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Air Berlin-Aktie: Finanzdaten zeigen das Desaster – jetzt kann nur noch der liebe Gott helfen, oder die Lufthansa

Wer schon lange die Air Berlin-Aktie besitzt, der kann jetzt nur noch auf die Hilfe vom lieben Gott setzen, oder alternativ auf die Lufthansa. Die heute für das 1. Quartal 2017 endgültig veröffentlichten Zahlen zeigen das ganze Ausmaß…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wer schon lange die Air Berlin-Aktie besitzt, der kann jetzt nur noch auf die Hilfe vom lieben Gott setzen, oder alternativ auf die Lufthansa. Die heute für das 1. Quartal 2017 endgültig veröffentlichten Zahlen zeigen das ganze Ausmaß des finanziellen Desasters (erste Grafik unten). Ein Nettoverlust nur im letzten Quartal liegt bei 293 Millionen Euro nach 183 Millionen Euro Verlust vor einem Jahr. Der Umsatz ist rückläufig von 737 auf 649 Millionen Euro. Etihad wird wohl kaum weiter Geld in dieses Loch ohne Boden pumpen. Also heißt es nur noch „warten, bis die Lufthansa endlich die Übernahme verkündet“. Air Berlin selbst veröffentlicht heute diesen Text:

Das erste Quartal 2017 ist weiter durch negative Struktureffekte der alten airberlin geprägt. Hinzu kommen externe Faktoren wie der Streik der Bodendienstleister am Flughafen Berlin-Tegel sowie die operativen Einschränkungen durch den neuen Bodendienstleister, die zu Flugstreichungen und Kapazitätsreduzierungen führten.

Ausblick und Fortschritte in der Restrukturierung

Winkelmann: „Wir haben 2017 jede Menge Arbeit vor uns. Aufgrund der infrastrukturellen Grenzen in Berlin werden wir beim weiteren Ausbau unserer Langstrecke zunächst einen stärkeren Fokus auf Düsseldorf legen. Der Umbau der airberlin läuft. Wir werden uns nun in aller Konsequenz den nächsten Schritte für die Neuaufstellung der airberlin widmen.“

Und wie sehen diese aktuellen strategischen Weiterentwicklungen aus, um aus eigener Kraft den Karren aus dem Dreck zu ziehen? In dieser Hinsicht verkauft die Airline heute die folgenden drei Inhalte als positive Aspekte: Nämlich das Leasinggeschäft mit der Lufthansa, in dessen Zuge man 38 Flugzeuge abtritt, dazu noch die Schließung von saisonabhängigen Urlaubsrouten sowie die generell massive Schrumpfung der Flotte (Streckennetz bereits von 387 auf unter 100 Strecken reduziert). Man könnte auch sagen die Airline spart sich gerade tot. Aber man steckt in einer Zwickmühle. Für Expansion oder Ähnliches wäre eh kein Geld da.

Noch etwas: Gestern ernannte Air Berlin seinen ehemaligen Chef Achim Hunold zum Interimschef des Aufsichtsrats. 20 Jahre lang hatte Hunold die Airline geleitet, und war maßgeblich verantwortlich für das massive Wachstum. Man kaufte LTU, DBA und Nikki. Man wollte ganz groß werden und Lufthansa angreifen. Das ging komplett nach hinten los. Keine Struktur, keine sinnvollen Integrationen der Zukäufe. Und diese Person wird nun zum Gärtner ähhh Aufsichtsratschef ernannt? Na dann…

Seit dem Spekulationshoch in der Air Berlin-Aktie bei 1,39 Euro am 10. Mai ging es wieder kräftig runter auf heute 0,92 Euro – ein Verlust von 33%, wenn man in diesem Hoch gekauft hatte. Die Aktie bleibt weiter, was sie in den letzten Tagen schon war: Eine Art Wetteinsatz auf den Kauf durch die Lufthansa. Ein Zockerpapier, bei dem jeder Cent rauf oder runter prozentual richtig ins Gewicht fällt.


Die Air Berlin-Aktie seit 2006.


Die Air Berlin-Aktie seit Anfang März 2017.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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