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Unsichere Jobs bremsen Konsum China: Der Tsunami der Gig-Ökonomie

Chinas Wachstumsmodell verschiebt sich grundlegend

China Tsunami der Gig-Ökonomie
Foto: memory_stockphoto - Freepik.com

Gig-Arbeiter prägen zunehmend den Arbeitsmarkt in China: Während Hightech-Industrien wachsen, verschwinden klassische Jobs und Millionen landen in unsicheren Plattformtätigkeiten.


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China: Der Tsunami der Gig-Ökonomie

Das chinesische Wachstumsmodell verschiebt sich seit einigen Jahren grundlegend. Der industrielle Kern der Wirtschaft orientiert sich zunehmend an kapitalintensiven Sektoren wie Halbleitern, Elektrofahrzeugen oder Batterietechnologie. Diese Branchen treiben zwar Exportzahlen und industrielle Wertschöpfung nach oben, entfalten auf dem Arbeitsmarkt jedoch eine deutlich schwächere Wirkung als die arbeitsintensiven Industrien, auf denen der Aufstieg des Landes über Jahrzehnte beruhte.

Die klassische Fabrikarbeit, die in der Reformära Millionen Menschen absorbierte, verliert deshalb an Bedeutung. Moderne Produktionsanlagen arbeiten hochautomatisiert und benötigen deutlich weniger Personal als Textilfabriken, Elektronikmontagen oder Spielzeugproduktion, in denen früher ganze Wanderarbeitergenerationen Beschäftigung fanden. Während industrielle Produktion weiterhin wächst, entstehen in den neuen Sektoren nur begrenzte zusätzliche Arbeitsplätze.

Die Gig-Ökonomie erobert Chinas Städte


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Die Verschiebung zeigt sich besonders deutlich in der raschen Ausweitung der sogenannten flexiblen Beschäftigung. In China hat sich dafür der Begriff „Plattform-Arbeiter“ etabliert, im englischen meist als „Gig-Arbeiter“ bezeichnet, womit eine breite Palette informeller oder digital vermittelter Tätigkeiten gemeint ist. Dazu gehören Fahrdienste, Essenslieferungen, Livestream-Verkäufe, Online-Freelancing oder kurzfristige Aufträge über Plattformen.

Offizielle Zahlen verdeutlichen das Ausmaß dieser Entwicklung. Das chinesische Ministerium für Humanressourcen und soziale Sicherheit geht inzwischen von mehr als 200 Millionen flexibel Beschäftigten aus. Bezogen auf die gesamte Erwerbsbevölkerung von rund 725 Millionen Menschen ergibt sich daraus ein Anteil von etwa 27 Prozent. Besonders stark zeigt sich der Effekt in den Städten, wo rund 470 Millionen Menschen arbeiten und die Gig-Arbeiter innerhalb dieser Gruppe bereits fast 43 Prozent ausmachen.

Neben diesen Plattformarbeitern prägen in den Städten weiterhin die rund 300 Millionen Wanderarbeiter aus den ländlichen Regionen den Arbeitsmarkt, die auf Baustellen und in Fabriken arbeiten, aber auch als Taxifahrer oder Handwerker in den urbanen Zentren tätig sind. Die Gruppe der Gig-Arbeiter überschneidet sich mit dieser Wanderarbeiterschaft, da viele zwischen beiden Formen der Beschäftigung wechseln, wodurch die statistische Abgrenzung unscharf bleibt. Daraus ergibt sich ein anderes Bild der urbanen Arbeitswelt, als es offizielle Kategorien nahelegen. Deutlich weniger als die Hälfte der städtischen Erwerbstätigen arbeitet heute in klassischen Angestelltenverhältnissen mit festen Verträgen in Büros, Geschäften oder Verwaltungen der großen Städte.

Das Arbeiten in der Gig-Industrie bedeutet zugleich eine neue Form der Ausbeutung, die die alte ersetzt. Plattformarbeiter fallen nicht unter jene arbeitsrechtlichen Bestimmungen, die in China formal existieren und in einzelnen Punkten sogar strenger sind als in Deutschland oder den USA. Begriffe wie Überstunden, Mindestlohn, feste Arbeitszeiten oder verbindliche Beiträge zu Sozial-, Kranken- oder Rentenversicherung spielen in diesem Bereich kaum eine Rolle.

Unsichere Jobs bremsen den Konsum

Diese Struktur wirkt sich unmittelbar auf das Konsumverhalten der Haushalte aus. Wer über kein stabiles Einkommen verfügt und zugleich für Krankheit, Alter oder Arbeitsausfälle selbst vorsorgen muss, reagiert zwangsläufig vorsichtig, sodass Sparen Konsum ersetzt und selbst moderate wirtschaftliche Unsicherheit zu spürbarer Zurückhaltung bei größeren Ausgaben führt.

Mehrere Umfragen der chinesischen Zentralbank zeigen daher seit Jahren eine wachsende Skepsis der Haushalte gegenüber ihrer finanziellen Zukunft, während Investmentbanken und Wirtschaftsforschungsinstitute parallel über ungewöhnlich schwaches Lohnwachstum in den letzten Jahren berichten. Besonders junge Arbeitskräfte geraten in diesen Kreislauf aus unsicheren Einkommen und begrenzten Aufstiegsperspektiven.

Für Universitätsabsolventen trifft diese Entwicklung besonders hart. Jährlich drängen inzwischen rund zwölf Millionen Absolventen auf den Arbeitsmarkt, während der Anteil klassischer Einstiegsstellen deutlich langsamer wächst. Viele Akademiker landen daher ebenfalls in Plattformjobs oder kurzfristigen Projektverträgen.
Die Regierung registriert diese Verschiebung inzwischen mit zunehmender Aufmerksamkeit. Pilotprogramme zur Unfallversicherung für Plattformarbeiter laufen bereits in mehreren Regionen, während Behörden über neue Formen sozialer Absicherung diskutieren, die auch informelle Beschäftigung erfassen sollen.
Doch unabhängig von regulatorischen Anpassungen bleibt die strukturelle Logik bestehen.

