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Warum Bullen jetzt bessere Argumente haben als bei vorherigen Rallys! Aktien: Boden erreicht durch Fed-Wende? Marktgeflüster (Video)

Haben die Aktien jetzt einen Boden gefunden, weil die Fed doch zu einer Wende in der Zins-Politik gezwungen sein wird? Die Fed selbst will davon noch nichts wissen und bleibt bei ihrer hawkishen Rhetorik, trotz oder gerade wegen der starken Aktien-Rally seit gestern. Aber im Gegensatz zu vorherigen Rallys, als im Grunde nur Wunschdenken (und dann Mechanik) die Kurse nach oben getrieben hatte, haben die Bullen diesmal deutlich stichhaltigere Argumente! Denn diesmal geht es nicht nur um Inflation, sondern um Finanzstabilität, sprich um die Vermeidung eines system-relevanten Unfalls. Wie nahe ein Crash im Stile von Lehman war, haben wir bei der Intervention der Bank of England zur Rettung der britischen Pensionskassen gesehen. Aber nach der aktuellen Erholung der Aktienmärkte droht dann (Mitte Oktober?) noch einmal ein Rückschlag mit neuen Tiefs – dann aber könnte der Boden bei Aktien gefunden sein..

Hinweise aus Video:

1. Energiekrise: EU strebt gemeinsame Schulden an – Kritik an Deutschland

2. Die große Party am europäischen Immobilienmarkt ist zu Ende



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15 Kommentare

  1. Lieber Markus Fugmann,

    Das grenzt aber bzgl. Mohamed El Erian schon fast an Fake News!! Gerade heute hat El Erian wieder gesagt: Markets need to Stop this Love Affair with the Fed!

    Ebenfall sagte er nach der BOE: FED only will pivot when economic accident will precede, also nur wenn dem Ganzen ein wirtschaftlicher Unfall voraus geht.

    Insofern haben die Bullen keinen wirklich besseren Standpunkt, nur sie spielen das Gleiche Szenario immer wieder und werden gegrillt. Gerade der Aktienmarkt liegt eigentlich fast immer falsch und ist von Gier getrieben und nicht vorausschauend.

  2. Also, nach jahrelangem Finanz-Tsunami wechselt FMW die Seiten.
    Zum dritten, vierten Mal binnen weniger Wochen sucht das gesamte Team nach „dem Boden“.
    Die FED möge doch bitte bald wieder senken. Nein, jetzt. Sofort. Auf der Stelle!!
    Das ganze Portal ist voll der Analysen, warum die FED nicht anheben darf.
    Unisono mit dem gesamten Analystenchor des Planeten:
    Unsere heißgeliebten Märkte fallen – das geht gar net!
    Apple unter 17.000, Tesla stürzt auf 8.400 – oje oje, „die Wirtschaft“ leidet (oder doch nur Tesla und Apple?)
    Unter Mister America dazu, denn der hat doch mit nem Kredit den er über nen Kredit (als Sicherheit für einen Kredit) bekommen hat ein paar Aktien gekauft und, buhuuu, darauf seinen gesamten Wohlstand aufgebaut (echt solide!)
    Wenn kümmerts schon ob Oma Kawuttke noch mit echtem Geld ihre echte Gasrechnung (ohne Kreditkarte) zahlen kann?
    Wer kennt noch Friedhelm Busch? Der blieb bei Abstürzen immer ganz ruhig und murmelte nur: „gesunde Korrektur.“
    Ach, Friedhelm, ich vermisse dein Gebrummel!

    Nein nein nein, kreischt der hyperventilierende Chor, 10 Prozent minus im Dow, Weltuntergang!

    Was raucht ihr alle da draußen?
    Man wünscht sich mal wieder sachliche, ruhige Zeiten zurück ohne permanente Klickheischerei.
    Nichts geht unter wenns mal fällt.
    Wir haben 3,5 bis 4 % Zinsen bei Baukrediten – das war z.B. im Jahr 2010 spottbillig.

    Mal NORMAL werden wieder… bitte bitte.

    1. @Macwoiferl, Sie mißverstehen das wieder einmal grundsätzlich! Wir sagen: Die Fed liegt wieder falsch mit Ihrer Einschätzung der Lage, so wie bei der Inflation. Die Bullen haben diesmal etwas stichhaltigere Argumente als bei den Rallys zuvor – aber das kann vermutlich eine weiteren Abverkauf nicht verhindern..
      Sie selbst haben doch alles an der Börse für ein abgekartets Spiel gehalten, bei dem Märkte angeblich immer nur steigen könnten, weil die Machthabenden es eben so wollen – davon ist scheinbar nicht mehr viel übrig geblieben bei Ihnen?

