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Aktien

Aktien: Chancen für eine Weihnachts-Rally sinken!

Die derzeitigen Sentimentumfragen haben in ihrer Auswertung ziemlich genau auf einen Abverkauf wie am Montag hingewiesen

Wolfgang Müller

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am

Die am Wochenende im Auftrag des Handelsblatts regelmäßig durchgeführte Umfrage zum Sentiment der Anleger für Aktien im Dax brachte als Ergebnis, dass die Chancen für eine Jahresendrally – oder besser für eine Weihnachts-Rally – gesunken sind. Bereits der erste Handelstag im Monat Dezember scheint diese Auswertung zu bestätigen: die befragten Investoren zeigen sich zu nämlich ziemlich selbstzufrieden.

 

Die Gründe für den gestrigen Abverkauf bei Aktien

In der aktuellen Auswertung der wöchentlichen Umfrage des Leiters des Sentimentdienstes AnimusX, Stephan Heibel, kam dieser zu der Erkenntnis, dass die befragten Teilnehmer stark mit einer Jahresendrally rechnen. Deshalb seien sie bereits voll in Aktien investiert und fielen daher als künftige Käufer aus. Soweit die Theorie. Dass diese aber derzeit recht gut die Realität abbildet, beweisen Heibels Vorhersagen der letzten Wochen, in denen er von einer Seitwärtsbewegung ausging – was der Dax seit drei Wochen mittlerweile auch so vollzogen hat.

Das grundlegende Problem bei Aktien im Dax ist, dass sie sich mehrheitlich in ausländischer Hand befinden – man denke nur an die Investitionsquote des Fonds-Riesen BlackRock, der bereits bei acht Dax-Unternehmen größter Einzelaktionär ist. Von dieser Seite müsste neues Kapital fließen – oder auch von deutscher institutioneller Seite. Die Profis haben noch eine vergleichsweise moderate Investitionsquote und zudem ihre Wetten auf steigende Kurse zurückgefahren.

Wobei wir einmal mehr beim Thema „Window Dressing“ wären, was nicht nur für die USA, sondern auch für Deutschland gilt: Am Jahresende eines erfolgreichen Börsenjahres kaufen Fondsmanager die erfolgreichen Aktien des Jahres, um sie im Jahresbericht vorzeigen zu können. Allerdings gilt das nur bei erfolgreichen Perioden – siehe dagegen die Verhaltensmuster beim Abverkauf im Dezember 2018.

Weitere Signale:

Der von AnimusX kreierte Fünfwochendurchschnitt des Sentiments zeigt weiterhin eine große Höhe an, was nicht für steigende Kurse spricht.

Heibel spricht vom derzeitigen Risiko negativer Meldungen, die nach dem 25-Prozentanstieg sofort zu Gewinnmitnahmen führen können – was wir nach dem sonntäglichen Befragungsschluss bereits am Montag sehen konnten. Allerdings glaubt Heibel nicht an einen größeren Einbruch, denn dann würde die Federal Reserve sofort „Gewehr bei Fuß stehen“.

Insgesamt habe sich die Anlegerstimmung im Vergleich zu den Vorwochen wenig verändert, anders als vor vier Wochen, als die Stimmung noch richtig euphorisch war. Inzwischen ist etwas Abkühlung eingekehrt. Ein scharfer kurzer Einbruch könnte die noch an der Seitenlinie stehenden Professionellen in den Markt spülen, für den Experten so etwas wie ein Auffangnetz – wo wir auch wieder bei FOMO wären. Haben wir so einen Einbruch am Montag schon gesehen, oder war es nur der Start zu mehr? Der heutige, gerne als Turnaround Tuesday bezeichnete Handelstag, wird Aufschluss darüber geben.

Das derzeitige Problem im Dax sind die Privatanleger, die eine so hohe Investitionsquote aufweisen, wie es nur in zehn Prozent der Zeit seit 2014 der Fall war. Von dieser Seite dürfte kein neues Pulver kommen, dies ist auch das Fazit der Investmentberatungsfirma Sentix, die in ihrer wöchentlichen Umfrage auf eine ähnliche Stimmungslage kommt. „Ohne eine deutliche Stimmungsabkühlung wird es für den Markt schwer werden, den Bulltrend zu halten“, so der Tenor vor Börsenstart am Montag.

Das Euwax-Sentiment der Börse Stuttgart zeigt eine im November stark zurückgegangene Absicherungsneigung der Privatanleger an. Auch hier kann man schlussfolgern: Die Kleinen können für den nächste Schub dieser Rally nicht mehr mobilisiert werden, denn die sind schon dabei.

 

Das große Risiko neue Zölle

Auch der Sentimentexperte Heibel vertritt in puncto Handelsstreit eine ähnliche Auffassung wie FMW, indem er das Thema Zölle als ganz wichtigen Faktor herausstellt. Die Märkte haben bisher keine Eskalation in Form neuer Zollrunden eingepreist (weder gegenüber China noch gegenüber der EU) und müssten in einem solchen Fall heftig reagieren – mit Abverkäufen.

 

Kleines Fazit

Die derzeitigen Sentimentumfragen haben in ihrer Auswertung ziemlich genau auf einen Abverkauf wie am Montag hingewiesen. Ob das bereits schon ausreicht, um die euphorische Stimmung abzukühlen, werden wir bereits in den allernächsten Tagen sehen. Bis zum Schließen der Bücher ist es nicht mehr lange Zeit hin.