Eine Wirtschaft, die stärker auf automatisierte High-Tech-Industrien setzt, erzeugt weniger klassische Arbeitsplätze als das exportorientierte Fertigungsmodell der vergangenen Jahrzehnte, sodass sich das Beschäftigungswachstum zunehmend in den Dienstleistungsbereich der Plattformökonomie verlagert.

Billige Arbeit wird zur knappen Ressource

Spannend wird diese Entwicklung erst im Zusammenspiel mit der demografischen Wende. Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schrumpft bereits seit einigen Jahren und der Rückgang beschleunigt sich, während gleichzeitig die Zahl jener Arbeitsverhältnisse wächst, die kaum Absicherung bieten und stark schwankende Einkommen erzeugen.
Für die städtische Mittelschicht wirkt dieses System zunächst wie ein Komfortgewinn. Die Gig-Arbeiter halten den Alltag der großen Städte flexibel und erstaunlich günstig. Ein Lieferfahrer bringt den Kaffee von Starbucks direkt ins Büro, ein neu bestelltes Kleid trifft nicht erst am nächsten Tag ein, sondern wenige Stunden nach der Bestellung.

Haushaltsdienstleistungen sind preiswerter geworden, und Fahrdienste wie Didi haben eine Mobilität geschaffen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schien.

Der Komfort der urbanen Mittelschicht ruht damit auf einer großen Reserve an billiger und jederzeit verfügbarer Arbeit. Doch diese Reserve schrumpft. Wenn die Zahl der jungen Arbeitskräfte weiter sinkt, trifft der demografische Druck zuerst jene Sektoren, die heute auf ständig verfügbare Plattformarbeiter angewiesen sind, sodass sich erst dann zeigt, wie stabil ein System bleibt, dessen täglicher Komfort auf Millionen unsicherer Jobs beruht.



Über den RedakteurDói Ennoson
Dói Ennoson schreibt unter einem Pseudonym. Er ist China-Experte und vermittelt tiefgreifende Einblicke in das Reich der Mitte.
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44 Kommentare

  1. Ich denke, wenn in China das Bürgergeld eingeführt werden würde, dann würde das Interesse daran, schnelle Dienstleistungen zu erbringen, erheblich abnehmen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Zitat Helmut (paraphrasiert): „Man könnte es auch Steuerhinterziehung nennen.“
      Zitat Helmut (paraphrasiert): „Ich ziehe schon deshalb nicht nach Russland, weil ich mir dort meine Krebsbehandlung nicht leisten könnte.“

      Zusammengefasst: Steuern möglichst vermeiden, aber bei der eigenen Krebsbehandlung soll selbstverständlich die Solidargemeinschaft einspringen. Gleichzeitig erklärst du hier, Menschen in prekären Verhältnissen hätten eben Pech gehabt. Wenn sie Krebs bekommen, sterben sie halt früher.

      Der Widerspruch ist ziemlich offensichtlich. Für dich selbst nimmst du die Solidarität der Gesellschaft ganz selbstverständlich in Anspruch. Für andere verweigerst du sie, während du gleichzeitig zugibst, Steuern zu vermeiden.

      Eine bemerkenswerte Vorstellung von Solidarität.

    2. @Helmut
      In China gibt es ein Bürgergeld. Es ist allerdings an das Hukuo, also an den Meldeort gebunden. Insofern ist Ihre Annahme falsch.

      1. Hallo @ Doi Ennoson

        Das hatte ich im Internet gefunden.
        Darauf beruht dann meine „falsche“ Aussage,

        …Ein direktes Äquivalent zum deutschen Bürgergeld gibt es in China nicht. Statt einer bedingungslosen Grundsicherung basiert das chinesische System auf strikter Arbeitsgegenleistung, lokalen Regelungen und einem umfassenden Sozialversicherungssystem.
        Dezan Shira & Associates
        Dezan Shira & Associates
        Wichtige Aspekte der sozialen Absicherung in China:
        Arbeitszwang: Unterstützung ist in der Regel an Arbeit gebunden.
        Sozialversicherungssystem: Umfasst Renten, Kranken-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung.
        Lebenshaltungskostenunterstützung: Es gibt regionale Systeme der Grundsicherung (Dibao), die jedoch streng bedürftigkeitsabhängig sind.
        Regionale Unterschiede: Die Höhe der sozialen Unterstützung variiert stark zwischen Städten und ländlichen

        https://www.google.com/search?q=gibt+es+ein+B%C3%BCrgergeld+in+China&num=10&sca_esv=d351541170fbfe96&sxsrf=ANbL-n5_ImgG5ubqv2XFEduea127K6wCwA%3A1773634767061&ei=z4S3afC4A5K_i-gPpO3G4AU&biw=1604&bih=772&oq=gibt+es+ein+B%C3%BCrgergeld+in+Schwerin&gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiI2dpYnQgZXMgZWluIELDvHJnZXJnZWxkIGluIFNjaHdlcmluSABQAFgAcAB4AZABAJgBAKABAKoBALgBEsgBAPgBBpgCAKACAJgDAJIHAKAHALIHALgHAMIHAMgHAIAIAQ&sclient=gws-wiz-serp&gs_ivs=1

        Was würde sich in Deutschland wohl alles ändern, wenn Bürgergeldzahlungen auch davon abhängig gemacht würden, dass arbeitsfähige Menschen auch arbeiten?
        Ich denke, dann würden auch Dienstleistungen erbracht, die in der Serviswüste Deutschland vollkommen unbekannt sind.

