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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Aktie von Broker Plus500 -10% – warum 43% Umsatzeinbruch keine Katastrophe ist

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Der Broker Plus500 hat einen dramatischen Umsatzeinbruch von 43% erlebt, und zwar von 297 Millionen Dollar im 1. Quartal 2018 auf 168 Millionen Dollar im 2. Quartal. Das sieht zunächst nach einer Katastrophe aus. Aber bei näherer Betrachtung ist es nur noch halb so schlimm. Denn das 1. Quartal dieses Jahres wird in der Finanzszene als „Goldenes Quartal“ bezeichnet, weil gerade Anfang des Jahres die Umsätze bei Bitcoin und Co die Erlöse bei den Brokern explodieren ließen. Aber schon Ende des 1. Quartals war der Hype um die Kryptowährungen vorbei, Umsätze und Erlöse gingen schnell zurück auf normale Niveaus.

Es war klar, dass so ein Sensations-Quartal danach kaum wiederholt werden konnte. Von daher ist die „schwache“ Umsatzzahl von 168 Millionen Dollar mehr als verständlich. Und wenn man sie in Relation zur viel sinnvolleren Vorjahreszahl setzt, dann lag der Umsatz von Plus500 damals nur knapp über 100 Millionen Dollar. In Relation dazu sind 168 Millionen Dollar ein Jahr später sensationell gut.

Zumal: Die Gewinnmarge bei Plus500 ist schon seit einigen Quartal enorm hoch. Aktuell liegt der Gewinn (EBITDA / Gewinn ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern, Abschreibungen) bei 111 Millionen Dollar – in Relation zu 168 Millionen Dollar Umsatz ein sensationeller Wert, genau so wie der Gewinn im 1. Quartal in Höhe von 237 Millionen Dollar bei wie gesagt 297 Millionen Dollar Umsatz.

Trotzdem verliert die Aktie von Plus500 heute 9,3% an Wert, weil der Umsatzrückgang auf Quartalsbasis schon ein kleiner Schock für die Märkte ist. Plus500 verweist in der folgenden Grafik auf einen Vergleich von Halbjahreszahlen der  Jahre 2017 und 2018. Da sehen die Steigerungen natürlich enorm aus. Mittelfristig wichtig ist aber nach dem aktuellen Absturz, dass das Geschäft im nun „schwachen“ 2. Quartal deutlich besser läuft als genau vor einem Jahr.

Strukturell sieht es also gut aus, was im Aktienkurs aber schon berücksichtigt wurde. Bis jetzt hat sich die Aktie seit Jahresanfang nämlich verdoppelt. Also: Geht die Rally in der Aktie nach dem heutigen Schock und einer kleinen Pause weiter? Denn eigentlich ist es nur ein Schock auf den ersten Blick – auf den zweiten Blick sieht es schon gar nicht mehr so schlimm aus.

Plus500
Die Aktie von Plus500 seit Mai.

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Boeing mit staatlicher Schützenhilfe beim 737 Max-Problem?

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Tja, wie kann Boeing sich vor einer Lawine von Schadenersatzansprüchen retten? Wie kann man die Fluggäste massenhaft wieder davon überzeugen, dass sie sicher mit der Boeing 737 Max fliegen können nach zwei Abstürzen in den letzten Monaten? Die Untersuchungen laufen immer noch. Kommt da (sicher rein zufällig?) von staatlicher Seite Schützenhilfe? Laut US-Medienberichten sollen Mitarbeiter der US-Flugaufsichtsbehörde „FAA“ der Meinung sein, dass möglicherweise Vogelschlag den Absturz in Äthiopien verursacht haben soll.

Das würde Boeing natürlich von A-Z entlasten. Und noch genauer: Der Vogelschlag soll die fehlerhaften Sensordaten verursacht haben. Ähhh? Wirklich? Wir bei FMW sind keine Flugzeugexperten. Aber wie können Vögel vor dem Flugzeug, oder Vögel die gerade ins Triebwerk fliegen, die Höhenanzeige des Flugzeugs beeinflussen? Haben die Vögel den Sensor abgerissen? Aber gut. Diese Vermutung der FAA steht im Raum. Verfestigt sich solch eine „Vermutung“, könnte Boeing natürlich irgendwann zur Aussage kommen, dass am Absturz einfach nur die höhere Gewalt (beziehungsweise die bösen Vögel) schulden gewesen seien. Tja, und daher eben kein Schadenersatz? Aber dafür ist es natürlich noch viel zu früh.

