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Aktien

Aktien: Der plötzliche Boom in Deutschland – und die Gefahren

Schnell reich werden an der Börse mit Aktien, ein ewiger Traum. Und dieser Traum schwappt nun aus den USA nach Deutschland hinüber..

Wolfgang Müller

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Werden Aktien endlich auch in Deutschland immer populärer? Nicht erst seit dem Kurssturz in der letzten Woche an der Wall Street wird immer wieder über die vielen neuen Anleger in den USA diskutiert, Stichwort ist der Broker RobinHood: Viele Millionen neue Depots wurden in Übersee eröffnet, zu Spekulationszwecken und getrieben von dem Angebot der Online-Banken gebührenfrei und mit dem Smartphone zu traden. Auch weil durch Corona der große Markt der Sportwetten im Profisport weggefallen war. Jetzt zeigt sich aber, dass diese spekulative Entwicklung über den großen Teich geschwappt ist, wie eine Umfrage der „Welt“ bei vielen deutschen Onlinebrokern ergeben hat.

Aktien: Die neue Lust am Zocken

Die neuen Medien haben sicherlich dazu beigetragen, dass viele Menschen, die sich nicht so sehr mit dem Wirtschaftsteil von Zeitschriften beschäftigt haben, sich plötzlich mit dem Handel von Aktien auseinandersetzen. In sozialen Medien kursierten Berichte über rasante Gewinner der Hausse bei Tech-Aktien, für die Generation Smartphone kaum zu übersehen. Grundvoraussetzung ist natürlich das entsprechende Angebot von teilweise auch neuen Anbietern am Markt, zu supergünstigen Tarifen und mit spekulativen Produkten (CFDs) zu handeln. Wer von den Älteren unter uns erinnert sich noch an Zeiten, als die Handelsgebühr beim Handel mit Aktien bis zu einem Prozent des Volumens betrug – und dies praktisch zweimal (Kauf und Verkauf)?

Einige junge Börsenteilnehmer scheinen den Handel mit Aktien auch wie ein Computerspiel zu sehen, mit scheinbar mühelosen Gewinnen bei Aktien-Highflyern, die überall herumgereicht werden.

Die Hitliste der Onlinebroker

Wenn man sich die Liste der Aktien betrachtet, die nach einer Umfrage der Welt bei verschiedenen Onlinebrokern (Comdirect, Consors, Flatex, SBroker, ING, Smartbroker u.a.) die Trades in den neuen Depots bestimmen, so erkennt man eindeutig die großen Wetten auf die Zukunft – und dies oft richtig gehebelt: Natürlich an vorderster Front die Techwerte, wie Apple, Tesla und Amazon, Wasserstoff- und Brennstoffzellenfirmen wie Ballard Power und Plug Power, Impfstoffhersteller wie Nel ASA, Curevac und Biontech, Sondertitel wie Varta, die chinesische Xiaomi aber auch, man höre und staune, der Dax-Titel Bayer.

Kennzeichen der meisten Aktien ist der große Kursanstieg seit dem Märztief mit teilweise dreistelligen Kurszuwächsen:

Tesla plus 335 Prozent
Plug Power plus 217 Prozent
Nel ASA plus 140 Prozent
Xiaomi plus 120 Prozent
Varta plus 115 Prozent
Biontech plus 98 Prozent,
Apple plus 92 Prozent
Ballard Power plus 59 Prozent .. um nur einige der größten Kursanstiege zu nennen.

Aber, wie könnte es aufgrund des Rummels um diese beiden Aktienanders sein, auch wegen des Aktiensplits, in allen Depots der genannten Onlinebroker waren Apple und Tesla die am meisten gehandelten Werte in den Monaten Juli und August.

Was soll man zu dieser Auswahl sagen? Ja, das waren gute Trades, wie bei den RobinHoodies in den USA, vor allem bei den „First Movern“. Aber was ist mit den Späteinsteigern, die mit Hebeln arbeiten? Die letzten beiden Börsentage dürften einigen den Schreck in die Glieder getrieben haben, angesichts rasant geschrumpfter Wertstellung ihrer Aktien.

Was machen die Langfristanleger?

Trotz der immer steigenden Zahl von Aktiensparplänen – zum Beispiel auf das aktuelle Modeinvestment, den MSCI World – ist das Verhalten der deutschen Sparer immer noch von Skepsis gegenüber geprägt. Der unvorstellbar hohen Summe von zuletzt 2,4 Billionen Euro an Geldvermögen auf unverzinsten Spar- und Girokonten, standen bei der letzten großen Erhebung des Deutschen Aktieninstitutes etwa 10 Millionen Anleger in Dividendentiteln oder Aktienfonds gegenüber. Zurückhaltung ist aufgrund der heißgelaufenen Börsen sicher keine schlechte Strategie, ganz im Buffettˋschen Sinne.

Vor allem mit Blick auf eine übergeordnete Perspektive: Wie sieht die Entwicklung des so überragenden Tech-Überindex Nasdaq 100 seit 2009, dem Tief der Finanzkrise aus? Ein Anstieg von 1043 Punkten im Tief auf zuletzt 12.420 Punkte am bisherigen Top. Was für eine Entwicklung, bei einem Index, nicht bei einem Einzelwert!

Fazit

Auch wenn das Digitalzeitalter viele neue Entwicklungen hervorbringt, wie zum Beispiel das Smartphone als allgegenwärtiges „Spielzeug“ und zuletzt als Plattform für Börsenzocks, so ist eines vermutlich unabhängig von der Technik: Wenn eine Hausse, wie bei den Hightechs in den USA richtig heißläuft, ruft dies jede Menge Glücksritter auf den Plan, die glauben erkannt zu haben, dass man mit Aktien rasch reich werden kann (so etwa in den USA David Portnoy). Keine neue Entwicklung, denn dies hat es bereits bei der Internet-Bubble um die Jahrtausendwende gegeben oder sogar schon vor 1929, zu Zeiten von altertümlichen Handelssystemen – aus heutiger Sicht. Jede Börsenhausse verläuft anders, historische Erkenntnisse werden durch neue Entwicklungen entwertet (wie Internet, Options-oder Algo-Handel), aber eines bleibt immer gleich: Menschliches, von Angst und Gier getriebenes Verhalten.

Schnell reich werden an der Börse mit Aktien, ein ewiger Traum.

Was sich aber für die Masse immer wieder als Chimäre erweisen wird – und die letzte Woche war so etwas wie ein Vorgeschmack darauf. Egal mit welchen technischen Mitteln man am Markt zockt.

Schnell reich werden mit Aktien - die Geschichte der Dotcom-Blase wiederholt sich

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Aktien

Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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