        Viele Grüße aus Andaluisen
        Helmut

        1. @Helmut

          Bevor Sie sich per „Internetrecherche“ mit dem chinesischen Dibao-System beschäftigen, sollten Sie zunächst das System Ihres eigenen Heimatlandes verstehen. Seit wann genau ist das Bürgergeld in Deutschland eine „bedingungslose Grundsicherung“?

          Das Bürgergeld ist gerade keine bedingungslose Zahlung. Es ist als Auffangsystem konzipiert für Menschen, die aus den regulären Sicherungssystemen herausfallen oder deren Einkommen nicht zum Leben reicht. Dazu gehören zum Beispiel Personen, die Angehörige pflegen, Kinder betreuen, krank sind oder sich in Qualifizierungsmaßnahmen befinden. In solchen Fällen geht es nicht um „Arbeitsverweigerung“, sondern um Situationen, in denen eine sofortige Vollzeitbeschäftigung schlicht nicht möglich ist.

          Für erwerbsfähige Leistungsbezieher gelten im Gegenteil klare Mitwirkungspflichten. Sie müssen sich beim Jobcenter melden, an Beratungsgesprächen teilnehmen, Bewerbungen schreiben und zumutbare Arbeit annehmen. Wer diese Pflichten verletzt, kann sanktioniert werden. Leistungen können gekürzt werden, teilweise auch erheblich. Genau deshalb existiert ein umfangreiches Verwaltungs- und Kontrollsystem rund um die Jobcenter.

          Ihre Behauptung, Bürgergeld werde unabhängig davon gezahlt, ob arbeitsfähige Menschen arbeiten wollen oder nicht, entspricht also schlicht nicht den Tatsachen. Sie beruht auf einer verbreiteten, aber sachlich falschen Darstellung der deutschen Sozialpolitik.

          Kurz gesagt: Bevor Sie das deutsche Bürgergeld gegen ein angeblich „arbeitsorientiertes“ System in China ausspielt, sollte man sich zunächst mit den realen Regeln des Bürgergelds befassen.

          Viele Grüße
          Doi Ennoson

          1. Das war die Theorie. In der Praxis wird ein großer Teil der Grundsicherung tatsächlich „bedingungslos“ erbracht. Angebotene Jobs können leicht vermieden werden, ein Großteil der Bezieher ist unvermittelbar.
            Das System ist insgesamt auf den ehrlichen Bedürftigen ausgerichtet, und behandelt den vergleichsweise schlecht. Wer es dagegen bewußt ausnutzen will, hat viele Möglichkeiten. Berüchtigt sind Jobbewerber, die leider nur 15h arbeiten können, kennt jeder im Mittelstand, der einfache Jobs anzubieten hat. Dann wird der Rest aufgestockt und bei Bedarf zusätzlich schwarz gearbeitet.
            Handwerker, die das professionell gestalten, schlagen netto auch den bestbezahlten VW-Arbeiter

          2. @Doi Ennoson
            Es mag wie eine Provinzposse klingen, dass @Helmut noch nicht einmal in Deutschland lebt. Vielmehr fristet er seit 26 Jahren ein gelangweiltes Auswanderer-Dasein in den Einöden der andalusischen Berge und hetzt von dort aus per „Internetrecherche“ gegen sein Geburtsland.

            Neben NiUS und einschlägigen YouTube-Kanälen dienen ihm als Quelle seiner Weisheiten zumeist simple Google-Anfragen inklusive Copy-and-Paste von KI-Texten. Differenzierte Prompts und kritisches Nachfragen? Fehlanzeige.
            Und wer wie Sie mit Gegenargumenten kontert, muss mit „patzigen“ und bockigen Antworten, Themenwechseln und seltsamen Whataboutismen rechnen.

            Wäre es nicht völlig sinnlos und komplette Zeitverschwendung, könnte man ihn nach dem prozentualen Anteil an Totalverweigerern fragen, die uneingeschränkt – also ohne strukturelle oder individuelle Hürden – arbeitsfähig sind und schlicht den Willen zur Teilhabe verweigern. Da diese Frage jedoch zwangsläufig seinen Fokus sofort auf Ukrainer und anerkannte Flüchtlinge (Schutzberechtigte und deren Familiennachzug) inklusive neuer alternativer Fakten und unbelegter Behauptungen lenken würde, stellen wir sie besser erst gar nicht 😉

  2. Was braucht der Mensch zum Leben ?

    Nahrung, Kleidung, beheizbaren Wohnraum mit Strom und Wasser, medizinische Versorgung, PKWs, Smartphones, ein wenig Luxus, das ist sein Warenkorb.
    Wenn die Arbeit von zwanzig Leuten ausreicht, um die hundert Leute der eigenen Volkswirtschaft mit diesen Warenkörben zu versorgen, ist das eine gute Sache.

    In China scheint das mittlerweile der Fall zu sein.
    Der Export erwirtschaftet Unmengen an Dollars und Euros zum Aufkauf westlicher Firmen und zum Import von Luxusgütern.
    Die Binnenwirtschaft erzeugt die oben genannten Warenkörbe.

    Einziges Problem:
    Immer mehr Leute haben Zeit haben, zu philosophieren und auf dumme Gedanken zu kommen.
    Deshalb muss man sie durch Verweigerung von Bürgergeld zwingen, irgendeiner Beschäftigung nachzugehen.
    Einer Beschäftigung, die sie vom Denken ablenkt.
    Egal was, Hauptsache arbeiten.
    Keynesianismus in Reinform.
    Das oberste Ziel ist nicht Wohlstand für alle, sondern Arbeit für alle.

    Dieser Eindruck ist bei mir bei der Lektüre Ihres Artikels entstanden.
    Natürlich stark zugespitzt formuliert.