      1. Ich denke der aktuelle Run hat primär einen Grund: Die Trader haben gesehen, dass die BoE gar nicht anders konnte, als die Gelddruckmaschine wieder anzuwerfen. Hätte sie es nicht getan, gäbe es nun kein Pfund und mindestens keinen EUR mehr. So also hat jeder schwarz auf weiß den Beweis bekommen, dass in letzter Konsequenz die Notenbanken DOCH weitermachen mit dem Spiel. Denn hohe Inflation ist doch noch besser als Kernschmelze.

        1. Ja ,aber !

          Wir müssen immer unterscheiden zwischen den USA und den “ Anderen“ . Der Dollar deckt 60-70 % der Handelströme ab . Für Jeromi gelten halt andere Handlungskonsequenzen . Manchmal auch dimetral.

    2. @Macwoiferl

      „Wir haben 3,5 bis 4 % Zinsen bei Baukrediten – das war z.B. im Jahr 2010 spottbillig.“

      Sie müssen die 3,5 bis 4 Prozent Zinsen bei Baukrediten in Relation zu den Immobilienpreisen sehen ;-)

      Im Jahr 2010 waren die Immobilien pi mal Daumen nur halb so hoch bepreist wie heute.

      4 Prozent Zinsen auf zum Beispiel 400 Tausend Euro ist machbar.

      4 Prozent Zinsen auf zum Beispiel 800 Tausend Euro können die wenigsten finanzieren.

      Zudem werden bzw. sind die Banken restriktiver bei der Kreditvergabe.

      Immobilen sollten mit mind. 20 Prozent Eigenkapital und innerhalb von max. 35 Jahren finanziert werden. Zudem sollten die Zinsaufwendungen 40 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens nicht überschreiten.

      Das ist bei den Preisen am Immobilienmarkt für viele Familien nicht mehr leistbar und Ihre Andeutung, das die Finanzierungsbedingungen wie 2010 „spottbillig“ sind ist grundlegend falsch.

      1. Zum Thema Zinsen und Inflation in Deutschland.

        Wer meint, dass die (Kredit-)Zinsen in Deutschland nun signifikant sinken werden wenn die EZB von ihrem eingeschlagenen straffen Zinserhöhugskurs abstand nehmen würde, könnte falsch liegen.

        Hintergrund ist das von der EZB beabsichtigte TPI Programm.

        Deutsche Anleihen werden verkauft und dafür werden Anleihen der Südstaaten aufgekauft. Das wird dazu führen, dass deutsche Anleihen aufgrund der höheren Verfügbarkeit am Markt im Preis sinken oder stagnieren und deren Renditen tendenziell steigen bzw. hoch bleiben (Angebot und Nachfrage).

        Da sich die Bauzinsen an den Anleihenrenditen in ihrer Höhe orientieren, werden auch diese voraussichtlich auf erhöhtem Niveau verbleiben und für das noch vorhandene Immobilienpreisniveau zu hoch sein.

        Und wer schon eine Immobilie mit hohen Schulden finanziert hat, der freut sich vermutlich über die hohe Inflation welche seine Schulden angeblich entwerten. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn auch die Einkommen der Inflation folgen werden.

        Folgen die Einkommen der Inflation?
        Unsere Regierung versucht m.M. nach alles, damit genau das nicht passiert um eine Lohn- Preis Spirale bestmöglich zu verhindern.

        So scheint der Plan zu sein, die hohen Energiekosten durch einmal Zahlungen und steuerfreien Sonderzahlungen der Arbeitgeber teilweise abzufedern. Dadurch sollen vermutlich auch die Lohnforderungen (der Gewerkschaften) im Zaun gehalten werden….

        Unterm Strich steigen die Aufwendungen des verfügbaren Einkommens um Energie,. Lebensmittel etc. bezahlen zu können (Verbraucherpreisinflaion) und der Schuldendienst in Form von Zinszahlungen bleibt auf gleichem Niveau. Dadurch sinkt insgesamt das frei verfügbare Einkommen und einige hoch verschuldete (Gehebelte) werden gewisse Wohlstandsannehmlichkeiten zurückfahren müssen.

