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Aktuell: Adler Group präsentiert Käufer für 15.000 Wohnungen, Fraser Perring mit Kritik

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Das Immobilienunternehmen Adler Group war in der letzten Woche massiv unter Beschuss geraten durch den legendären Shortsteller Fraser Perring, der bereits mitverantwortlich war für die Aufdeckung des Wirecard-Skandals. Am Freitag widersprach man den Anschuldigungen über Bilanzbetrag und Überbewertungen von Immobilien ausdrücklich. Die Aussagen seien „irreführend und nicht korrekt“. Heute früh nun meldet die Adler Group den bevorstehenden Verkauf von Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Man habe mit der LEG Immobilien SE eine Absichtserklärung über wesentliche Eckpunkte einer Transaktion in Bezug auf die Veräußerung von insgesamt 15.350 Wohneinheiten und 185 Gewerbeeinheiten unterzeichnet. Die Aktie der Adler Group reagiert heute früh vorbörslich mit +3,5 Prozent.

Die Transaktion basiert laut der Adler Grouop auf einer Immobilienbewertung in Höhe von 1,485 Milliarden Euor. Dies liege über dem zum 30. Juni 2021 ausgewiesenen Buchwert. Die Transaktion soll in Form von Share Deals abgewickelt werden, und die Adler Group soll mit 10,1 Prozent an den relevanten Gesellschaften beteiligt bleiben. Daher werde der Mittelzufluss, auch aufgrund üblicher Kaufpreisanpassungen, nicht der Immobilienbewertung entsprechen. Der Verkauf könne zu einer erheblichen Verringerung des Verschuldungsgrades der ADLER durch Rückzahlung von Anleihen und Darlehen führen. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt einer Due Diligence Prüfung seitens LEG, des Abschlusses endgültiger Vereinbarungen sowie der Erfüllung marktüblicher Bedingungen, insbesondere behördlicher Zustimmungen, und soll bis Ende 2021 erfolgen.

Fraser Perring hat heute früh umgehend auf diese Nachricht der Adler Group reagiert. Dieser Mittelzufluss entspreche nicht der Immobilienbewertung. Er deutet einen Verzweiflungsverkauf an. Seiner Meinung nach verkauft die Adler Group hiermit renditestarke Anlagen für eine ungenannte Summe und lässt die Aktionäre mit einem Korb voller Entwicklungsanlagen zurück. Dies werde nicht gut enden.



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