Folgen Sie uns

Allgemein

Achtung vor der zweiten Abwärtswelle am Aktienmarkt!

Avatar

Veröffentlicht

am

Manuel Koch bespricht im folgenden Video die wirtschaftlichen Aussichten in Folge des Coronavirus. Die Regierungen stützen die Volkswirtschaften mit jeder Menge neue Schulden. Was bedeutet das für die Märkte? Im Interview bezieht der Profi Andre´ Stagge klar Position. Die aktuelle Erholung an den Aktienmärkten sei keine Bodenbildung. Die Kurse seien deutlich schneller gefallen als in den vorigen großen Börsenabstürzen. Daher sei es jetzt völlig normal, dass die Kurse erstmal etwas nach oben laufen. Im Sommer gehe da noch was auf der Abwärtsseite. Wer die nächsten Monate in Aktien investiere, werde keine Gewinne erzielen. Den April solle man eher nutzen um Aktienbestände abzubauen. Ab Ende des Jahres könne man überlegen günstiger in den Aktienmarkt einzusteigen.

Der Rentenmarkt wird von Andre´ Stagge sehr kritisch betrachtet. Man müsse die Haftungsfrage stellen bei den gigantischen Aufkäufen der Schulden durch die EZB. Die Anleihemärkte würden signalisieren, dass noch eine zweite Abwärtswelle bei Aktien anstehe! Liquidität sei ein entscheidender Punkt, weswegen die Notenbanken derzeit so aktiv seien. Maredo, Vapiano etc seien aktuell schon pleite. Man stehe am Anfang einer großen Pleitewelle. Und man könne nicht alle Zombieunternehmen retten. In den guten Jahren sei das große Schuldenproblem bei Unternehmen bereits entstanden. Auch im Video gibt es zwei konkrete Handelsempfehlungen der trading-house Börsenakademie. Die Aktie von Alphabet (Google) könne man jetzt zu aktuellen Kursen kaufen. Auch bei den Aktien von Volkswagen könne man aktuell einsteigen.

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Altbär

    27. März 2020 19:22 at 19:22

    War denn der gute Herr Stagge nicht kürzlich noch sehr bullisch ? Ich erinnere mich ,dass ich genervt war wegen seiner Bullerei.Kann sich jemand an das Video erinnern?

    • Avatar

      bernd

      28. März 2020 19:15 at 19:15

      ja klar, aber das sind doch alles nur dummbatzen in nadelstreifen. meinung wird immer angepasst… leider alles nur schaumschläger

  2. Avatar

    Lossless

    27. März 2020 20:36 at 20:36

    Lieber @Altbär, Profis, hier kommen nur Profis zu Wort.

    • Avatar

      Beefeater

      28. März 2020 15:06 at 15:06

      Wo uns die “Profis” hinwirtschaften sehen wir ja aktuell.

  3. Avatar

    Altbär

    27. März 2020 21:32 at 21:32

    @Lossless, wie ist das gemeint, etwa Profis haben das Recht immer falsch zu liegen u.die Warner dauernd als Crash- Propheten zu betitteln.
    Ich als armes Kuschelbärchen u.Andere Grossbären wie Hesterbär u.s.w. haben in der letzten Baisse immerhin Gewinne gemacht u.in den letzten zwei Monaten sogar Grössen wie Buffett u.Otte geschlagen.
    Risse, Hellmeyer, Ehrhardt, Halver, Beck , Thieme u.s.w. müssten mit ihrer Einstellung auch unter den Verlieren zu suchen sein u.das mit gesamthaft 300Jahren Börsenerfahrung u.ca. 4 erlebten Crashes.
    Möglich ist auch, dass sie nur Kundengelder verloren haben u.ihr eigenes abgesichert haben.Es gibt genügend Beispiele von solchen Typen.
    P.S. Ihre DAX Analysen fehlen mir, gestern Abend fehlte mir der Mut zu verkaufen.