    1. Das ist richtig. Menschen die denken, sind in allen Systemen ein Problem, weil alle Systeme darauf ausgerichtet sind, die Masse der Menschen auf die eine oder andere Weise auszunutzen.

  3. Doi Ennoson
    Da können Sie so viel schreiben wie Sie wollen.
    Wenn in Deutschland nur die Menschen Bürgergeld bekommen würden, die nicht in der Lage sind (egal aus welchen Gründen) sich selbst zu versorgen, dann würden viele Milliarden nicht sinnlos bezahlt.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut

      Helmut, das Faszinierende an Ihrer Antwort ist, dass Sie auf keinen einzigen der genannten Punkte eingehen. Weder auf die Mitwirkungspflichten beim Bürgergeld noch auf die Sanktionen noch auf die Bedürftigkeitsprüfung. Stattdessen wiederholen Sie einfach Ihre Ausgangsbehauptung.

      Das ist natürlich eine sehr elegante Diskussionsstrategie. Man liest Argumente, ignoriert sie vollständig und erklärt anschließend, dass trotzdem Milliarden „sinnlos bezahlt“ würden. Auf diese Weise kann man seine Meinung zuverlässig gegen jede störende Information abschirmen.

      Der Widerspruch, den „Der Wunderheiler“ in Ihrem Solidaritätsverständnis bereits angesprochen hat, macht die Sache dabei nicht gerade überzeugender. Aber auch darauf gehen Sie lieber nicht ein.

      Wenn Sie an den tatsächlichen Regeln des Bürgergeldsystems gar nicht interessiert sind, stellt sich allerdings eine praktische Frage: Warum lesen und kommentieren Sie meine Artikel überhaupt? Meine Texte beschäftigen sich nun einmal mit realen Systemen, realen Regeln und gelegentlich sogar mit Fakten.

      Falls das für Sie eher hinderlich ist, wäre das „Vermietertagebuch“ vermutlich die entspanntere Unterhaltung. Dort kommt man in der Regel ohne Mitwirkungspflichten, Bedürftigkeitsprüfung oder andere lästige Details aus.

      Viele Grüße
      Doi Ennoson

    2. Das weiß jeder, der keine Arbeitskräfte findet, weil das erzielbare Einkommen nicht attraktiv genug ist. Ca. 40% der Deutschen Vollzeitarbeitnehmer gehen nur noch deswegen arbeiten, weil sie so sozialisiert sind, dass man das eben tut. Es ist sehr unklug von der Regierung, diese Basis immer weiter zu zerstören.

      1. @Felix
        Die Kombination aus frei erfundener Statistik und dem Selbstbild, zu den „denkenden Menschen“ zu gehören, hat eine gewisse unfreiwillige Komik.
        Aber wir wissen ja, dass „denkend“ und vor allem „sebstdenkend“ nicht zu deinen Kernkompetenzen zählt

        1. Ich kenne die wirtschaftlichen Daten, die individuellen Verhältnisse in viele Berufen und die gesetzlichen Regelungen. Natürlich ist eine Zahl in diesem Zusammenhang immer grob geschätzt, dass wird ja aus nachvollziehbaren Gründen nicht die Regierung liefern. Allerdings kommt Herr Bartsch von den Linken ungefähr auf die gleiche Größenordnung. Wenn ein Liberaler und ein Linker zum gleichen Ergebnis kommen, sollten Sie nachdenken, statt Plattitüden zu bemühen.
          Im übrigen: wer sind Sie und was haben Sie hier schon mal richtiges geschrieben?

          1. @Felix
            Ernsthaft, Felix, willst du dieses Fass aufmachen? Soll ich dich wirklich an deinen legendären Schlagabtausch mit Ennoson erinnern, in dem er dich mit Nasenring hier tagelang durch die Arena gezogen hat? Wo du jedes noch so absurde Argument gebracht hast, um zu „beweisen“, dass die Wahl Bidens gefälscht war? Oder vor ein paar Wochen, wo du erst erklärst, dass Taiwan die einzig „rechtmäßige Regierung“ Chinas sei, wie ja jeder selbst nachlesen könne, um dann wenig später zu schreiben, dass dir Staatsrecht völlig egal sei?

            Felix, Felix, Felix, wirklich?

            Ach, dieser Autoritätsverlust, wenn man nicht mehr Soldaten auf dem Kasernenhof anbrüllen kann, sitzt bei dir wirklich tief.

          2. @Felix
            Der Einkommensmedian lag bei etwa 4.346 Euro brutto; die von Ihnen genannte Zahl markiert das 40. Perzentil.
            Dietmar Bartsch kritisierte basierend auf öffentlich verfügbaren Regierungsdaten, dass bundesweit 40 % der Vollzeitbeschäftigten ein Bruttogehalt von weniger als 3.500 Euro beziehen. In Steuerklasse 1 verbleiben davon ca. 2.333 Euro, in Klasse 3 ca. 2.629 Euro netto.

            Die Leistungen der Grundsicherung liegen durchschnittlich in einem 1-Personen-Haushalt bei rund 1.000 bis 1.100 Euro (Regelsatz ca. 563 Euro plus Kosten von Unterkunft und Heizung). In einem 2-Personen-Haushalt sind es durchschnittlich 1.500 bis 1.700 Euro.

            Differenz zur Grundsicherung: Rund 930 bis 1.280 Euro – das ist nicht „unattraktiv“, wie von Ihnen postuliert.

            Betrachten wir nun exemplarisch das 20. Perzentil:
            An dieser Grenze beziehen Vollzeitbeschäftigte je nach genannter Steuerklasse ein Nettoeinkommen von etwa 1.888 bzw. 2.155 Euro.

