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Air Berlin-Aktie momentan das Zocker-Papier schlechthin: Der aktuelle Stand der Dinge

FMW-Redaktion

Die Air Berlin-Aktie ist momentan das deutsche Zockerpapier schlechthin, zumindest in dieser Woche, auch wenn es nur kleine Volumina im Vergleich zu großen Konzernen sind. Also eher was für Zocker mit „Kleingeld“. Heute sieht man Gewinnmitnahmen sowie Einstiege neuer Zocker, die glauben man könne jetzt wieder günstig einsteigen bei um die 1 Euro in der Aktie nach bis zu 1,40 heute früh. Vielleicht sagen wir alle in einer Woche „ja, das war günstig bei 1 Euro zu kaufen“. Aber das wissen wir alle eben erst hinterher.

Wir haben uns in einschlägigen Boards umgeschaut und nachgelesen. Die privaten Trader, die sich dort austauschen, zocken diese Woche die Air Berlin-Aktie rauf und runter, schnell rein und raus ist die Devise, um es mal sinngemäß zusammenzufassen. Da kommen Schwankungen zustande, wie man sie derzeit sieht im Chart. Heute früh hätte man bei 1,39 kaufen und Mittags bei 0,91 Euro mit Verlust rausgehen können, oder eben umgekehrt oben die Gewinne der Vortage einstreichen, und vorhin „billig“ wieder einsteigen.

Zahlen

Am 28. April brachte Air Berlin Zahlen für die ersten drei Monate, die mehr als enttäuschten. Der Umsatz schrumpfte um 12% auf 649,6 Millionen Euro, bei einem Verlust von 293,3 Millionen Euro – wie gesagt in nur drei Monaten. Die ausführlichen Daten sollten laut Air Berlin-Pressewebseite eigentlich heute veröffentlicht werden (Veröffentlichung Zwischenbericht zum 31. März 2017 Q1). Aber bis jetzt ist von der Veröffentlichung noch nichts zu sehen. Auch die Pressestelle von Air Berlin war für uns ganztägig nicht telefonisch zu erreichen – nur eine Dauer-Warteschleife mit Musik. Dann heute Mittag die Nachricht, dass es am 19. Mai eine Veröffentlichung geben wird. Also eine Verschiebung um acht Tage? Soll/kann man da etwas hinein interpretieren?

Heutige Schlagzeilen

Die heutigen Presse-Schlagzeilen um Air Berlin werden bestimmt durch das Chaos in Berlin-Tegel, wo Air Berlin die Bodenarbeiten an einen externen „Dienstleister“ vergeben hatte (mit denen wird ja bekanntlich immer alles besser). Seitdem nur Chaos (Verspätungen und Ausfälle). Air Berlin selbst zeigt sich extrem unzufrieden, und hat sozusagen als Notfallplan Mitarbeiter gebeten freiwillig vor Ort mitzuhelfen das Chaos abzumildern, Kunden zu betreuen, Bahngutscheine auszugeben, Schokolade verteilen usw. Die „freiwilligen“ Air Berlin-Mitarbeiter, die hier Überstunden machen, erhalten dafür extra bis zu 200 Euro pro Tag. Ob das so gut für die Kaffeekasse des Unternehmens ist?

Fazit

Wir glauben nicht, dass die Vorgänge in Berlin-Tegel das Trading heute irgendwie beeinflusst haben. Sie verstärken oder illustrieren vielleicht die Hoffnungslosigkeit, vor der Air Berlin steht – mehr aber nicht. Jetzt heißt es „warten auf Lufthansa“, und dass im Bericht am 19. Mai nicht irgendwelche bösen Extra-Infos auftauchen? Der Trading-Umsatz in der Air Berlin-Aktie steigt seit Tagen steil an. Nach weniger als 2 Millionen gehandelter Aktien gestern sind es heute schon mehr als 6 Millionen. Und der Aktienkurs? Man sehe dazu den Chart. Die Gewinne von gestern sind heute fast aufgefressen worden. Was für Schwankungen von 0,90 Euro bis fast auf 1,40 Euro, und dann wieder runter auf 0,90 Euro. Jetzt kämpft die Aktie mit der 1 Euro-Marke. Prozentual haben einige Trader diese Woche wohl viel gewonnen, andere viel verloren. Es bleibt spannend. Heute verliert die Aktie aktuell gegenüber dem Schlussstand gestern 18%.


Die Air Berlin-Aktie seit letzte Woche Donnerstag.



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