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Achtung: krasse Jahreszeit für die Märkte! Heute vor 8 Jahren größter Tagesgewinn beim Dax

Der Oktober hat es häufig in sich – es ist der Monat mit der größten Häufung an extremen Bewegungen!

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Der Oktober hat es häufig in sich – es ist der Monat mit der größten Häufung an extremen Bewegungen!

Wir hatten kürzlich über die Einschätzung der Citigroup berichtet, wonach sich die Charts des S&P500 kurz vor dem Crash am 19.Oktober 1987 und dem derzeitigen, also aktuellen Kursmuster stark ähneln. Am 19.Oktober verbuchte der Dow Jones mit gut 22% den größten prozentualen Verlust seiner Geschichte, der Tag ging in die Börsen-Geschichte ein als „Schwarzer Montag“.

Es ist vor allem der Zeitraum um Mitte Oktober, der eine erstaunliche „Neigung“ zeigt, extreme Bewegungen an den Märkten zu zeigen. So etwa heute vor genau acht Jahren, also am 13.Oktober 2008: damals verbuchte der Dax seinen größten je erreichten Tagesgewinn mit einem Plus von sage und schreibe 11%!

Am 15.September 2008 hatte bekanntlich Lehman Brothers Insolvenz angemeldet – es folgte eine Art verzögerte Kettenreraktion der Märkte, alles kam ins Rutschen. Die Aktienmärkte fielen drastisch, in Deutschland kam vor allem die Hypo Real Estate ins Schlingern – am 06.Oktober 2008 beschlossen Bundesbank, Finanzministerium und ein Finanzkonsortium ein Rettungspaket. Aber der Absturz der Märkte ging weiter, bis dann am 13.Oktober die Bundesregierung mitteilte, einen Rettungsschirm von 500 Milliarden Euro für den Finanzsektor bereit zu stellen. Die Folge: der Dax jubilierte und stieg (allerdings von tiefem Niveau ausgehend) 11%. Lange ist´s her – aber es ist schon witzig, dass der größte prozentuale Anstieg des Dax im größten Crash-Jahr 2008 erfolgte.

Und wann war der größte Tagesverlust beim Dax? Raten Sie mal – Mitte Oktober. Und zwar am 16.Oktober 1989. Damals stürzte der Index um 12,8% in die Tiefe, nachdem in den USA die Übernahme der verschuldeten Airline United Airlines mißlungen war. Die Märkte fürchteten, dass die Refinanzierung vieler veschuldeter Unternehmen nun nicht mehr gewährleistet sei – die Wall Street sackte daher herbe ab (knapp 7%). Zuvor hatte es eine wahre Flut an kreditfinanzierten Übernahmen gegeben, sogenannte Leveraged Buy-Outs (LBO). Die Schulden stiegen immer weiter, der Cashflow aber nicht. Es brauchte dann nur einen Anlaß, um das Kartenhaus einstürzen zu lassen – eben die gescheiterte Übernahme von United Airlines.

Der Crash traf vor allem Privatanleger:

„Verkauft hatten zuerst vor allem Privatanleger, deren Aufträge großteils erst gegen Mittag, zur Kasse, wirksam wurden, weil es noch den Mindestschluss gab, wonach kleinere Aufträge nur einmal täglich abgewickelt wurden. Sie hatten ihre Banken am Morgen mit Verkaufsaufträgen überflutet. Die Welle war so stark, dass sich die erste Berechnung des Dax bis 12.34 Uhr verzögerte.“

Und was passiert Mitte Oktober 2016? Übergeordnet sieht das Chartbild des S&P500 sehr bärisch aus, wie Kim Cramer Larsson herausragend zeigt – seine Analyse lesen Sie hier..

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    leser

    13. Oktober 2016 16:12 at 16:12

    Es ist immer spannend…
    Aber für heute haben wir das Tief gesehen. Und wenn selbst in den Tageszeitungen vom Crash geschrieben wird, kommt eher selten einer. Ich tippe eher auf einen Salami-Crash.

  2. Avatar

    bauer

    13. Oktober 2016 16:16 at 16:16

    das waren noch Zeiten mit der Hypo…da wurde gezockt,wie in Zukunft bei der DB gezockt werden wird.
    Natürlich gehts ab nächste Woche unter 10000 im Dax!
    The trend is your friend,but only with metall….

  3. Avatar

    V

    13. Oktober 2016 16:17 at 16:17

    Ein Tag wie heute, an dem Bob Dylon den Literaturnobelpreis (!!!) kriegt, ist ebenso krass. Die Welt ist aus den Fugen geraten….

    • Avatar

      V

      13. Oktober 2016 16:19 at 16:19

      In 20 Jahren bekommt dann Walt Disney den Literaturnobelpreis für seine Comics…

    • Avatar

      Allan

      14. Oktober 2016 00:36 at 00:36

      V, Sie klingen wie ein alter Mann: „die Welt ist aus den Fugen geraten“. Früher war alles so gut!Zu Dylan: viele triviale Texte (Folk Tradition), wenn man Einfachheit mit Trivialität gleichsetzt, und sicher kein Kunstlied. Aber 1% ist einfach genial, auch wenn Sie das niemals erkennen werden. Und dann der Vergleich: z.B. Philip Roth – zwei Romane habe ich gelesen, dann war mir klar: ambitioniertes Groschenroman-Niveau.

      Worum es mir aber eigentlich geht: die Welt ist nicht „aus den Fugen geraten“! Daran wird hart gearbeitet, seit mindestens 45 Jahren!

      Buffett: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“

  4. Avatar

    Tip

    13. Oktober 2016 17:24 at 17:24

    Aber ich denke allein dadurch, dass die Orders der Privatanleger jetzt nicht mehr wie damals nur einmal am Tag abgewickelt werden, wird ein solcher Crash mittlerweile immer unwahrscheinlicher….

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      13. Oktober 2016 17:29 at 17:29

      @Tip, eher im Gegenteil denke ich – die Privatanleger spielen keine große Rolle mehr, entscheidend sind die Algos, und die Häufung von Flash Crashs in der letzten Zeit (durch Algos) lassen erahnen, dass da noch einmal in nicht allzu ferner Zukunft ein durch Algos ausgelöster Crash kommen wird – siehe Pfund vor knapp einer Woche (auch wenn die Ursache des Flash Crash beim Pfund noch nicht abschließend geklärt ist..)

      • Avatar

        bauer

        13. Oktober 2016 17:33 at 17:33

        …siehe Brexit,900-1000 points…und dann noch über Nacht!

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Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

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Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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