        1. Und welche Arbeitgeber zahlen bei Studenten und Rentnern ?

  3. Sie haben ja so recht,
    will mich nicht in Meinungen
    verrennen, verirren.
    Gemach, Gemach
    Die Theorie von Prof.Rieck ist Stichhaltig, Möglichkeitsoffen.
    Auch wenn damals der Einmarsch,spieltheoretisch
    höchstwahrscheinlich für nicht möglich gehalten wurde.
    geht der damalige Punkt, doch an die USA?

    .

  4. Die Aktion der BoE wird viel höher gehängt als sie überhaupt ist. Das man dort einschreien musste, lag und liegt in erster Linie an der Premierministerin und ihrem Schatzkanzler, welche mit ihrer Wirtschaftspolitik maßgeblich die Renditen nach oben getrieben haben.
    Welche Anzeichen veranlassen denn zu der Einschätzung das sämtliche Zentralbanken drehen müssen? Mich würden Argumente ohne die Bank of England interessieren, und vor allem welche Anzeichen konkret vorhanden sind die auf eine Gefährdung der Finanzstabilität hinweisen.

  5. Aktien haussieren gestern und heute, aber der US TLT sogar im Minus und bisher kaum von den Mehrjahrestiefs erholt. Anleihemärkte spielen weiterhin hohe Inflation und Zinsanhebungen, passt nicht zusammen..einer von beiden irrt sich..

  6. Herr Fugmann, sie reden vom Verfall am Freitag, meines Wissens ist der Verfall jeweils am 3. Freitag des Monats,also 21.Okt ?
    Möchten sie verhindern ,dass das Short- Squeeze noch 2Wochen dauert und den S& P auf 5000 Pt. bringt?
    Der nächste Aktientreiber wird die erneute Hoffnung auf Pay Checks bei grosser Arbeitslosigkeit sein.
    Das Universum ist endlich aber bei der Dummheit ders Menschen ist man nicht sicher.Die Weltmacht USA die seit Jahren die Finanzwelt und die gesamten Kriege auf der Welt so meisterhaft orchestriert ist tief gefallen. Laut einer Umfrage glauben 70% der Amis ,dass man mit Kryptos sehr schnell sehr reich werden kann, da sind doch so Luftaktien schon konservative Anlagen.

  7. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Inflation ist gekommen um zu bleiben und die Märkte werden entsprechend reagieren. Die Märkte wissen das nur zu gut und preisen das dementsprechend mit ein.
    Die seit Jahresanfang durchgeführte Korrektur war überfällig und notwendig. Ein Beispiel soll das verdeutlichen:

    Wir lagen in der Spitze,zum Jahreswechsel 21/22), bei über 210 Prozent (Verhältnis Marktkapitalisierung zum Bruttoinlandsprodukt in den USA )
    Im höchsten Hoch 2000,nur bei 136 – und 2007 nur bei 106% .
    Es war und ist deshalb davon auszugehen, das die FED wieder einknickt, so wie sie seit dem März 2009, immer einknickt.
    Denn heute steht zu viel Geld auf dem Spiel. Noch mehr Geld als in 2000 und 2007.
    Die Märkte sind dermaßen gehebelt ( Wertpapierkauf auf Kredit, Aktienrückkäufe durch hoch verschuldete Unternehmen, Derivateblase usw. ) das positive Realzinsen utopisch geworden sind und utopisch bleiben.
    Die Märkte hatten Panik, weil sie irgendwann wieder positive Realzinsen vermuteten. Aber das wird aus den oben angeführten Gründen nicht passieren.
    War denn nun die FED Zinswende notwendig oder nicht?
    Sie war notwendig, sonst wären die Märkte weiter nach oben durchgedreht ohne Maß und Mitte. Sie mussten eingebremst aber nicht abgewürgt werden und genau das hat die FED erreicht.
    Abgewürgt hat sie die Märkte 2000,6,5 Prozent Leitzins bei einer Inflation von knapp 4 Prozent und 2007,5,25 Prozent Leitzins bei einer Inflation von knapp über 3,5 Prozent.
    Das entspräche heute einem Leitzins von über 9 Prozent!

    1. „…Die Inflation ist gekommen, um zu bleiben…“

      Der Markt schätzt derzeit eine Inflation von 3% für die nächsten zehn Jahre ein.

      1. das wäre wenig

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