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Aktien: Aktuelle Stories und Ausblick auf Q-Zahlen – Höhepunkt nächste Woche!

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Microsoft hat gestern glänzende Quartalszahlen vermeldet. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um 49%. Ohne Sondereffekte war es immer noch ein Plus von 20%. Irgendwie kaum bemerkt, haben die Microsoft-Aktien aktuell einen Marktwert von über 1 Billion US-Dollar. Damit steht man im Wert vor Amazon und Apple! Heute reagiert die Aktie vorbörslich mit +3,1%. Sie wird heute somit auf einem neuen Allzeithoch eröffnen!

Wirecard

Wirecard hat verkündet, dass man nun auch die Zahlungsabwicklung für Aldi übernehmen wird (sämtliche Zahlungen mit Kreditkarten und internationalen Debitkarten). Das bringt den Aktien von Wirecard heute ein Plus von 5,2%. Charttechnisch gesehen befindet sich der Aktienkurs seit Anfang Juni noch in einer Seitwärtsphase. Will sie ausbrechen, müsste sie das Zwischenhoch bei 162 Euro vom 28. Mai überlaufen.

Boeing

Der durch zwei Flugzeugabstürze arg gebeutelte Hersteller Boeing vermeldet 4,9 Milliarden Dollar abschreiben zu müssen. Die Abschreibung wird für die Zahlen im 2. Quartal verbucht (hier die Originalmeldung). Vorbörslich notiert die Boeing-Aktien mit 1,9% im Plus. Offenbar hatte der Markt wohl Schlimmeres erwartet?

Bayer

Ein US-Gericht hat nun eine gigantische 2 Milliarden Dollar-Strafe gegen Bayer im Fall von zwei Krebspatienten deutlich entschärft. Nun geht man davon aus, dass die Strafe bei bis zu 200 Millionen Dollar liegen könnte. Endgültig klar ist das noch nicht. Aber damit könnten folgende Klagen abgemildert werden nach dem Motto „Leute, Leute, bitte keine utopischen Summen verlangen“. Denn das Gericht sagt, dass die ursprüngliche Milliardenstrafe sich nicht im verfassungsrechtlich angemessenen Rahmen bewegt habe. Insgesamt kann man sagen: Die Klage-Welle gegen Bayer ist nicht ausgestanden, sondern steht offenbar immer noch am Anfang. Wie teuer die Sache letztlich für Bayer wird, ist immer noch völlig ungewiss. Die Aktien von Bayer waren heute schon mal stärker im Plus – aktuell ist es noch ein Plus von 0,8%.

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Ausblick auf nächste Woche – der Höhepunkt der Quartalssaison

Nächste Woche geht es richtig rund in Sachen Quartalszahlen. Am Dienstag meldet Texas Instruments (wie überstehen die Chiphersteller den Handelskrieg?). Ebenso meldet am Dienstag Snapchat seine Quartalszahlen. Ein erneutes Debakel im Kampf gegen Facebook?

Am Mittwoch melden früh morgens Deutsche Bank und Daimler ihre Zahlen. Was für eine Spannung! Daimler voll im Angesicht der Autokrise, und die DB voll im Angesicht der eigenen Krise! Auch meldet Boeing Mittwoch Mittag seine Zahlen, und vor allem Caterpillar! Mittwoch Abend dann melden Facebook und Tesla ihre Quartalszahlen. Das wird hochspannend für die Börsianer.

Dann am Donnerstag den 25. Juli melden BASF (wie schlimm wird es wirklich?) und Volkswagen. Abends kommen dann Intel, Google und Amazon!

Am Freitag dann meldet Twitter seine Quartalszahlen.

Also, nächste Woche wird DIE Woche aller Wochen in Sachen Quartalszahlen.

Seattle, Heimat von Amazon - diverse Aktien-News und Q-Zahlen
Die Skyline von Seattle, Sitz von Amazon. Facebook ist zwar interessant. Aber noch mehr schaut der Markt nächste Woche wohl auf die Amazon-Zahlen. Foto: Unsplash @MILKOVÍ

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Koch

    19. Juli 2019 15:22 at 15:22

    Ich habe gar nicht mitbekommen,dass Microsoft und Amazon fusioniert haben.Ich sollte wohl etwas weniger in den Biergarten gehen und mir aufgrund der wirren Politlage hierzulande das Gehirn zu vernebeln!

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Aktien

Warum Sie nicht jedem Börsengang hinterher jagen sollten!