    • Avatar

      Lossless

      27. März 2020 22:50 at 22:50

      Lieber @Altbär,

      ich höre hin und wieder das Börsenradio. 95% von denen, die dort ihre Stimme erheben und ihre Eitelkeiten pflegen, liegen falsch und das schon seit Monaten. Hinschwerend kommt hinzu, nur wenige von den 95% Verwalten Gelder oder sind selbst Fondsmanager. Nein, jetzt kommt es, sie geben sogar noch Seminare oder schreiben Bücher und in regelmässigen Abständen, erklären sie uns die Welt der Märkte. Man könnte nun die sogenannten Profis mit ihren Aussagen, die sie in der Vergangenheit getätigt haben mal konfrontieren – aber nein – man macht genauso weiter wie eh und je. Selbstreflexion oder die so wichtige Charaktereigenschaft seine Fehler klar zu benennen – Fehlanzeige. Diese Leute haben beim Allzeithoch laut ausgerufen “Kaufen, Kaufen, Kaufen Sie!” Wehe dem der ihren Rat gefolgt ist.

      PS. Ich habe ein Twitter-Account da können wir uns gerne austauschen wenn sie mögen?

  4. Avatar

    Altbär

    29. März 2020 12:33 at 12:33

    @Lossless, vielen Dank für Ihre Antwort. Den Gipfel abgeschossen in Bezug „DEFORMATION PROFESSIONELL“ hat kürzlich ein bekannter PROFESSOR FÜR FINANZMARKTÖKONOMIE AN DER
    UNI IN ZÜRICH..So schrieb er am 27.2. WENN EIN PRIVATANLEGER JETZT VERKAUFE, HABE ER DAS SPIEL NICHT BEGRIFFEN . ( Ist das ein Eingeständnis ,dass da ein Spiel getrieben wird? )Solche Phasen müsse man durchstehen um Rendite zu machen.Jetzt Abstossen um den Schaden zu begrenzen u.später wieder einsteigen sei keine gute Option.Man soll jede Korrektur nutzen, um nachzukaufen. Sowas von praxisfremd, geht er doch einfach davon aus, dass in kurzer Zeit wieder Hochs gesehen werden.U.bitte nicht vergessen, ein nur leicht gehebeltes Vermögen hat bei einer 30% Korrektur leicht 50% Eigenkapitalverlust zu Folge. Möchte da das KÖNNEN U.WOLLEN VON NACHKAUFEN SEHEN. Hat es doch schon lange Querfasen ohne neue Hochs gegeben, die von Vielen auch in den nächsten Jahren erwartet werden. Kaufen u.Halten ist in der schnelllebigen manipulierten Zeit sowieso vorbei. Sogar Buffett verkauft u.schichtet um u.der Amazon Boss sagte die Halbwertszeit von grossen Firmen betrage heute kaum mehr als 30Jahre.
    Was die Kommunikation betrifft, ich bin kein Twitterer, eine Lageeinschätzung von Zeit zu Zeit würde mich aber freuen.Ich wäre einverstanden wenn ihnen FMW meine E-Mail Adresse übermitteln.würde.
    PS. Es gibt da verschiedene Meinungen zur Charttechnik, aber auffallend wie am Freitag bei die US -Indices ziemlich genau am 38,2% Retracement kehrten. Ja ich glaube sehr oft hat es etwas in sich.Teilweise werden diese wichtigen Marken von den Manipulatoren auch genutzt um diese Marken zu brechen,was dann meistens zu Fehlausbrüchen führt.
    Gruss

    • Avatar

      Dreamtimer

      29. März 2020 16:51 at 16:51

      Buy and hold.

      Kaufen kann jeder, alle haben ihre Erfolgsstory vom nahezu perfekten Einstieg, aber keiner kann verkaufen. Niemand hat realistische Erwartungen, keiner weiß, wann er das Zeug wieder abstoßen soll. Wenn ich Leute frage, die ganz euphorisch eine Kaufgelegenheit bewerben, wann sie gedenken, wieder zu verkaufen, wird der Blick glasig. Ich denke, die von Ihnen oben erwähnten Finanzmarktentertainer geben den Leuten, die nicht verkaufen können, das Gefühl, dass das auch nicht wichtig sei, dass man das nicht zu können braucht. Sie bieten sich dafür als Spiegel an und halten die Unsicheren mit ihrem Berufsoptimismus bei Laune. Es kommt allerdings noch erschwerend hinzu, dass sie nicht nur nicht verkaufen, sondern auch nicht kaufen können. Selbst die naivsten unter meinen Bekannten und Kollegen haben eine Ahnung oder ein Gefühl für eine Situation, in der sie kaufen können und sie liegen da oft auch richtig und laufen ins Plus, so wie einer unserer Werkis, der Kryptos kaufte, zwei Monate bevor die Welle des großen Hypes Anfang 2018 in sich zusammen brach. Sie können kaufen, nur nicht verkaufen und verlieren dann alles wieder.

