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Aktuell Aktien fallen – Faktoren Iran, Renditen, Öl, Inflation, Zinsen

Aktien fallen heute weiter. Anleiherenditen steigen deutlich. Der Iran-Krieg sogar für eine Kaskade von Problemen am Kapitalmarkt.

Es ist ein großer Themenkomplex: Alles geht vom Iran-Krieg aus. Aktien fallen heute weiter, ein stärkerer Absturz droht. Oder kommt doch in letzter Minute vor dem Wochenende „mal wieder“ eine kräftige Aufwärtsbewegung, weil Dip-Käufer „günstig“ einkaufen? Es fehlt die Glaskugel. Hier und jetzt können wir nur den Ist-Zustand beschreiben.


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Aktien fallen – Anleiherenditen steigen kräftig

Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir: Der Dax verliert heute 1,58 %, der S&P 500 ist 0,92 % im Minus und der Nasdaq 100 Index verliert 1,23 %. Im Chart sehen wir eine sehr gut erkennbare negativ Korrelation: Seit dem Kriegsausbruch im Iran fallen US-Aktien (US500 CFD in roter Linie). Ansteigen tut die zehnjährige US-Anleiherendite von 3,95 % auf aktuell 4,39 % (blaue Linie). Alleine in den letzten 48 Stunden ist es ein Anstieg um 0,21 Prozentpunkte, eine große Bewegung!

Aktien und Anleiherenditen im Vergleich

Steigende Anleiherenditen machen Anleihen zu einer immer stärkeren Rendite-Konkurrenz für Aktien. Und die höheren Renditen stehen für steigende Kreditzinsen für Verbraucher, Unternehmen und Staat. Das belastet die ganze Volkswirtschaft, egal ob in Nordamerika, Europa oder in Asien. Man sieht heute ein globales Phänomen: Nicht nur US-Anleiherenditen, auch britische steigen massiv an. Die deutsche Rendite klettert mit aktuell 3,03 % sogar auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Denn Anleger preisen zunehmend Zinserhöhungen der Zentralbanken ein.

Ölpreis


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Höhere Einkaufskosten für Brennstoffe bringen Inflation in die Verbraucherländer. Zwar notierte der Brent-Ölpreis gestern noch bei 118 Dollar, und jetzt „nur noch“ bei 109 Dollar. Dennoch sind das hohe Preisniveaus, und die Schwankungen sind groß. Die Anleger sind offenbar zunehmend nervös, und weitere Anstiege sind jederzeit möglich. Auch wenn Donald Trump versucht, dass Israel iranische Gasfelder nicht mehr angreift – von iranischer Seite scheint man nun „munter“ weiterzumachen.

Angst vor längerem Iran-Krieg

Anleger gehen offenbar davon aus, dass der Iran-Krieg länger dauern wird. Dies kann Ölpreis und Gaspreis weiter ansteigen lassen und Aktien somit zunehmend belasten. Und so kurz vor dem Wochenende zeigen Anleger mit fallenden Aktienkursen und steigenden Anleiherenditen ihre Nervosität. Bei der EZB erwarten Anleger heute sogar 3 Zinserhöhungen in diesem Jahr. Und sogar für die Fed erwartet man mit 50 % Wahrscheinlichkeit jetzt 1 Zinserhöhung in 2026. Dieser Ausblick belastet Aktien zunehmend. Auch eine führende Bank wie Goldman Sachs zeigte heute mit Aussagen vom Tradingdesk: Die Profi-Kunden werden pessimistischer in Sachen Iran-Krieg.



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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2 Kommentare

  1. Die Trump-Administration spricht sich einerseits dafür aus, daß die Straße von Hormus wieder funktioniert. Und auf der anderen Seite erwägt sie, die iranische Ölexport-Drehscheibe auf der Insel Charg zu besetzen bzw. zu blockieren/Quelle für letzteres: n-tv-Fernsehtext. Das verstehe, wer will.

  2. Zitat Außenminister Seyed Abbas Araghchi: Wir werden uns weiterhin verteidigen, so lange und so gut es geht.

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