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Nicht jedem Börsengang hinterher rennen - New Yorker Börse

2019 war ein gutes Jahr für Investmentbanken in den USA. Das Klima für einen Börsengang war phantastisch, legten doch die US-Indizes fast 30% zu. Obwohl die Zahl der Börsengänge verglichen mit 2018 sank, konnten die Banken mehr Geld bei Anlegern locker machen und so die für sie maßgebliche Provisionsbasis vergrößern. Für die neuen Aktionäre muss das nicht unbedingt ein gutes Geschäft bedeuten.

Leicht war es für die Banken nicht, 2018 zu übertreffen. Schließlich konnte fast einen vollen Monat lang gar kein Börsengang geplant werden. Der in Folge des Haushaltsstreits verhängte Government Shutdown im Januar 2019 brachte die Securities and Exchange Comission, die Börsenprospekte vor einem Börsengang absegnen muss, zum Stillstand. Der Rückgang von 14% bei der Anzahl der Börsengänge ist also zu 60% bereits durch die verkürzte Zeit erklärbar, die den Banken für das bürokratische Procedere blieb. In insgesamt 235 IPOs konnten die Unternehmen zusammen 65,4 Milliarden US-Dollar einnehmen. Das waren 3% mehr als im Jahr 2018. Und hätten die Banken mehr Anleger überzeugen können, We Work Aktien zu kaufen, hätte das Volumen dieses letztendlich geplatzten Börsengangs gereicht, um das Vorjahresergebnis zu übertreffen.

Börsengänge können auch Pleite-Unternehmen planen

Apropos We Work: Dass die Banken, die in der Regel einen prozentualen Anteil vom eingenommenen Geld eines Börsengangs erhalten, ein Rekordjahr feiern konnten, heißt nicht, dass auch die Anleger ein Rekordjahr für sich verbuchen konnten. We Work wäre vermutlich das größte Desaster des Jahres geworden. Vor dem Börsengang hofften die Beteiligten auf eine Bewertung von fast 50 Milliarden US-Dollar. Nachdem der Börsenprospekt veröffentlicht wurde und potentielle Käufer sehen konnten, was sie kaufen sollten, fanden sich jedoch nicht genügend Interessenten. Auch nicht nach mehr als einer Halbierung des Preises. Letztendlich stand We Work wenige Wochen nach dem geplanten Börsengang vor der Pleite und musste vom Gesellschafter Softbank mit einer neuen Einlage in Milliardenhöhe gerettet werden.

Etliche Unternehmen, die es im Gegensatz zu We Work an die Börse schafften, waren ein Flop. Wer zum Beispiel die Aktien von Lyft und Uber nach dem Börsengang kaufte, steht nun mit satt zweistelligen, prozentualen Verlusten da. Auch die IPOs von Pinterest und Chewy dürften kaum glücklich sein mit ihren Käufen. Das waren vier der zehn größten IPOs des Vorjahres. Auf der anderen Seite stehen Kursraketen wie Beyond Meat, die binnen Wochen das Geld der Käufer vervielfachten.

Wenn Sie beim Börsengang kaufen wollen, dann möglichst diversifiziert!

Die Beispiele zeigen, dass der Kauf eines Börsenneulings alles andere als eine sichere Bank ist. In der Regel werden bei Börsengängen keine neuen Aktien ausgegeben, sondern Anteile von Altinvestoren verkauft. Diese frühen Investoren, die besser wissen als jeder andere, was sie da in Händen halten, wollen also zum Preis des Börsengangs verkaufen. Neue Anleger sollten das stets im Hinterkopf behalten. Die wenigen Investoren eines nicht börsennotierten Unternehmens haben deutlich besseren Einblick in die Geschäfte des Unternehmens als Aktionäre. Wenn die zum IPO-Preis verkaufen wollen, dann hat das Gründe.

Diese Gründe müssen nicht zwingend in einer Überbewertung des Unternehmens bestehen. Es kann auch schlicht sein, dass die Venture Capital Unternehmen lohnenswertere Investitionen für ihr Geld glauben zu kennen. Wie Uber, Lyft und We Work zeigen, sind die Unternehmen jedoch beim Börsengang oft bereits überbewertet.

Statistiken zeigen, dass es trotz allem eine Überrendite ermöglicht, wenn Sie Aktien gleich nach dem Börsengang kaufen. In den ersten Jahren der Börsennotiz entwickeln sich die Aktien statistisch gesehen besser als der Gesamtmarkt. Doch um diese Überrendite zu erzielen, sollten Sie auch möglichst das gesamte Portfolio neuer Aktien kaufen und nicht nur einige wenige, ausgewählte Unternehmen. Sonst stehen Sie am Ende mit Aktien von Uber und Pinterest auf verlorenem Posten.