            Differenz zur Grundsicherung: Rund 455 bis 840 Euro – letzteres ist für einen Single weiterhin nicht „unattraktiv“.
            Grenzwertig wird es langsam bei der ersten Zahl, die den Fall eines Alleinverdieners in einem 2-Personen-Haushalt abbildet, der mit einer Vollzeitstelle zwei Erwachsene versorgen muss. Allerdings dürfte in dem Fall zumeist Anspruch auf Wohngeld bestehen.

            Als Fazit lässt sich festhalten, dass Ihre Zahl von 40 % völlig übertrieben scheint. Pi mal Daumen ließe sich festhalten, dass hier eher die Rede von 15 % sein dürfte.

            Nebenbei bemerkt: Wenn sich Libertäre und Liberale mit ihren politischen Todfeinden von der Linken einig sind, sollte man tatsächlich hellhörig werden 😏
            So zielt eine Seite eher darauf ab, Wohnkosten zu deckeln und den Mindestlohn zu erhöhen – während die Agenda der anderen versucht, Sozialleistungen zu pulverisieren, die armen geschundenen Unternehmer zu entlasten sowie Altersvorsorge und Gesundheitswesen als vorrangig private Aufgabe zu betrachten.

          3. @Kathie Worst
            Der von Ihnen genannte Anteil von etwa 15 % dürften genau die Schlaumeier sein, die aus Protest und Wut zur AfD gewandert sind. Ausgerechnet zu der Partei, die sich als „Anwalt des kleinen Mannes“ inszeniert und parallel in großem Stil eine Art privater Lebensvorsorge für Freunde, Vereinskollegen und Verwandte in ihren Parlamentsbüros geschaffen hat – zu einem Salär, das die Grundsicherung bis zum 7-fachen übertrifft 🙄

          4. Frau Worst,

            Sie vergessen einiges bei Ihrer Rechnung:

            1. Auch ein Median bildet die Realität der Menschen nicht so ab, dass man daraus abschließend eine Situation bewerten kann, auch wenn es ein besserer Näherungswert als der durchschnitt ist. Regionale Unterschiede, individuelle Unterschiede im Mensch und in der Anforderung des Berufs bleiben völlig unberücksichtigt.

            2. Vergessen Sie die Kosten der Arbeit. Der Weg zur Arbeit muss bezahlt werden, man benötigt mehr Bekleidung und wird darauf angewiesen sein, auswärts zu essen.

            3. Sprechen wir von den unteren 40%, die liegen offensichtlich ein Stück weit unterhalb des Median.

            4. Resultiert bei den fraglichen Einkommensgruppen keine Rente über Grundsicherungsniveau aus einer noch so langen Arbeitsbiographie.

            Zudem betrachten Sie die Situation nicht für Familien. Während ein einzelner oder auch ein Paar rein finanziell schlechter steht (wenn Schwarzarbeit ausscheidet), ist die Situation für Familien weitaus prekärer. Dort kommen für den Menschen im sozialen Netz zusätzliche Regelsätze und Hilfen hinzu, während für den Arbeitnehmer weitere Kosten zu buche schlagen. Eine Schüleraustausch in der 10. Klasse eines Gymnasiums (gerade gestern mit der Mutter besprochen) kostet 5.000 Euro.

            Ich kenne Sie nicht, aber ich kann Ihnen sagen, dass viele ganz normale, anständige Menschen sich von Einlassungen wie Sie sie hier gebracht haben, regelrecht verhöhnt fühlen.

          5. Homo cog,

            Sie sind ein Troll. FMW sollte Sie sperren.

          6. @Felix
            warum? Weil ich dich an deine schmachvollen Niederlagen erinnere und dir jemand all deine Fakenews widerlegt hat?

          7. @Felix
            Erinnern Sie sich noch? Obwohl das erzielbare Einkommen nicht attraktiv genug ist, gehen ca. 40% der Deutschen Vollzeitarbeitnehmer nur noch deswegen arbeiten, weil sie so sozialisiert sind, dass man das eben tut.
            Das war Ihre Kernaussage, auf die ich in meiner Replik eingegangen bin – oder noch präziser: auf die genannte Prozentzahl.

            Und weil Ihnen zu den genannten Zahlen und Fakten offenbar nicht länger Relevantes einfällt, tun Sie eben, was Populisten in einer solchen Situation immer tun: Sie lavieren um das Thema herum, öffnen mehrere neue Fässer und drehen den Spieß einfach um, indem Sie versuchen, die Stimmung „vieler ganz normaler, anständiger Menschen“ gegen mich aufzubringen.

            Noch kurz zu Ihren neuen Off-topic-Themen:

            1. Den Median habe ich lediglich der Vollständigkeit halber in einem Halbsatz erwähnt. Unmittelbar danach lag der Fokus ausschließlich auf dem 40. Perzentil und darunter.
            Regionale und individuelle Unterschiede spielen für die Definition der statistischen Grenzwerte keine Rolle, da es dabei nur um die Ermittlung einer bestimmten aggregierten Einkommenshöhe über alle Regionen hinweg geht, welche die Grenze von 40 % aller Vollzeitbeschäftigten markiert.

            2. Dafür gibt es Werbungskosten, die steuerlich geltend gemacht werden und den Effekt zumindest spürbar abmildern. Gerade für Geringverdiener wurde die Entfernungspauschale durch das Mobilitätsgeld (direkte Auszahlung statt nur Steuerabzug) verstärkt.

            3. Auch ich spreche von den unteren 40 % und habe die Zahl sogar um noch tiefere Perzentile ergänzt, um zu einem realistischen Näherungswert für Ihre Kernaussage zu gelangen, ab dem Ihre These überhaupt erst greifbar wird (ca. 15 %).

