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Airbus mit Großauftrag auf Kosten von Boeing – das dürfte Donald Trump erzürnen

Wolfgang Müller

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am

Derzeit laufen auf Ebene der Welthandelsorganisation (WTO) Verfahren über die Vergabe von Steuergeschenken an Airbus und Boeing. Als die Organisation die europäischen Praktiken als illegal eingestuft hatte, drohte die USA sofort mit Gegenmaßnahmen. Die Auseinandersetzung könnte anhand eines Großauftrags noch ein bisschen an Schärfe gewinnen.

 

Indische Fluggesellschaft mit Modellwechsel zugunsten von Airbus?

Die aktuelle Meldung über eine wahrscheinlich große Bestellungen aus Indien für Modelle des europäischen Luftfahrtkonzerns Airbus, dürfte Donald Trump erst recht in Rage bringen, schließlich gehen diese stark auf Kosten des amerikanischen Konkurrenten Boeing. Dieser ist durch das „Grounding“ der Maschinen vom Typ 737 Max sehr getroffen. Konkret geht es um einen Großauftrag der indischen Billig-Fluggesellschaft SpiceJet, die laut ihres Verwaltungsratschefs Singh mindestens 100 Airbus-Maschinen bestellen möchte.

Der Auftrag könnte gemessen am Listenpreis ein Volumen von mindestens 13 Milliarden Dollar (11,8 Mrd. Euro) haben, auch wenn es bei Großaufträgen oft starke Rabatte gibt. Das Pikante daran:

SpiceJet hatte sich bisher auf den amerikanischen US-Flugzeugbauer Boeing fokussiert. Die stark wachsende Fluggesellschaft hat bereits 13 Maschinen des Typs 737 Max in der Flotte, die aber derzeit am Boden stehen.

Das Grounding und immer neue Konstruktionsprobleme könnten für weitere Einbußen für Boeing führen, denn die zweitgrößte indische Fluglinie hat über 200 weitere Flugzeuge des Typs 737 Max bestellt. Bei weiteren Startverzögerungen könnte dieser Auftrag in Gefahr geraten.

Fazit

Neben dem Hauptthema Handelsstreit zwischen den USA und China steht noch die große Frage der US-Sanktionen gegenüber der EU im Raum, für die es eine Frist bis November gibt. Die aktuelle Entwicklung auf dem Luftfahrtsektor mit den beiden Konkurrenten Boeing und Airbus, die ein riesiges Duopol entwickelt haben, wird die Situation noch etwas verschärfen. Auch wenn sich der US-Präsident im großen Kampf um die wirtschaftliche Dominanz der USA eigentlich keinen zweiten (Groß)Kampfschauplatz erlauben kann.

Airbus dürfte Boeing einen Großauftrag abjagen

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Zimmermann

    26. September 2019 15:44 at 15:44

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich Trump jetzt noch mit Europa anlegen wird. Denn mit China läuft es ja nicht so, wie er sich das gedacht hatte.

    Aber wer weis schon, denn das größte Pfund von Trump ist dessen Unberechenbarkeit.

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Apple-Quartalszahlen – kurze Vorschau auf heute Abend

Claudio Kummerfeld

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am

iPhones von Apple

Die Apple-Quartalszahlen werden heute Abend ab 22 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Wir werden dann umgehend berichten. Hier eine kurze Vorschau. Vor genau einem Jahr lag der Umsatz von Apple im 4. Quartal noch bei 91,8 Milliarden Dollar. Für heute liegen die durchschnittlichen Erwartungen von 27 Analysten bei 103,3 Milliarden Dollar. Beim Gewinn pro Aktie lag Apple vor einem Jahr bei 1,25 Dollar (nach Aktiensplit). Für heute werden im Durchschnitt von 30 Analysten 1,41 Dollar erwartet.

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Positive Überraschungen für Apple dank iPhone12?

Interessant wird es zu sehen, ob Apple seinen Services-Umsatz weiter kräftig steigern kann. Schaut man einige Analystenkommentare an, dann wäre dies gut möglich. Wichtig: Mehrere Analysten gehen von deutlichen Umsatzzuwächsen beim iPhone aus. Dies könnte daran liegen, dass zahlreiche Stammkunden die Anschaffung eines neuen iPhones hinauszögerten, weil das neue iPhone12 noch nicht auf dem Markt war. Dementsprechend fielen die Quartalszahlen von Apple im 3. Quartal 2020 auch eher mau aus. Aber der im 4. Quartal womöglich nachgeholte Konsum der neuen 12er-Modelle könnte bei Apple für glänzende Zahlen im 4. Quartal gesorgt haben. Aber es ist, wie es ist. Wissen tun wir es erst heute Abend genau! Aber positive Überraschungen sind möglich.

Die Aktie

Schauen wir uns mal die Apple-Aktie an. Vor einem Jahr notierte sie noch bei 80 Dollar, und erst vorgestern wurde mit 145 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Die KGV-Schätzung für 2021 liegt bei einem Wert von 35. Das ist nicht gerade billig, aber für einen Tech-Wert immer noch relativ in Ordnung, wenn man das mal mit Tesla vergleicht, wo das KGV bei 294 erwartet wird. Bei Apple kann man noch von gesunden Relationen sprechen. Schaut man sich mehrere Kommentare von wichtigen Analysten an, dann ist die Stimmung für die heutigen Quartalszahlen ziemlich optimistisch.

Chart zeigt Apple-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate
Apple-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Quartalszahlen, Fed, Gamestop

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Einige Quartalszahlen werden besprochen. Und natürlich ist wieder der Irrsinn rund um Gamestop ein Thema. Heute Abend steht auch die Fed-Verkündung an.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Boeing-Quartalszahlen: Auf ersten Blick schockierend großer Verlust

Claudio Kummerfeld

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Beispielbild einer Boeing-Maschine

Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten. Der Umsatz liegt bei 15,3 Milliarden Dollar (Vorjahreswert 17,91/erwartet 15).

Der Verlust (!!!) nach Non-GAAP liegt bei -15,25 Dollar pro Aktie (Vorjahreswert -2,33/erwartet -1,80). Hallo? 15,25 Dollar Verlust pro Aktie bei Erwartungen von „nur“ -1,80 Dollar Verlust? Insgesamt ist das ein Verlust von 8,4 Milliarden Dollar nach -1 Milliarde Dollar vor einem Jahr. Was ist hier los? Sonderposten? Eigentlich ist die Non-GAAP-Zahl ja gerade dafür gedacht, Sonderkosten herauszurechnen, damit die Anleger sehen können, wie sich das Kerngeschäft eines Unternehmens entwickelt. Boeing sagt aktuell, dass dieser  monströse Verlust auch eine Belastung von 6,5 Milliarden US-Dollar vor Steuern für das 777X-Programm und eine steuerliche Wertberichtigung beinhaltet. Also, einmal tief durchatmen bitte. Dennoch sind es keine guten Zahlen.

Die Boeing-Aktie notiert vorbörslich mit -3,9 Prozent.

Im 4. Quartal 2020 wurden 59 kommerzielle Flugzeuge ausgeliefert nach 79 im 4. Quartal 2019. Der Umsatz sank von 7,5 auf 4,7 Milliarden Dollar. Der operative Verlust weitete sich aus von -2,8 auf -7,6 Milliarden Dollar. Im Klartext: Die Rüstungssparte durfte mal wieder stützend wirken. Sie lieferte operativ einen Gewinn von 502 Millionen Dollar nach 34 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Grafik zeigt aktuelle Quartalszahlen von Boeing

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