Investmentbanken prüfen für Sie nicht die Qualität vor dem Börsengang

Auf die Arbeit der Investmentbanken dürfen Sie sich als Anleger übrigens keinesfalls verlassen. Goldman und Co. tun alles mögliche, nur nicht die Käufer der neuen Aktien schützen. Das ist nicht deren Aufgabe. Die Investmentbanken werden von den Unternehmen dafür bezahlt, Käufer für ihre Aktien zu finden, und zwar zum bestmöglichen Preis. Bei WeWork hatten JPMorgan, Goldman Sachs, Bank of America, Citigroup und Barclays Käufer für Schrott-Aktien eines praktisch insolventen Unternehmens gesucht. Morgan Stanley hätte auch gern mitgemacht, aber nur, wenn sie Kopf der Verkäufertruppe hätten sein dürfen.

Insofern sollten Sie Äußerungen von Goldman Sachs nicht sonderlich ernst nehmen, die in diesen Tagen verkündeten, nur noch Börsengänge von möglichst divers aufgestellten Unternehmen zu begleiten. Unternehmen, die im Management nicht wenigstens eine Frau und eine nicht heterosexuelle Person hätten, würden von Goldman Sachs nicht mehr an die Börse gebracht. Die sexuelle Orientierung des Managements ist für Goldman also wichtig, die Werthaltigkeit der angebotenen Aktien nicht!

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Wirecard-Aktie: Letztes FT-Gap geschlossen, aktuell tolle Euphorie

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Die Wirecard-Aktie ist das Schmankerl der Woche im Dax. Um 14 Euro oder 11% auf aktuell über 141 Euro steigt die Aktie von letztem Freitag bis heute. Die Financial Times hatte in den letzten zwölf Monaten Wirecard diverse Male in Artikeln Manipulation bei der Buchhaltung etc vorgehalten. Die letzte heftige Reaktion zeigte die Wirecard-Aktie im Oktober 2019, als sie von 140 Euro schnell auf 108 Euro fiel. Im Chart sieht man den Verlauf der Wirecard-Aktie seit November 2018. Heute hat sie nun dieses im Chart gut sichtbare Gap wieder aufgeholt und geschlossen mit aktuell 141 Euro. Schaut man links in den Chart, sieht man die ersten drei Einbrüche in der Aktie im Frühjahr 2019.

Der heftigste Absturz fand vor ziemlich genau einem Jahr statt, wo die Aktien von Wirecard von 167 auf bis zu 86 Euro abstürzten. Bis 167 Euro ist derzeit noch etwas Luft nach oben, aber man wird sehen.  Alleine jetzt Januar konnte die Aktie von 107 Euro Ende Dezember kräftig zulegen. Immer noch wartet der Markt gespannt auf die Untersuchungsergebnisse der Bilanz-Sonderprüfung von KPMG. Sie sollen im ersten Quartal veröffentlicht werden, also bis Ende März. Warum dann jetzt schon diese große Euphorie in der Aktie? Nun, Wirecard konnte auch bis zu den jüngsten Vorwürfen aus Oktober die FT-Artikel letztlich gut verkraften. Und wichtig ist, dass die Analystengemeinde der Wirecard-Aktie treu und positiv zur Seite steht.

Von der Commerzbank gab es laut Berichten jüngst die Bestätigung des Kursziels für die Aktie von 230 Euro. Morgan Stanley sieht das Ziel bei 205 Euro, Berenberg bei 210 usw. Also gibt es einen gefühlten Support durch jede Menge gute Analystenlaune! Auch mit Spannung schaut der Markt auf die Quartalszahlen, die Wirecard laut Yahoo Earnings am nächsten Donnerstag veröffentlichen wird. Gibt es gute Quartalszahlen und einen positiven Prüfungsbericht von KPMG, kann die Wirecard-Aktie dann vielleicht sogar über die alten Höchstkurse von vor den ersten FT-Berichten bei 167 Euro laufen? Gut denkbar. Bei negativen Ergebnissen könnte die aktuelle Euphorie schnell wieder einen Dämpfer bekommen.

Wirecard-Aktie im Verlauf seit November 2018

Die Wirecard-Zentrale in München
Firmenzentrale in München. Foto: Kaethe17 CC BY-SA 4.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York: Tolle Zahlen

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Markus Koch meldet sich aktuell zum Handelsstart an der Wall Street. Hervorheben tut er die phantastischen Quartalszahlen bei Intel, sowie generell die guten Daten auch anderer Chiphersteller. Auch erwähnt er die enorme Kurssteigerung bei der Apple-Aktie.

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