            4. Das mag stimmen, geht aber am Kernthema komplett vorbei.

            5. Familien: In Deutschland leben durchschnittlich 2,0 Personen in einem Haushalt. Mit rund 42 % sind Einpersonenhaushalte die häufigste Haushaltsform in Deutschland. Mehrpersonenhaushalte ohne Kinder machen etwa 31 % aus.
            Nur noch etwa 27 % der Haushalte in Deutschland sind klassische Familienhaushalte mit Kindern. Davon leben bei weitem nicht alle in prekären Verhältnissen. Zudem existieren zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen wie Kindergeld, Kinderfreibeträge, Kinderzuschlag, Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben, das Bildungs- und Teilhabepaket, Wohngeld oder Elterngeld.

            Ich bestreite an keiner Stelle, dass es zu regionalen Konzentrationen (etwa in strukturschwachen ländlichen Regionen oder urbanen Brennpunkten) kommt, wie sie sich aus Punkt 1. ableiten lassen.
            Ebenso wenig bezweifle ich, dass sich paradoxerweise der finanzielle Anreiz pro Kopf („Lohnabstand“ zur Grundsicherung) verringern kann, je größer ein Haushalt ist. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Ich habe versucht, einen Näherungswert zu benennen, ab dem es „grenzwertig“ wird.

            Das Fazit bleibt bestehen: Einzelschicksale und prekäre Härtefälle sind real – sie taugen jedoch nicht als statistischer Beleg dafür, dass 40 % der arbeitenden Bevölkerung nur noch aus sozialisierter Gewohnheit morgens den Wecker stellen; etwa 15 % dürfte der wesentlich realistischere Wert sein.

            Ich hoffe, das ist nun kein weiterer Grund für Sie, mich wieder als „linksextrem“ zu diffamieren 😉

          8. Frau Worst,

            ich betrachte Sie als linksextrem. Das beginnt schon damit, dass Sie meine Argumente nicht durchdenken sondern wortreich diffamieren und mit viel theoretischen Aussagen versuchen ins unrechte Licht zu rücken. Daher sehe ich auch keinen Sinn darin, näher darauf einzugehen.

            Als Beispiel nehme ich nur Ihre Antwort zu Ziffer 3. Sie unterstellen einfach, dass nur die untersten 15% ein Problem haben könnten. Das ist so extrem lebensfern, dass sich jede weitere Diskussion verbietet.

            Sie wissen nicht, wie weit die Menschen im Einzelfall fahren müssen, welchen Kalorienbedarf sie haben, welche Zuzahlungen zu Medikamenten erforderlich sind. Sie sollten aber wissen, dass in all diesen Aspekten weder Werbungskosten noch Außergewöhnliche Belastungen ermöglichen die spürbar Kosten auszugleichen. Schon gar nicht mögliche Zuschüsse. Sie negieren in Ihrem ganzen Ansatz auch, dass es Menschen gibt, die willentlich auf ein etwas höheres Einkommen durch Arbeit verzichten, weil ihnen der Mehrwert nicht ausreicht.

            Man nennt so etwas in meinen Kreisen „Ignoranz“.

          9. @Felix
            Ich unterstelle keine 15 %, sondern nähere mich anhand realer Fakten zu Netto- und Bruttogehältern für verschiedene Steuerklassen und Haushaltsgrößen einem Perzentil an, bei dem der Lohnabstand zur Grundsicherung „unattraktiv“ werden dürfte.
            Das einzige extrem lebensferne Element dieser Debatte ist Ihre eigene Unterstellung von 40 % aller Vollzeitbeschäftigten. Sie belegen diesen Wert mit rein gar nichts – so wie Sie es auch beim Großteil anderer Themen zu tun pflegen.

            Sobald Ihnen in einer Diskussion die Argumente ausgehen, agieren Sie exakt wie @Helmut: Sie nutzen Themenhopping, Nebelkerzen, Ablenkungsmanöver, Scheinargumente und diffamieren ad personam als „Linksextreme“. Und wenn auch dieses umfangreiche Portfolio mehr und mehr ins Leere läuft, ziehen Sie sich zurück, sehen keinen Sinn, auf Gegenargumente einzugehen oder weiter zu diskutieren und diffamieren noch ein bisschen mehr mit „Ignoranz“.

            In meinen Kreisen nennt man das rechtspopulistische Scheindebatte mit veritablem demagogischen Potenzial.

  4. Tieflohn ist der Arbeitskiller

    @ Doi, sie liegen falsch, es gab TV- Berichte, wo Leute ausdrücklich sagten ,dass sie nicht arbeiten wollen, weil der Unterschied vom Nettolohn zum Bürgergeld sehr klein ist und mit ein wenig Schwarzarbeit der Bürgergeldler noch besser dasteht. Das das System krank ist hat übrigens auch schon die Politik erkannt.
    Wer keine Arbeit will ist mit seinem Verhalten auch fähig keine zu bekommen.
    Für jeden der Geld ohne Arbeit bekommt, muss ein anderer gratis arbeiten. Das ist gerecht und sozial? ich möchte damit aber nicht die echten Bedürftigen damit belasten.

    1. @Tieflohn ist der Arbeitskiller
      oh ha, jetzt kommen die wirklichen harten Argumente: annektotische Evidenz! Wau, jetzt bin ich aber beeindruckt. Was kommt als nächstes? Die Märchen der Geschwister Alice und Björn?

      1. Fragen Sie irgendjemand, der in diesem Bereich arbeitet. Sprechen Sie mit jungen Leuten, die keine Arbeit sucht oder annimmt, warum.
        Es gibt ja nun wirklich genug davon. In allen Milieus. Die Umstände sind etwas unterschiedlich, aber das Ergebnis entspricht auch einem volkswirtschaftlichen Gesetz: werden die Löhne als zu niedrig empfunden, arbeitet man nach Möglichkeit nicht.