      • Avatar

        Lausi

        30. März 2020 07:47 at 07:47

        @Dreamtimer: Schon komisch, dass Verkaufen so viel schwieriger als Kaufen ist – muss wohl ein psychologisches Ding sein.

        Ohne stets nachjustierte Stop-Loss geht es wohl nicht – und das nicht nur in Gedanken. Und die Justierung darf natürlich nur “nach oben” erlaubt sein, also in Richtung höhere Gewinne/weniger Verluste. Der Nachteil ist, dass man nie das Top erwischt, und dass man sich gelegentlich über Fehlausbrüche grün und blau ärgern kann. Und etwas Zeit- und Arbeitsaufwand benötigt es natürlich auch – inkl. Disziplin. Aber trotzdem sollte sich das langfristig als die lukrativere Methode herausstellen – auch wenn man dabei möglicherweise etwas mehr Gebühren- und Steuerausgaben haben sollte.

        Take Profit ist natürlich auch möglich. Dieser sollte aber schon mit dem Kauf des Wertpapiers festgesetzt werden, und dann nicht mehr bewegt werden.

  5. Avatar

    Altbär

    29. März 2020 12:55 at 12:55

    Nachtrag, Markus Koch hatte kürzlich ein Meeting mit diesem Superprofessor. Er hat in seinem täglichen Video davon gesprochen. Ich glaube er ist invisziert von ihm, passt gut. Bei solchen Theorien desinfiziere ich mich eher. Muss man solange studieren, um der Welt zu erklären, dass man Aktien nie verkaufen soll, weil sie sowieso immer nur steigen? Zeiten wie jetzt müssten eigentlich solche unnützen teuren Berufsgattungen eliminieren , tun sie leider nicht. Dafür ist die ganze westliche Welt materialmässig sehr schlecht gerüstet für eine Pandemie. Zum Glück liefern die Chinesen noch Mundschütze ,damit wir unsere dummen Gesichter abdecken können.Just in Time Produktion funktioniert halt nicht immer.Ein Vorschlag, ich würde das Studienfach „Finanzmarktökonomie“ abschaffen, ( da die Notenbanken die Kurse machen) u.dafür das Fach „ Lieferketten-Ökonomie einführen.

    • Avatar

      Lossless

      30. März 2020 17:19 at 17:19

      @Altbär

      Dabei ist Markus Koch noch einer, der wirklich nah am Geschehen ist.

      Wenn man sich genau überlegt, wodurch die steigenden Kurse realisiert worden sind. Schlichtweg mit Geld was extra dafür geschaffen wurde. Wenn ich mich mir recht überlege, wie gefährlich dieses Drucken, monetär und ökonomisch ist, sollte sich jeder überlegen was er da kauft und auf welche Kosten er dies tut. Und genau darauf spekulieren die Bullen. Sie spekulieren auf ein weiteres betanken der monströsen Blase. Früher wahren Leerverkäufer die Bösen Buben, heute sind sie die wahren Realisten. Ja wo sind denn nun die Gewinne der letzten 10 Jahre an den Börsen? Entweder sind die im Moment eingefroren (Hedgegeschäfte) und die Kosten hierfür sind nicht unerheblich oder man hofft auf eine „Weiter-so!“ in den kommenden Monaten. Verlieren wird immer der Kunde und die Profis die dies zu verantworten haben, schreiben Bücher, halten Seminare und geben ungeniert Interviews. „Business as usual“ nennen sie dann das.

