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Immobilienkrise Adler Group: Zustimmung der Gläubiger zu wichtigstem Umstrukturierungsplan gescheitert

Für einen Teil der Schulden der Adler Group wurde der Umstrukturierungsplan durch die Gläubiger nicht genehmigt. Hier dazu aktuelle Informationen.

Die Immobilienkrise läuft, die Preise fallen, die Zentralbank-Zinsen steigen. Viele Projektentwickler haben Schwierigkeiten, bei einigen kann man sogar von einer Schieflage sprechen. Heute schauen wir auf die aktuellsten Ereignisse bei der Adler Group SA. Die Inhaber der am längsten laufenden Anleihen der Adler Group SA haben die Vorschläge des Unternehmens zur Umstrukturierung seiner Schulden laut aktueller Bloomberg-Meldung nicht unterstützt, so dass das Unternehmen weitere Gespräche mit den Inhabern der Wertpapiere führen muss, um einen Notverkauf seiner Vermögenswerte zu vermeiden.

Wie die Adler Group SA am Dienstag mitteilte, hat der angeschlagene Vermieter die erforderliche 75 %ige Zustimmung aller Anleihegläubiger mit Ausnahme der Inhaber der 2029 fälligen Anleihen erreicht. Der Plan hätte dem Unternehmen zwei Jahre Zeit verschafft, um Immobilien zu veräußern und Schulden zu tilgen.

Der Vorstandsvorsitzende von Adler sagte im vergangenen Monat, dass das Unternehmen „verschiedene Möglichkeiten hat, um voranzukommen“, falls der Plan nicht genügend Unterstützung findet, einschließlich der Einleitung alternativer Verfahren in Deutschland oder im Ausland, falls es nicht gelingt, die Unterstützung der Investoren zu erhalten. Diese würden einen niedrigeren Schwellenwert erfordern, um das Geschäft auch für abweichende Gläubiger verbindlich zu machen.

„Angesichts unserer laufenden intensiven und konstruktiven Gespräche mit den Anleihegläubigern sind wir sehr zuversichtlich, dass ein alternativer Umsetzungsweg uns in die Lage versetzen wird, die vereinbarte Vereinbarung zu gegebener Zeit umzusetzen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Thierry Beaudemoulin heute in einer Erklärung.

Die Adler Group SA benötigte die Zustimmung jeder Gruppe von Anleihegläubigern, um die Änderungen zu verabschieden, die dazu geführt hätten, dass die Gläubiger dem Unternehmen ein neues Darlehen in Höhe von 937,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hätten, um fällige Anleihen zurückzuzahlen und auf die Notwendigkeit geprüfter Abschlüsse bis zum nächsten Jahr zu verzichten.

„Adler wird nun die vorgeschlagenen Änderungen an den Anleihen über einen alternativen Weg umsetzen“, fügte das Unternehmen hinzu. Die Investorengruppe, die 34 % der 2029er Anleihen der Adler Group hält, hatte argumentiert, die vorgeschlagene Umstrukturierung sei ungerecht und bevorzuge die Inhaber der kurzfristigeren Wertpapiere des Vermieters.

FMW/Bloomberg

Offenes Projekt der Adler Group in Berlin
Offenes Projekt der Adler Group in Berlin. Photographer: Krisztian Bocsi/Bloomberg


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