  5. Ja @ Felix so ist das.
    Wenn in China das Bürgergeld (oder die neue Bezeichnung Grundsicherung) eingeführt würde , dann würden sich die schnellen Dienstleitungen auch ausdünnen.
    Wer Wohnung Krankenkasse, Ernährung, Heizung usw. als Grundeinkommen ansieht, hat eben kein Interesse daran, schnelle Dienstleitungen zu erbringen, wenn die Einnahmen auch noch mit der Grundsicherung verrechnet werden. Damit meine ich nun nicht die Kranken und die Rentner, die ja schon immer Grundsicherung erhalten haben, wenn es notwendig war und kein Bürgergeld.
    Auch die Aufstocker meine ich nicht.
    Wer z. B. als Rentner und Grundsicherungsbezieher noch einen kleine Job machen möchte, bekommt den vollen Betrag abgezogen.
    Versuche doch mal eine Putzhilfe für 16 Euro zu bekommen.
    Selbst in einem kleinen Ort, in dem meine Tochter wohnt, melden sich eine Menge Leute. Sogar Männer.
    Meine Tochter hatte aber vergessen dazuzuschreiben, dass über die Minijobzentrale abgerechnet wird.
    Nicht eine Person blieb übrig. Schwarz auf die Hand sofort. Seit 3 Jahren sucht sie. Und das bei freier Zeiteinteilung von Montag bis Sonntag.
    Die Menschen haben sich eingerichtet.
    Etwa 1.100,00 Euro vom Amt für die Grundbedürfnisse und dann den Rest auf die Hand.
    Es liegt ja auch daran, dass sie sehen, wie Hunderttausende ins Land kommen, keinen Anspruch auf Asyl haben, aber besser behandelt werden als Unionsbürger.
    Wer als Unionsbürger in ein anderes EU-Land umzieht, muss über genügend Einkommen verfügen, eine Krankenkasse nachweisen oder einen Arbeitsvertrag.
    Wer das nicht kann, und auch nicht in den ersten 5 Jahren ausreichendes Einkommen erzielt, wird ausgewiesen.
    Erst nach 5 bzw. 10 Jahren kann es Sozialleistungen geben.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      Helmut, jemand der Steuervermeidung offen einräumt und gleichzeitig über Schwarzarbeit klagt, liefert eine ziemlich anschauliche Definition von Doppelmoral.

  6. Doppelmoral
    Ich vermeide nur Steuern, die mir das spanische Steuergesetz erlaubt.
    Genauer gesagt mach das mein Steuerberater.
    Ich habe in Spanien einen Steuerberater, der nach den spanischen Gesetzen das Einkommen von meiner Frau und mir zusammenrechnet und es dem Finanzamt meldet.
    Zu „Steuervermeidung“ wird dann unser Alter und meine Behinderung berücksichtigt.
    Mehr geht nicht.
    Gibst Du nicht auch in Deiner Steuererklärung an, was Deine Steuerzahlungen vermindert oder sogar ganz ausschließt?
    Dafür sind Steuerberater da.
    Wo ist da bei Dir ein Problem?

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      na, Helmut, wieder beim Ablenken? Du hast hier selbst geschrieben, dass du in Deutschland Steuerhinterziehung begangen hast. Und wie war das noch mit der Scheinfirma, von der du hier geredet hast?
      Ach Helmut, deine moralischen Vorstelllungen sind schon ziemlich abseitig: Du selber willst, dass deine Krankheitskosten von der Allgemeinheit bezahlt werden, aber anderen verweigerst du diesen Anspruch. Du willst gerne Steuern vermeiden, auch, wie du hier mehrfach selber beschrieben hast, mit nicht legalen Tricks. Und dann beklagst du, das andere deine Idee immitieren.
      Doppelmoral. In Reinform.

    2. Helmut,

      verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit Trollen. Es war zwar nicht in Ordnung, dass sie am Finanzamt vorbeigearbeitet haben, aber es ist nochmal etwas anderes, wenn man seine Arbeitsergebnis für sich behalten will, oder wenn man einfach auf Kosten anderer lebt.

      Diese Unterscheidung wird nicht mehr gemacht, dass ist ein Problem.

      Und der Staat setzt noch einen drauf: Sie dürfen töten und vergewaltigen, alles halb so wild, aber wehe sie zahlen Ihre Steuern nicht vollständig! Das ist ein Schwerverbrechen, dessen Verfolgung immerhin sehr gut funktioniert.

      1. @Felix
        ah, Steuerhinterziehung ist also für unsere Schwurblertruppte nicht so schlimm, wenn man es selbst macht, aber wehe, andere machen es.
        Und wenn man keine Argumente mehr hat, stempelt man alle anderen als Trolle ab. Das Leben als Schwurbler ist schon schwer.

        1. Sie haben es nicht verstanden. Steuern verschwenden, Steuern hinterziehen, Steuern gestalten, Steuermittel erschleichen. Das sind ganz verschiedene Dinge. Die drei mit der größten negativen Wirkung sind legal.

          Und ja, wer so etwas nicht versteht ist entweder ein Grundschüler oder ein Troll. Angesichts des Ortes Ihrer Aussage ist von Letzterem auszugehen

          1. @Felix
            nun, deine Doppelmoral und die von @Helmut sind ja sauber dokumentiert. Ansonsten: Du hast hier schon reichlich Gelegenheit gehabt zu beweisen, was du so alles nicht verstehst. Und wer Fakenews von angeblich gewonnenen Wahlen verbohrt nach 4 Jahren immer noch verbreitet, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
            Eine reichlich komische Moralvorstellung, die du als Ex-Offizier, der ja eigentlich geschworen hat, unsere Verfassung und unsere Wertevorstellung notfalls mit seinem Leben zu verteidigen.

