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Aktien mit Corona-Gap – Wette auf besseres Pandemie-Management

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Nach wie vor gibt es Aktien, die weit unter ihren Kursniveaus von vor den Pandemie-Beschränkungen notieren. Einige dieser Werte aus verschiedenen stark betroffenen Branchen haben auch dank massiver staatlicher Unterstützung gute Überlebenschancen. Ein besserer Umgang mit der Pandemie kann in Verbindung mit Nachholeffekten und hohen Sparquoten interessante Kurschancen bedeuten.

Aktien kaufen, wenn das Blut in den Straßen fließt

„Es ist an der Zeit Aktien zu kaufen, wenn Blut in den Straßen fließt“, soll der Bankier Baron Nathan Mayer Freiherr von Rothschild vor über zweihundert Jahren einer umstrittenen Legende nach geäußert haben. Der Spross des britischen Zweiges der gleichnamigen Bankier-Familie hatte bekanntlich im Kielwasser der durch die Schlacht von Waterloo ausgelösten Börsenpanik ein Vermögen gemacht. “Kaufe, wenn das Blut in den Straßen fließt, selbst wenn es Dein Eigenes ist!” soll der volle Umfang dieser Aussage nach unbestätigten Überlieferungen gewesen sein.

Ganz vergleichbar ist die Situation mit dem heutigen Kampf gegen die Pandemie-Kriese sicher nicht, da der Feind unsichtbar und die Genese der Krise (des Krieges gegen das Virus) völlig im Dunkeln liegt, aber die antizyklische Weisheit hinter dem Zitat hat auch heute durchaus ihre Berechtigung.

Natürlich ist wie bei jedem Krieg der Ausgang ungewiss. Im Falle der Pandemie kann es durch Mutanten jederzeit zu Rückschlägen kommen. Außerdem ist eine nicht völlig von der Hand zu weisende Hypothese, dass die Pandemie als Feigenblatt für einen Restart der überschuldeten Weltwirtschaft genutzt werden könnte. Was wäre besser als Sündenbock geeignet, das Scheitern des Kapitalismus und seiner Pseudo-Eliten zu kaschieren, als ein unsichtbarer Feind, der laut unbestätigter Spekulationen zudem aus einem Forschungslabor im fernen China stammt.

Geht man jedoch davon aus, dass durch die zunehmende massenhafte Verfügbarkeit von Impfstoffen und Schnelltest eine gewisse Normalität im Laufe der kommenden 12-18 Monate einkehrt und zudem, wie bei der FMW häufig berichtet, die Fiskal- und Geldpolitik weltweit bereit ist, jedes noch so unorthodoxe Instrument zur Aufrechterhaltung der diversen Vermögenspreisblasen einzusetzen, ergeben sich aus der Krise auch jetzt noch Chancen bei bestimmten Aktien.

Einige Aktien von Unternehmen aus verschiedenen hart getroffenen Branchen haben an den Börsen bereits ihre Kursniveaus von vor dem Ausbruch der Pandemie wiedererreicht. So zum Beispiel Unternehmen aus der Öl- und Gasindustrie sowie Ticketvermarkter, Systemgastronomiefranchise-Unternehmen und selbst einzelne Fluggesellschaften.

Auf dem deutschen Kurszettel gehören Werte wie zum Beispiel der Ticketvermarkter CTS Eventim dazu. Weltweit die US-Airline Southwest oder die Hotelkette Hilton Worldwide Holdings. Auch Unternehmen aus der Energiebranche wie Exxon Mobile, Royal Dutch Shell oder der Bohrausrüster Kinder Morgan konnten sich bereits deutlich von den Pandemie-Tiefs erholen.

Wette auf einen besseren Umgang mit der Pandemie

Die Möglichkeit, dass wir zumindest sukzessive über den Sommer 2021 hinweg mit massenhaft verfügbaren Schnelltests und einer besseren Versorgung mit diversen Impfstoffen (mRNA und vektorbasiert) der Pandemie Herr werden, ist nicht unrealistisch. Auch die Mutationen sind im Bereich der Viren kein neues Phänomen und könnten im Idealfall mit angepassten Impfstoffen im kommenden Herbst und Winter bekämpft werden.