      Wenn mich Leute in solchen Zeiten um Rat bitten, antwortete ich immer mit einer bekannte Tatsache aus dem Bergsteigen. Die schlimmsten Unfälle passieren nicht beim Aufstieg, sondern beim Abstieg.

      Wir werden noch in Tiefs hinabsteigen an die im Moment niemand denkt.

      • Avatar

        Lossless

        30. März 2020 17:48 at 17:48

        Zusatz: ich weiß auch nicht, was ich Ihnen mit meinen Rechtschreibfehlern sagen will.

        Die Autokorrektur entwickelt ein Eigenleben. Ich bitte vielmals um Verzeihung.

      • Avatar

        Lausi

        31. März 2020 08:51 at 08:51

        Sehr schöner Vergleich mit dem Bergsteigen. Und das Sicherheitsseil ist dann der Stop-Loss! :-)

        • Avatar

          Lossless

          31. März 2020 12:35 at 12:35

          @Lausi

          Die meisten Menschen versterben am Berg nicht weil eine Sicherung oder sogar ein Seil fehlt. Sie verunglücken durch Erschöpfung, Verwirrung, sie verlieren die körperliche Koordination oder das Bewusstsein.
          So ergeht es auch den Unwissenden an den Kapitalmärkten.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Hans-Werner Sinn mit hoch interessanten Aussagen, warum die Inflation (noch nicht) da ist

Avatar

Veröffentlicht

am

Hans-Werner Sinn, der ehemalige Chef des Münchner ifo-Instituts, wird im folgenden Interview zur aktuellen wirtschaftlichen Situation rund um die Coronakrise befragt. Zum Beispiel wird besprochen, dass Deutschland sich beim Thema Arbeitslosigkeit im Vergleich zur anderen Ländern sehr gut halte durch das Instrument der Kurzarbeit, wodurch die tatsächliche Arbeitslosigkeit deutlich geringer ausfalle. Interessant werden die Aussagen von Hans-Werner Sinn bei zwei Punkten. Er glaubt ähnlich wie für China auch weltweit an eine relativ rasche konjunkturelle Erholung. Die Einkaufsmanagerdaten für China würden bereits eine schnelle Erholung auf alte Niveaus zeigen.

Warum laut Hans-Werner Sinn die Inflation noch nicht da ist

So richtig interessant werden die Aussagen von Hans-Werner Sinn zum Thema Inflation nach der Coronakrise. Denn viele kritische Zeitgeister wie Max Otte, Markus Krall oder Dirk Müller sehen (so möchten wir anmerken) eine große, brutale Inflation auf uns zukommen. Ihre Argumente sind gut, aber umstritten. Denn aktuell zeigen zahlreiche Daten ja den Weg Richtung Deflation. Einige Länder in Europa sind bereits bei rückläufigen Preisen angekommen (siehe hier). Hans-Werner Sinn beschreibt die aktuelle Situation sehr anschaulich und einfach verständlich. Die Coronakrise koste unglaublich viel Geld. Man könne jeden Euro nur einmal ausgeben, auch wenn viele meinten mit Hilfe der Druckerpresse (EZB pumpt frisch geschaffenen Geld) könnte man ihn auch zwei oder drei mal ausgeben.

Es gebe laut Hans-Werner Sinn momentan das Phänomen von extrem stark steigenden Staatsschulden, und gleichzeitig Geld druckenden Notenbanken. Der zweite Punkt sei das Problem. Es sei nicht in Ordnung, wenn diese neuen Schulden der Regierungen an die Notenbanken verkauft würden. Das ganze ausgegebene Geld (Kurzarbeit, Zuschüsse etc) komme direkt aus der Druckerpresse der EZB, aber es sei halt kein Geld, das vorher real verdient worden ist. Dies führe zu einem Geldüberhang! Derzeit sei bereits vier Mal so viel Geld im Umlauf in Euroland wie noch 2008. Die Leute hätten (insgesamt gesehen) viel Geld in der Tasche. Sie würden es derzeit wegen der (verständlichen) Zukunftsängste aber nicht ausgeben. Wenn die Krise vorbei sei, könne sich dieser Zustand ändern. Dann würde das zusätzlich ins System gepumpte Geld ausgegeben werden, und die Gefahr einer echten Inflation sei gegeben. Schauen Sie hierzu gerne die sehr interessanten Ausführungen von Hans-Werner Sinn im folgenden Video.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn. Foto: https://www.hanswernersinn.de/de/Bildarchiv

weiterlesen

Allgemein

Hongkong: Sicherheitsgesetz als Brandbeschleuniger zwischen USA und China?