  7. Soziale Unterstützung sollte nur gewährt werden ,wer mindestens eine Fachausbildung nachweist oder ähnliche Quali. mindest. 3 Jahre und danach 2 Jahre eine sozialversicherte Arbeit die um ca. 15% unter dem Medianeinkommen liegt. Die Mietzuschüsse müssen sich die Vermieter nicht vom Amt als Geldpipeline ,sondern vom Mieter direkt holen, damit die höhere Mittelschicht und ihre Parteien auch am Risiko beteiligt werden.
    Anträge können nur mit deutschem Pass an ein deutsches System gestellt werden . Wer zweimal ohne Pass
    erwischt wird bekommt eine Geldstrafe ,beim 4 mal Haftstrafe .

    Warum das alles ? Weil überall in der Welt die Regierungen ihre Steuerzahler vor Betrug und Schaden schützen ,dass ist das einzige Staatsziel ,Schutz seiner Steuereinnahmen und Recht und Gerechtigkeit herstellen.
    Den die Kindergärtnerin,Krankenpfleger ,Kassenkassierer, Elektriker etc. wird Lebenszeit dafür gestohlen und es wird der Zeitpunkt ihrer finanziellen Freiheit nach hinten verschoben . Das ist auch keine rechtsradikale Position ,sondern die Gleichbehandlung und Einhaltung von Grundgesetzen seinen Staatsbürgern gegenüber,der Staatsbürger selbst kann das nicht,das ist die Definition von Staat wie es normalerweise sein müsste .Nationale Gesetze gelten eben nur national,darum gibt es in Syrien auch keine deutschen Richter.
    Es gibt keine faschistische Weltregierung,wer danach handelt oder fordert ,ist ein Faschist und Verfassungsfeind. Koppelung durch ein Punktesystem macht es freiheitlich, wer nicht punktet kriegt auch nix.

    Das System wird definiert ,geboren und begrenzt durch ihre Steuerzahler und die haben eine systemische Duldung,das ist wie in einem Verein oder Versicherung, wer nicht x einzahlt gehört nicht zum
    System. So funktioniert jede Sammlung für ein Geburtstagsgeschenk.

    Sie verars…….euch alle……immer…….

    1. Logisch, Klempner. Aber heutzutage in Deutschland irgendwie „rechts“ und damit verpönt. Wir sehen es ja sogar hier in einem Wirtschaftsforum. Ahnungslose Trolle, aber auch hochgebildete junge Menschen, denen man sozialistische Denkstrukturen verpaßt hat.
      Wer auf ARD und ZDF angewiesen ist … .

  8. Doppelmoral
    Du verstehst nicht die einfachsten Dinge.
    Ich habe seit meinem 14. Lebensjahr Krankenkassenbeiträge bezahlt. Also heute genau 60 Jahre. Natürlich zahlt die Solidargemeinschaft meine Medikamente. Bei wem denn nicht?
    Ich habe mit meiner Steuerhinterziehung vor etwa 40 Jahre ausgeglichen, dass der asoziale Staat Deutschland, meine Frau und mich, 19 Jahre grundgesetzwidrig das steuerfreie Existenzminimum vorenthalten hat.
    Wie hätte ich mich sonst gegen das grundgesetzwidrige Verhalten des Staates wehren sollen?
    Ich gehöre nicht zu den Michels, die sich alles schön reden.
    Ich wehre mich.
    Hat auch alles gut geklappt.
    Heute wehre ich mich mit Edelmetallen gegen die Inflation, den Verfall der Währungen und Enteignung.
    Klappt auch super.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  9. Sich mit Edelmetallen gegen Enteignung wehren, ist in meinen Augen sehr naiv.
    Vielleicht war das früher mal sinnvoll, heute ist es das nicht mehr, da die Anonymität komplett abgeschafft wurde.

    1. Hallo Columbo

      auch das gilt nur zum Teil. Naiv ist es auf jeden Fall, davon auszugehen, dass es mit dem eingeschlagenen Weg irgendwie gut werden kann.

      Dabei wäre es so einfach, uns wenigstens einen mittelmäßigen Wohlstand und einen guten Sozialstaat zu erhalten.

  10. Columbo
    Warum ist die Anonymität heute abgeschafft?
    Jeder der seine Edelmetalle länger als 10 Jahre hält ist automatisch anonym.
    Egal ob auf Rechnung gekauft oder wirklich anonym.
    Es existieren bein Edelmetallhändler einfach keine Unterlagen mehr..
    Aber in 4 Wochen erkläre ich es Dir nocheinmal.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Ach Helmut, ich habe wirklich keine Lust mehr, mit dir wieder lang und breit über das Thema zu reden.
      Vielleicht hast du da unten in der beschaulichen Bergeinsamkeit nicht mehr mitbekommen, wie der Goldhandel in der realen Welt inzwischen abläuft.
      Nur soviel: Du kannst heute keine Unze mehr anonym verkaufen.

  11. Das ist richtig Columbo.
    Keine Unze kann an einen Händler ohne Ausweispflicht verkauft werden.
    Ab 50.000 Euro muss sogar die Kaufrechnung vorgelegt werden.
    Was anderes habe ich nie behauptet.
    Und wo ist denn das Problem?
    Kann man 50.000 Euro einfach auf dem Bankkonto einzahlen?
    Warum schreibst Du soetwas?
    Vergisst Du das immer wieder?

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut, es gibt kein Problem.
      Und wenn du noch so oft behauptest, Goldankauf/verkauf seien anonym, sie sind es trotzdem nicht.

  12. Mein Gott Columbo

    GOLDVERKAUF IST NICHT ANONYM

    Weder bei der Bank, noch bei einem Edelmetall-Händler.

    Ist das so schwer zu begreifen?
    Was ist mit Dir los?

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

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