln Sie schon mit Aktien? – Werbung

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Lieber Börsianer,

sind Sie auch einer der zahlreichen Neu-Börsianer, die seit Ausbruch der Corona-Krise mit dem Aktienhandel begonnen haben? Wenn ja, dann beglückwünsche ich Sie zu diesem Entschluss.
Im Wesentlichen haben in diesem Jahr drei Faktoren zur Stärkung der Aktionärskultur beigetragen:

1) Die Niedrigzinsen lassen die Menschen nach Alternativen zum klassischen Sparkonto suchen.
2) Online-Broker machen den Aktienhandel auch mit kleinen Geldbeträgen attraktiv.
3) Während der Corona-bedingten Zwangspause des öffentlichen und oft auch beruflichen Lebens hatten viele Menschen erstmals Zeit, sich mit Ihrer Geldanlage und Altersvorsorge zu beschäftigen.

Die Millenials entdecken die Börse

In den vergangenen Monaten habe ich bemerkt, dass vor allem junge Menschen die Börse für sich entdecken. Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, zeigen ein großes Interesse an Geldanlagethemen. Das freut mich umso mehr, gelten die Deutschen doch oftmals als Aktienmuffel. Die Rendite der Anlageportfolios hinkte den Menschen in Aktienländern wie den USA deshalb oft deutlich hinterher. Das könnte sich jetzt mit einer neuen Generation von Aktionären ändern.

Doch es ist auch Vorsicht geboten. Viele Neu-Börsianer lassen sich vom Versprechen auf den schnellen Gewinn verführen. Manche vergessen, dass Sie mit echtem Geld agieren und lassen sich von den spielerisch gestalteten Apps der Online-Broker blenden.

Manchmal scheint es tatsächlich sehr einfach zu sein, an der Börse Geld zu verdienen. Doch vergessen Sie niemals: Die Flut hebt alle Boote. In Zeiten steigender Kurse, wie nach dem Corona-Crash am Anfang des Jahres, konnten Sie kaufen was…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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