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Adidas: Respektabel durch die Krise, aber mauer Ausblick – Aktie verliert

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Schuhe von Adidas

Adidas hat seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 5,96 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,41).

Der Gewinn (aus fortgeführten Geschäftsbereichen) liegt bei 578 Millionen Euro (Vorjahresquartal 644).

Alles in allem respektable Zahlen in so einer Krise! Aber die Aussicht für das vierte Quartal dämpft den Optimismus, daher notiert die Aktie heute mit 5 Prozent im Minus.

Zum Ausblick sagt Adidas, hier im Wortlaut:

Im vierten Quartal bleiben die Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie sowie des globalen makroökonomischen Umfelds unverändert hoch. adidas hat seine Produkteinführungspläne seit Beginn des Quartals weiterhin erfolgreich umgesetzt. Die Coronavirus-Pandemie hat sich zuletzt jedoch in wichtigen Märkten des Unternehmens verschlimmert, was zum Teil zu neuen Lockdown-Maßnahmen geführt hat. Infolgedessen ist der Anteil geöffneter Stores des Unternehmens von weltweit 96 % Ende September auf zuletzt 93 % gesunken. Zusätzlich haben sich striktere Abstandsregeln insbesondere in Europa negativ auf das Kundenaufkommen in den Stores ausgewirkt. Insgesamt wird sich der Umsatz des Unternehmens in Q4 voraussichtlich ähnlich entwickeln wie in Q3. Dies impliziert einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich. Dieser Entwicklung steht eine starke Vergleichsbasis aus dem Vorjahr gegenüber, in dem die Einführung von Produkten für die UEFA EURO 2020 sowie vorzeitige Auslieferungen bedingt durch das chinesische Neujahr zum Wachstum im vierten Quartal 2019 beitrugen. Trotz der starken Vergleichsbasis in China erwartet adidas in diesem Markt eine Rückkehr zu Wachstum im vierten Quartal.

Als Ergebnis der Fokussierung auf einen profitablen Durchverkauf sowie disziplinierte Lieferungen an Partner wird die Bruttomarge in etwa auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Entsprechend rechnet das Unternehmen im vierten Quartal mit einem Betriebsergebnis zwischen 100 Mio. € und 200 Mio. €. Dieser Ausblick setzt voraus, dass es keine weiteren umfangreichen Lockdowns geben wird, die Stores des Unternehmens zu über 90 % geöffnet bleiben und es zu keinem weiteren erheblichen Rückgang des Kundenaufkommens weltweit kommt.

„Waren wir zu Beginn des vierten Quartals zunächst wieder auf einem Wachstumspfad, erfordert die aktuelle Verschlimmerung der Pandemie in vielen Regionen der Welt erneut unsere Geduld und Unterstützung. Darauf sind wir vorbereitet. Dank unseres umsichtigen Handelns sind wir in der Lage, mit den kurzfristigen Unsicherheiten umzugehen,“ sagte Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von adidas. „Gleichzeitig sind wir heute besser aufgestellt, um von den langfristigen Wachstumstreibern wie Gesundheit und Wohlbefinden, Athleisure und Digitalisierung, die durch die Pandemie noch verstärkt werden, zu profitieren.“

Und Adidas hat einen KfW-Kredit zurückgezahlt. Hier dazu das Statement auszugsweise im Wortlaut:

Nach einer Reihe erfolgreicher Finanzierungsaktivitäten hat adidas den revolvierenden Konsortialkredit unter Beteiligung der staatseigenen Förderbank KfW abgelöst. Das Unternehmen hatte vor einigen Monaten seitens der Bundesregierung die Genehmigung über die Teilnahme der KfW an einem Konsortialkredit in Höhe von 3,0 Mrd. € zur Überbrückung der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten, beispiellosen Situation erhalten. Den im Juli in Anspruch genommenen Anteil des Kredits in Höhe von 500 Mio. € hat adidas bereits im Oktober inklusive vereinbarter marktüblicher Zinsen und Gebühren zurückgezahlt.

Zeitgleich mit der Ablösung des Konsortialkredits unter Teilnahme der KfW hat sich adidas einen neuen Konsortialkredit bei mehreren Partnerbanken gesichert. Die Kreditvereinbarung mit einem Syndikat aus Partnerbanken, darunter Deutsche Bank und HSBC als Joint Coordinators, und zusammen mit Bank of America, BBVA, BNP Paribas, Citigroup, Commerzbank, DZ Bank, J.P. Morgan, Mizuho, Standard Chartered Bank und UniCredit Bank als Bookrunners und Mandated Lead Arrangers, läuft bis 2025.

Grafik zeigt Quartalszahlen von Adidas im Detail

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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