Gäbe es bei einem Airbus-Absturz auf US-Boden eine ebenso unterstützende Aussage der FAA? Gut, noch sind es Berichte. Die Boeing-Aktie stieg in der Vorbörse um 3%, und jetzt im laufenden Handel liegt sie mit 1,3% im Plus. Also scheint die Euphorie der Börsianer begrenzt zu sein, ob das nun wirklich schon die Wende für Boeing ist.

Boeing 737 Max
Boeing 737 MAX Roll-out im December 2015 mit der ersten 737 MAX 8. Foto: Aka The Beav CC BY 2.0

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Tesla von allen Seiten unter Beschuss: „Worst Case-Szenario“ von 97 auf 10 Dollar gesenkt

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Tesla kriegt momentan von überall die volle Breitseite. Erst gestern berichteten wir über die „Alarmstufe Rote“-Analyse des Brokers Wedbush zur Tesla-Aktie. Dann wurde gestern auch bekannt, dass Firmenchef Elon Musk in einem Brandbrief an alle Mitarbeiter des Unternehmens „Hardcore-Maßnahmen“ verlangt hat um Geld zu sparen. Alle Ausgaben müssten auf den Prüfstand, denn schon in zehn Monaten könnte Tesla das Geld ausgehen. Solche und andere Nachrichten der letzten Tage brachten die Aktie schon stark zum Fallen.

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Und heute geht es weiter. Ganz aktuell meldet sich nun Morgan Stanley mit einer Anpassung seines „Worst Case-Szenarios“, also was im schlimmsten Fall bei Tesla passieren könnte. Bisher habe man dafür ein Kursziel von 97 Dollar angesetzt. Dieses maximal negative Ziel hat man jetzt auf nur noch 10 Dollar gesenkt. Das ist quasi gar nichts mehr bei einem Schlusskurs von gestern Abend bei 205,36 Dollar. Ende 2018 stand die Aktie noch bei 379 Dollar.

Was bewegt Morgan Stanley dazu sein negatives Szenario quasi fast auf Null zu senken? Man habe Bedenken wegen der steigenden Verschuldung bei Tesla. Und man sehe Probleme bei der Nachfrage nach Tesla-Autos in China. Und in der Tat, wenn man darüber nachdenkt: Der Handelskrieg zwischen China und den USA verschärft sich. Und die hochmodernen Autos von Elon Musk sind ein Prestigeprojekt der USA, wenn man es so nennen will.

Daher sind genau diese Autos auch ein mögliches Ziel der chinesischen Regierung, als Antwort auf Donald Trumps Zölle und Huawei-Angriffe. Es wäre ein Leichtes für die Regierung in Peking (mit welchen Maßnahmen auch immer) Tesla-Autos in China für die dortigen Käufer extrem zu verteuern, was den Absatz zum Einstürzen bringt. Dies könnte ganz schnell zu einem Desaster für Elon Musk werden. Aktuell notiert die Aktie vorbörslich mit -3% um die 199 Dollar.

Tesla
Glückliche Gesichter in der Tesla Factory in Fremont, Kalifornien, im Jahr 2012. Die Lage dürfte inzwischen deutlich angespannter sein. Foto: Flickr user jurvetson (Tim Draper/Steve Jurvetson) – https://www.flickr.com/photos/jurvetson/7423566928/ CC BY 2.0

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Aktien

Sind Unternehmensgewinne und der Buchwert sinnlose Kennzahlen?

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Der Börsen-YouTuber Jens Rabe nimmt aktuell eine wichtige Aussage von Warren Buffett auf, die dieser jüngst bei der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway gemacht hatte. Der Blick in Unternehmensbilanzen sei nicht mehr besonders aussagekräftig. Schuld daran seien zu großen Teilen neue Bilanzierungsrichtlinien. Kennzahlen wie der Unternehmensgewinn oder der Buchwert seien nicht mehr wirklich nützlich. Jens Rabe erklärt den Hintergrund dieser Aussagen im folgenden Video sehr gut. Sein Fazit: Der Privatanleger sollten nicht versuchen in Bilanzen oder Unternehmensberichten zu stöbern. Nein, man solle eher auf die reale Perspektive des Unternehmens schauen. Was ist das Produkt, und wie ist die Aussicht dieses Produkts am Markt? Aber schauen Sie selbst (Video bitte erst ab Minute 4 anschauen).

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