Die Möglichkeit einer sukzessiven wirtschaftlichen Öffnung sowie einer konjunkturellen Erholung durch die Kombination verschiedener Maßnahmen ist nicht unrealistisch, wenn auch in Anbetracht der jüngsten Schlagzeilen zum Oster-Lockdown aktuell noch schwer greifbar. Aber vielleicht lohnt sich gerade daher ein Blick auf die Pro-Argumente:

– Höchste Sparquote in den G20-Staaten seit 30 Jahren (Dtl. 2020: 16,6 Prozent, Quelle: Statista)
– Nachholbedarf bei privaten Urlaubsreisen und eingeschränkt auch Geschäftsreisen
– Bedarf an neuen spritsparenden Verkehrsflugzeugen
– Erholung des weltweiten Passagieraufkommens
– Anhaltende massive fiskal- und geldpolitische Wirtschaftshilfen (v. a. für US-Airlines)

Daraus ergeben sich speziell in den Bereichen Verkehr, Tourismus, Luftfahrt (inkl. Flugzeugbau) und Pharmaindustrie (Schnelltests) nach wie vor interessante Opportunitäten. Obgleich Tui gerade massiv wegen des Oster-Lock-Downs unter Druck gerät, so ist auch diese Negativperiode mit hoher Wahrscheinlichkeit temporärer Natur. Viele Deutsche, die früher zu den Reiseweltmeistern zählten, sehnen sich nach einem Urlaub im Ausland, wie der jüngste Ansturm auf Mallorca eindrucksvoll in Erinnerung ruft.

Beispiele für Aktien mit Nachholpotenzial

Natürlich sind antizyklische Investments in Aktien, die dieser Pandemie-Gap-Schluss-These folgen, nicht ohne Risiken, zumal viele Unternehmen unter Bilanzverschlechterungen, Personalverlusten und nicht zu unterschätzenden Insolvenzgefahren leiden. Gelder, die für wichtige Zukunftsinvestitionen vorgesehen waren, mussten nun zum Überleben eingesetzt werden. Das schmälert die Wettbewerbschancen in er Zukunft. Was gleichwohl den Großteil der betroffenen Sektoren betrifft.

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Zusätzlich bieten staatliche Unterstützungen und Schutzmechanismen einen Risikopuffer. Außerdem werden vor allem große Player in den jeweiligen Branchen gerettet, die perspektivisch auf einen ausgedünnten Markt mit potenziell höheren Marktanteilen und verbesserter Preissetzungsmacht treffen.

Sechs Beispiele, die es sich anzuschauen lohnt, sind Abbott Labs, Airbus, Boeing, Royal Caribian Cruises, Fraport und United Airlines. All diese Aktien weisen bis zum Pandemie-Gap-Schluss mittlere bis hohe zweistellige Renditepotenziale auf, was ein adäquater Ausgleich für die klar vorhandenen wirtschaftlichen und unternehmensspezifischen Risiken darstellt, sofern man nicht alles auf eine Karte setzt.

Weiterführendes Video zum Thema

Unter folgendem YouTube-Link finden Sie ein gut halbstündiges Video mit insgesamt 14 konkreten Pandemie-Gap-Aktien inkl. einer sechs Werte umfassenden Shortlist inkl. Charts, Hintergründen und unverbindlichen Handlungsempfehlungen. Alle im Video vorgestellten Aktien befinden sich in einem Echtgeld-Wikifolio, das im Video als Referenz fungiert.

Hohe Wertschwankungen sollten jedoch bei den vorgestellten Werten mit einkalkuliert werden und der Anlagehorizont sollte mind. 12 Monate umfassen. Ziel der Strategie ist es, die Aktien nach Erreichen des Vorkrisenkursniveaus wieder zu veräußern und die Buchgewinne zu realisieren. Darüber hinaus wird in dem Video u. a. kurz die aktuelle Lage bei den monetären Edelmetallen und Minenaktien angerissen.

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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