Der große Unsicherheits-Faktor ist der große Weißblonde aus den USA, die Börsen weltweit lauern auf die Äußerungen (Tweets) eines einzigen Politikers – so etwas hat man in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt. Und nicht zu vergessen, es kommt auch noch der große Verfall (20.Dezember), am Ende eines ungewöhnlichen Börsenjahres..

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Aktien

Apple-Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet

Claudio Kummerfeld

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am

Apple-Quartalszahlen aktuell - iMac auf Schreibtisch

Die Apple-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 111,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 91,8/erwartet 103,3).

Der Gewinn liegt bei 1,68 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,25/erwartet 1,41).

Die Aktie notiert nachbörslich 17 Minuten nach Daten-Veröffentlichung mit -0,1 Prozent zum Handelsschluss. Zu gute Daten, als dass die ALGOS sie verarbeiten könnten?

Ganz am Ende der Tabelle sieht man die Umsätze der einzelnen Produktkategorien in US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sieht man: Die iPhone-Umsätze steigen kräftig von 55,9 auf 65,6 Milliarden Dollar. Und man sieht steigende Umsätze in allen anderen Bereichen. Die Service-Umsätze steigen von 12,7 auf 15,7 Milliarden Dollar.

Man gibt keine Aussicht für das Geschäft im laufenden Quartal, wie seit Beginn der Pandemie.

Hier die Headline-Statements von CEO und CFO:

“This quarter for Apple wouldn’t have been possible without the tireless and innovative work of every Apple team member worldwide,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “We’re gratified by the enthusiastic customer response to the unmatched line of cutting-edge products that we delivered across a historic holiday season. We are also focused on how we can help the communities we’re a part of build back strongly and equitably, through efforts like our Racial Equity and Justice Initiative as well as our multi-year commitment to invest $350 billion throughout the United States.”

“Our December quarter business performance was fueled by double-digit growth in each product category, which drove all-time revenue records in each of our geographic segments and an all-time high for our installed base of active devices,” said Luca Maestri, Apple’s CFO. “These results helped us generate record operating cash flow of $38.8 billion. We also returned over $30 billion to shareholders during the quarter as we maintain our target of reaching a net cash neutral position over time.”

Grafik zeigt Details der Quartalszahlen von Apple

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Facebook-Quartalszahlen: Erneut Prognosen übertroffen, Aktie dennoch unter Druck

Stefan Jäger

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Facebook heute mit Quartalszahlen - Beispielbild mit App Logos

Die Facebook-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen im Überblick.

Der Umsatz liegt bei 28,07 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 21,08/erwartet 26,4). Das entspricht einem Anstieg von 33% zum Vorjahr.

Der Gewinn liegt bei 3,88 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,56/erwartet 3,22). Auch beim Gewinn schafft das Unternehmen ein Wachstum von 52% zum Vorjahr.

Die Aktie ist nachbörslich weiterhin unter Druck (-4%), die guten Zahlen leiden unter dem schwachen Gesamtmarkt. Anleger nehmen scheinbar Gewinne mit – Sell on Good News!

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer liegt bei 2,80 Milliarden, ein Anstieg von 12% im Jahresvergleich.

Die Zahl der täglich aktiven Nutzer liegt bei 1,84 Milliarden, ein Anstieg um 11% im Jahresvergleich.

Die operative Marge liegt bei stolzen 46%, im Vorjahr waren es 42%!

Kurz-Fazit: Beim Umsatz und Gewinn je Aktie kann Facebook erneut die Erwartungen übertreffen. Zudem schafft der Socialmedia-Gigant ein Wachstum bei der operativen Marge von 4% zum Vorjahr. Auch bei den Nutzerzahlen gibt es kein Rückschlag, im Gegenteil, die Werte legen sogar im zweitstelligen Bereich zu. Das Unternehmen gilt auch als ein starker Profiteur der Corona-Pandemie, da ist es nicht verwunderlich, dass die Daten sehr gut ausfallen. Die weltweiten Beschränkungen führen dazu, dass sich immer mehr Menschen im digitalen Raum aufhalten.

Die Headline-Statements seitens Facebook:

„We had a strong end to the year as people and businesses continued to use our services during these challenging times,“ said Mark Zuckerberg, Facebook founder and CEO. „I’m excited about our product roadmap for 2021 as we build new and meaningful ways to create economic opportunity, build community and help people just have fun.“

We believe our business has benefited from two broad economic trends playing out during the pandemic. The first is the ongoing shift towards online commerce. The second is the shift in consumer demand towards products and away from services. We believe these shifts provided a tailwind to our advertising business in the second half of 2020 given our strength in product verticals sold via online commerce and our lower exposure to service verticals like travel. Looking forward, a moderation or reversal in one or both of these trends could serve as a headwind to our advertising revenue growth.

We expect 2021 total expenses to be in the range of $68-73 billion, unchanged from our prior outlook. This is driven by investments in technical and product talent as well as continued growth in infrastructure costs.

Facebook Quartalszahlen: Financial Statement

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Tesla-Quartalszahlen: Gewinn verfehlt Erwartungen

Claudio Kummerfeld

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Frontansicht eines Autos von Tesla

Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 10,74 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 7,38/erwartet 10,3).

Der Gewinn liegt bei 0,80 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,41/letztes Quartal 0,76/erwartet 1,01).

Die operative Marge sinkt im Quartalsvergleich von 9,2 Prozent auf 5,4 Prozent.

Der Free Cash Flow steigt im Quartalsvergleich von 1,39  Milliarden auf 1,87 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert nachbörslich mit -6 Prozent.

Grafik zeigt Details der aktuellen Quartalszahlen von Tesla

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