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Adidas-Aktie bricht ein, Puma und Nike verlieren auch – Aussagen zu China Shut Down

Adidas Beispielfoto

Das Coronavirus reißt natürlich riesige Löcher in die Umsätze der großen Konzerne – egal in welchem Bereich, alle sind betroffen! Die Frage ist nur: Wie stark werden Ladenschließungen, die Absage des gesellschaftlichen Lebens, erzwungener Konsumverzicht etc die Quartalszahlen im 1. Quartal 2020 zerstören? Heute hat adidas seine Quartalszahlen für das 4. Quartal 2019 veröffentlicht. Die schauen wir uns gar nicht erst an, da das Coronavirus alles geändert hat! Wir schauen auf das, was ab Januar passiert ist! Vorab: Die Aktie von Adidas notiert heute mit 9 Prozent im Minus! Damit verliert die Aktie von Freitag Abend bis jetzt von 241 auf 203 Euro. Der Konkurrent Puma sagt aktuell, dass man das Ausmaß der zu erwartenden Einbußen nicht einmal quantifizieren könne. Die Puma-Aktie ist aktuell 4,6 Prozent im Minus. Die Nike-Aktie notiert heute vorbörslich mit 3,5 Prozent im Minus.

Adidas sagt heute über den Ausblick für das Gesamtjahr 2020, dass man mit einem Umsatzanstieg von 6 bis 8 Prozent rechnet. Aber diese Prognose enthalte nicht die Auswirkungen des Coronavirus. Auch sagt man heute, dass die Umsätze in China in den letzten Wochen teilweise um 80 Prozent eingebrochen sind gegenüber den selben Zeiträumen im Vorjahr. In China könne es laut Adidas aufgrund der Coronavirus- Krise alleine im ersten Quartal zu Umsatzeinbußen von bis zu einer Milliarde Euro kommen. Beim operativen Gewinn könnte es zu einer Einbuße von 400-500 Millionen Euro kommen, so Adidas. Hier auszugsweise einige Aussagen von Adidas im Wortlaut:

Ausblick für Geschäftsjahr 2020 berücksichtigt keine Auswirkungen resultierend aus dem Ausbruch des Coronavirus
In dem oben beschriebenen Ausblick des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2020 kann es zu Änderungen kommen, da hierin keine Auswirkungen resultierend aus dem Ausbruch des Coronavirus berücksichtigt sind. Ein speziell eingerichtetes adidas Task-Force-Team widmet sich der Beurteilung der Lage und der Entwicklung mindernder Maßnahmen sowie der Sicherstellung der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter, die nach wie vor oberste Priorität des Unternehmens bleibt. adidas hat bereits eine Reihe von Maßnahmen implementiert, darunter die vorübergehende Schließung von Bürostandorten und Stores sowie die Einführung von Reisebeschränkungen. Das Unternehmen wird seinen Mitarbeitern weiterhin mit detaillierten Hinweisen und Ratschlägen zur Seite stehen und je nach Weiterentwicklung der Situation alle geeigneten Maßnahmen zu deren Schutz ergreifen.

In den ersten drei Wochen des Jahres 2020 verzeichnete das Unternehmen eine starke Entwicklung seines Geschäfts in China. Seitdem spürt das Unternehmen jedoch wesentliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus. Aufgrund der erheblichen Anzahl von Store-Schließungen, sowohl von eigenen Stores als auch von partnerbetriebenen Stores, und des deutlich reduzierten Kundenaufkommens in den verbleibenden Stores lag der Umsatz in China zwischen dem chinesischen Neujahr am 25. Januar und Ende Februar etwa 80 % unter dem Vorjahresniveau. Seitdem verzeichnet das Unternehmen eine leichte Erholung seiner Geschäftstätigkeit in China, da Stores und Lagerhäuser allmählich wieder öffnen und das Kundenaufkommen langsam wieder zunimmt. Seit dem Ausbruch des Coronavirus arbeitet adidas eng mit seinen Großhandelspartnern zusammen, um sicherzustellen, dass die Lagerbestände im Markt auf einem gesunden Niveau verbleiben. Dies hatte die Stornierung aller Lieferungen im Februar zur Konsequenz und könnte zukünftig zu Produktrücknahmen in einem signifikanten Umfang führen, die dann im weiteren Verlauf des Jahres durch die unternehmenseigenen Vertriebskanäle verkauft werden sollen. Auf der Basis der derzeit vorliegenden Informationen geht das Unternehmen davon aus, dass der Umsatz in China im ersten Quartal 2020 zwischen 0,8 Mrd. € und 1,0 Mrd. € unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Infolgedessen rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses in China im ersten Quartal zwischen 0,4 Mrd. € und 0,5 Mrd. €. Zusätzlich verzeichnet das Unternehmen ein rückläufiges Kundenaufkommen mit einhergehenden negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit in Japan und Südkorea. Zwar ist die Beschaffungskette des Unternehmens ebenfalls Störungen ausgesetzt, allerdings läuft die Produktion in China zum Großteil wieder und die Beschaffungsaktivitäten auf globaler Ebene wurden bislang nicht beeinträchtigt.

Da sich die Situation ständig weiterentwickelt, besteht nach wie vor weitgehend Ungewissheit hinsichtlich der weiteren Erholung in China, des Ausmaßes der Spillover-Effekte auf andere Länder sowie der Verfügbarkeit von Rohstoffen. Angesichts dieser Ungewissheiten lässt sich das Ausmaß der Gesamtauswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens im Jahr 2020 zu diesem Zeitpunkt nicht zuverlässig quantifizieren. Trotz der vorübergehenden Herausforderungen resultierend aus dem Ausbruch des Coronavirus ist das Unternehmen im Hinblick auf die künftigen Wachstumsaussichten, dank seines gesunden Fundaments sowie seiner starken Positionierung in einer attraktiven Branche, nach wie vor äußerst zuversichtlich.



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