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Skyline von Hongkong - das neue Sicherheitsgesetz sorgt für Unruhe

Am 21.05.2020 wurde in der chinesischen Regierung das sehr umstrittene „National Security Law“ (nationales Sicherheitsgesetz) angekündigt. Infolgedessen haben die asiatischen Märkte korrigiert, insbesondere der Hang Seng (Hongkong Index) hat an einem Tag über 5,5% eingebüßt. Die Verabschiedung des Gesetzes – geplant für den 28.05.2020 – könnte weitreichende Auswirkungen auf die Sonderverwaltungszone Hongkong haben. Seit 2003 versucht die Hongkonger Regierung ein derartiges Gesetz einzuführen, dies ist aber vermehrt an der Gegenwehr der Opposition und der Bevölkerung gescheitert.

Letztes Jahr kam es schon zu Protesten gegen ein Auslieferungsgesetz, dass durch einen überwältigenden Zusammenhalt der Bevölkerung Hongkongs noch abgewendet werden konnte. Nun hat die Kommunistische Partei Chinas genug und versucht mit eiserner Faust das Nationale Sicherheitsgesetz über einen Umweg in Hong Kong einzuführen (es gibt einen Aufschrei). Das Gesetz könnte enorme Auswirkungen auf die Freiheit der Menschen und die Wirtschaft in Hongkong, aber auch über die Grenzen hinaus haben.

Die möglichen Gefahren und Auswirkungen

Die Auswirkungen sind weitreichend und betreffen unterschiedlichste Bereiche. Die Autonomie Hongkongs ist in Gefahr – das Ende von „Ein Land zwei Systeme“? Hongkongs Status war bis 2047 garantiert und völkerrechtlich festgeschrieben. Nach nicht einmal der Hälfte der Zeit könnte Peking das Recht zerstören. Durch die Einführung könnte es dazu kommen, dass unter dem Deckmantel des Sicherheitsgesetzes die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit und das Versammlungsrecht (Recht auf Demonstrationen) abgeschafft und an die Verhältnisse in China angepasst werden. Konkret bedeutet das den Tod der Opposition und allen pro-demokratischen Bemühungen. Das letzte bisschen übriggebliebene Demokratie wäre damit beseitigt.

Mit dem Sicherheitsgesetz bekämen die festlandchinesische Polizei und der Geheimdienst der Volksrepublik weitreichende Vollmachten, um im bisher juristisch von Festlandchina unabhängigen Hongkong gegen Regierungskritiker vorzugehen. Es wäre ein Einfaches für die Kommunistische Partei Regierungsgegner festzunehmen. Da China weit davon entfernt ist ein Rechtsstaat zu sein und häufig willkürlich vorgeht, herrscht eine Furcht, nicht nur in der Bevölkerung, auch bei westlichen Unternehmen und der Wirtschaft im Gesamten.

Durch die Autonomie Hongkongs und die daraus resultierenden Sonderregelungen, konnten westliche Unternehmen profitieren. Das Rechtssystem in Hongkong hat Stabilität gewährleistet, und die Gesetze der Sonderverwaltungszone haben es ausländischen Unternehmen einfacher gemacht sich dort niederzulassen. Dies könnte mit der Verabschiedung des Sicherheitsgesetzes mehr und mehr weichen und die Stabilität sowie die Unabhängigkeit von Hongkong aufheben.

Hongkong galt bisher immer als Brücke zwischen China und den USA. Durch die Kopplung des Hongkong-Dollar an den US-Dollar können chinesische Unternehmen und Vermögende Hongkong als Wechselstube nutzen. Die Möglichkeit den „unsicheren“ Renminbi in den „starken“ US-Dollar zu tauschen, hat hier eine große Bedeutung. Sollte diese Kopplung aufgehoben werden, dann käme es zu erheblichen Auswirkungen auf die chinesische Währung, aber auch auf die Wirtschaft Chinas und Hongkongs. Des Weiteren hat die Bekanntgabe auch schon scharfe Kritik in der westlichen Welt ausgelöst. Insbesondere die USA und Großbritannien haben ihre Bedenken gegen das Sicherheitsgesetz kundgetan.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die USA einmischen und damit die Spannungen zwischen den beiden Supermächten weiter anwachsen, erhöht sich drastisch. Dies hätte auch globale Auswirkungen, sollte sich der Handelskrieg verschärfen und die geopolitischen Gefahren zunehmen. Man kann sich fast sicher sein, dass Taiwan das nächste Ziel ist, sollte Peking mit der Politik der eisernen Faust in Hongkong durchkommen. Der innenpolitische Druck auf die USA wächst enorm, Taiwan mehr Sicherheit zu garantieren – bis hin zur staatlichen Anerkennung. Auch Europa und Deutschland, die sich bisher zurückhalten, werden nicht einfach bei der chinesischen Ausdehnungspolitik zuschauen können.

Fazit

Das geplante Sicherheitsgesetz für die Sonderverwaltungszone Hongkong ist in Wahrheit ein Sicherheitsgesetz für die Zentralmacht in Peking. Es dient allein der Machterhaltung der Kommunistischen Partei. Diese fürchtet nämlich den Freiheitsvirus aus Hongkong noch mehr als das Coronavirus aus Wuhan. Um die Demokratiebewegung in Hongkong zu stoppen und zu gewährleisten, dass sie sich nicht auf China ausdehnt, würde sie sogar immense wirtschaftliche Gefahren in Kauf nehmen.

weiterlesen

Allgemein

Düstere Konjunkturprognose – elendig langsamer Anstieg auf alte Niveaus

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Containerschiffe im Hamburger Hafen - aktuell maue Konjunkturprognose

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat aktuell eine düstere Konjunkturprognose veröffentlicht. Das Problem, das man nämlich hier sehen kann: Die konjunkturelle Erholung wird sich elendig langsam vollziehen. Das IW betitelt sein Papier auch mit den Worten “Corona sorgt für katastrophalen Einbruch”. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt werde 2020 um neun Prozent zurückgehen. Erst im dritten Quartal 2021 werde das Niveau des vergangenen Jahres wieder erreicht – aber nur, wenn es keinen erneuten globalen Schock gebe.

Neben der Schwere sei laut IW auch die Art und Weise der Coronakrise einzigartig. Denn sowohl die Nachfrage als auch das Angebot seien von den Lockdown-Maßnahmen betroffen, was sich besonders deutlich am Arbeitsmarkt bemerkbar machen würde. Betrug die Arbeitslosenquote 2019 rund fünf Prozent, werden es im Jahresdurchschnitt 2020 rund 6,5 Prozent sein. 2021 ist dann wieder mit einer leicht niedrigeren Arbeitslosenquote von unter sechs Prozent zu rechnen. Das Niveau von 2019 wird im kommenden Jahr aber nicht erreicht, so das IW.

Insgesamt sei im laufenden Jahr nur begrenzt mit einer konjunkturellen Erholung zu rechnen. Aufgrund der zahlreichen Beschränkungen komme der Konsum nur schwer in Gang, und Nachholeffekte seien kaum möglich. Die globale Verunsicherung habe auch zur Folge, dass Investitionen ausbleiben. All das mache nur eine langsame Erholung möglich, sodass das BIP erst ab dem dritten Quartal 2021 das Vorkrisenniveau erreiche. Für 2021 rechne man mit einem BIP-Wachstum von acht Prozent gegenüber 2020. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass es nicht zu einem zweiten Lockdown kommt. Aus volkswirtschaftlicher Sicht wäre das nämlich der Super-GAU. Die Regierung müsse nun mit einer klaren Strategie weitermachen und sowohl die Angebots-, als auch die Nachfrageseite gezielt unterstützen, so die Wirtschaftsforscher.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage