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Aktien

Aktien von Deutsche Bank und Commerzbank: Kaufchance?

Redaktion

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Die Aktien von Deutsche Bank und Commerzbank haben momentan einen extrem schlechten Lauf. Sind das Kaufkurse? Schauen wir zunächst auf die Deutsche Bank. Die Hauptversammlung bot gestern einen großen Schwall an Infos. Vor allem ging es dabei um Automatisierung, Kostensenkungen und Entlassungen. Die 800 Millionen Euro für Abfindungszahlungen, die hierdurch noch dieses Jahr anfallen sollen, brachten gestern den Kurs der Deutsche Bank-Aktie zum Abrutschen. Heute reagiert sie nur mit +0,2%.

Doch wenn man mal darüber nachdenkt nur aus Sicht des Börseninvestors: Die Kosten sinken, und angeblich wird diese selbe Bankleistung nach den Entlassungen automatisiert erbracht. Also sollten die verkündeten umfassenden Maßnahmen doch langfristig positiv für die Bank wirken? Ist die Aktie inzwischen genug gefallen, und bietet nun Luft nach oben, wenn man an die Anstrengungen bezüglich sinkender Kosten denkt? Noch sind es nur Ankündigungen. Ob der neue Chef Christian Sewing die Deutsche Bank auch wirklich strukturell in die Gewinnzone bringen kann (10% angepeilte Rendite laut gestriger Aussage), muss er erst noch beweisen.

Vor der HV lag die Aktie am Mittwoch Abend noch bei 10,90 Euro, jetzt sind es 10,41 Euro. Seit letzten Dezember ging es von über 17 Euro in mehreren Etappen stetig abwärts. Das sollte Luft nach oben geben. Aber die Frage ist: War es das jetzt auf der Abwärtsseite? Die Nähe zur psychologisch wichtigen runden Marke von 10 Euro sollte nicht ignoriert werden. Hier könnte es schnell unter die 10 Euro gehen, wenn Stop-Loss-Orders aufgrund der großen runden Marke die Verkaufswelle anheizen.

Die letzte Barriere liegt als Untersützung auf der Marke von 8,80 Euro. Dies war das Tief aus dem Jahr 2016. Die Aktie ist jetzt am Scheideweg. Anlauf auf die 10 Euro-Schwelle, oder mit vorsichtiger Euphorie durch den neuen Boss Sewing langsam ansteigen? Dies soll für Sie als Leser nur als Gedankenanstoß dienen, und nicht als Kauf- oder Verkaufsempfehlung!

Der Kurs der Deutsche Bank-Aktie seit 2015
Der Kurs der Deutsche Bank-Aktie seit 2015.

Commerzbank

Und was ist bei der Aktie der Commerzbank los? Die Bank versucht sich in kleinen Schritten wieder nach oben zu kämpfen. Man will sich auf das „normale Bankgeschäft“ konzentrieren, und möglichst viele neue Privatkunden und kleinere Firmenkunden hinzu gewinnen. Das zahlt sich aber erst richtig aus (Thema Zinsmarge), wenn die Zinswende in Euroland eintritt.

Im Zuge der schwächelnden Dax-Kurse der letzten Tage hat die Aktie vor allem gestern deutlich verloren, weil die Analystin Giulia Aurora Miotto von Morgan Stanley gestern das Kursziel der Commerzbank-Aktie von bislang 15 auf jetzt 12 Euro gesenkt hatte. Die Einstufung ändert man von Übergewichten auf Halten. Der Vorsteuergewinn der Bank werde bis 2020 wohl geringer ausfallen als bislang gedacht, so ihre Meinung. Mit dieser Anpassung trage man den strukturellen Ertragsherausforderungen im Firmenkundengeschäft und den niedrigen Zinsen Rechnung.

Die Tiefskurse der Aktie bei 5,20 Euro aus dem Jahr 2016 könnten (so meinen wir) die große finale Unterstützung bilden – bis dahin ist es aber noch ein verdammt weiter Weg. Auch würde dafür eine fundamentale Begründung fehlen. Unter die optisch wichtige Marke von 10 Euro ist die Aktie ja bereits gefallen (aktuell 9,53 Euro). In diesem großen längerfristigen Chartbild könnte man sich als interessierter Anleger wie bei der Deutsche Bank-Aktie die Frage stellen: Ist hier noch Luft nach unten, oder ist dies jetzt eine Kaufgelegenheit?

Die Aktie der Commerzbank seit 2015
Die Aktie der Commerzbank seit 2015.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Marko

    26. Mai 2018 01:12 at 01:12

    Meine Antwort ist so einfach wie die Überschrift : Ja !

  2. Avatar

    Marko

    26. Mai 2018 11:01 at 11:01

    Na ja , wir erleben die „Digitalisierung“ der Märkte. Sitchwort : „Fintech“

    Davon ist natürlich auch der 08/15 – Laden Commerzbank/Deutsche Bank, Sparkasse, Volksbank usw… betroffen ? Ist das jetzt so eine große Überraschung ?

    Und die „Zinswende“ wird eintreten müssen (!). Der Turnaround kommt bestimmt.. Siehe EUR / USD ?
    :D

  3. Avatar

    Marko

    26. Mai 2018 18:17 at 18:17

    „Die Tiefskurse der Aktie bei 5,20 Euro aus dem Jahr 2016 könnten (so meinen wir) die große finale Unterstützung bilden – bis dahin ist es aber noch ein verdammt weiter Weg. Auch würde dafür eine fundamentale Begründung fehlen.“

    Was ?!? Ersthaft ? Also seid Ihr Bullen (bei den Bankstern) ?

    VOW ? Also, keine Bärenhöhle , so wie (normalerweise) immer ? Klasse … :D Bravo !

    Na, was wird wohl passieren, sollte die EZB die Zinsen erhöhen ?

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Aktien

Klarer Trend: Die Risiken nehmen weltweit zu – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist in dieser Frage eigentlich Ihre Meinung? Wird die Welt, wird unser Lebensumfeld nicht pausenlos gefährlicher? Denken Sie einmal an den Klimawandel oder an die Corona-Pandemie! Oder stellen Sie sich einmal vor, in Deutschland fällt das Internet nur für zwei Stunden aus? Die Konsequenzen für unser digitalisiertes Leben wären verheerend. In den Städten würden die Verkehrsleitsysteme kollabieren, viele Ampelanlagen würden nur noch blinken, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Tatsächlich aber ist unser Leben nicht gefährlicher als früher. Auch zu Kaisers Wilhelms Zeiten kannte die Menschheit schon Naturkatastrophen, Finanzkrisen oder etwa Krieg und auch Terrorismus.

Trotzdem haben wir in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel erlebt, der für uns alle, für Unternehmen und sogar für Staaten eine neue bisher unbekannte Risikodimension bedeutet.

Ein plattes Beispiel: Wenn vor hundert Jahren der Busch in Kalifornien brannte, was er auch damals schon tat, wurden einige Blockhütten vernichtet. Wenn dort heute Waldbrände wüten, sind Städte und große Unternehmensanlagen im Milliardenwert bedroht. Und das ist der springende Punkt: Die Gefahr war immer schon da, nur das Risiko des erheblichen Vermögensverlustes war weit geringer.

Heute sind durch eine Wetterkatastrophe, eine Pandemie oder auch eine Finanzkrise immer gleich Milliardenwerte bedroht. Vor diesem Hintergrund haben sich schon Ende des vergangenen Jahrhunderts Dienstleister oder Unternehmen mit der Risikoanalyse befasst. Ein bekanntes Unternehmen dieser Branche ist etwa der US-Risikoanalyst Moody´s, der sein Geld vorwiegend in der Finanzbranche verdient. Daneben bieten Unternehmen wie SAP, Oracle oder IBM verschiedene punktuelle Risikomodelle für Ihre Unternehmenskunde an.

Alle diese Unternehmen rechnen US-Investoren dem „Global Risk Market“, also dem Markt für Risikoanalyse zu. In Europa ist dieses spannende Segment leider noch wenig bekannt und etwas unterbelichtet. Das ist schade, denn dieses Segment wächst seit Jahren ganz erheblich und vor allem sehr stetig, wie Sie sich sicherlich ausmalen können.

Warum diese Aktie praktisch immer steigt

Mein persönlicher Favorit aus diesem Marktsegment ist ein US-Unternehmen, dass seine Wurzeln ursprünglich in der Versicherungsbranche hat. Damals schlossen sich die großen US-Versicherer und Warren Buffett zusammen, um quasi eine eigene Risikoabteilung zu gründen, da Versicherungsrisiken zunehmend schwieriger zu kalkulieren waren. Das Unternehmen sammelte zunächst Daten und entwickelte schließlich ein einzigartiges Prognosemodell, damit Versicherungsrisiken prognostizierbar wurden.

Heute arbeitet der Risikoanalyst auch für Banken und zählt ausnahmslos alle westlichen Kreditkarten-Unternehmen zu seinen Kunden. Wir alle haben in der Finanzkrise erfahren, was passiert, wenn Finanzdienstleister ihre…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Aktien

Tesla: Elon Musk enttäuscht, Aktie fällt – bald schon Schnee von gestern?

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla

Gestern gab es neben der Hauptversammlung auch den so groß erwarteten „Battery Day“ bei Tesla (hier dazu der gestrige Video-Kommentar eines Analysten). Kurz gesagt: Es war eine Enttäuschung. Analysten erwarteten für gestern von Tesla die Verkündung einer Batterie, die 10 Jahre oder länger halten könnte. Und es wurden konkrete Ziele für Kostensenkungen erwartet.

Tesla-Chef Elon Musk enttäuscht

Was Elon Musk verkündete, war einmal mehr gut verpackt seine Art von Marketing. Etwas Großes und Wundervolles ankündigen, was sich beim genaueren Hinschauen doch eher als Luftnummer entpuppt, als weit entfernter Traum, der noch gar nicht konkret greifbar ist. Genau so könnten BMW oder VW ihre neuesten noch weit entfernten E-Auto-Pläne hier und heute als Sensation verkaufen. Tesla will nämlich ein E-Auto für 25.000 Dollar bauen. Man versprach in den nächsten Jahren die Batteriekosten mit neuen Technologien und Verfahren um die Hälfte zu reduzieren, und so ein erschwingliches E-Auto anbieten zu können. Aber, so Elon Musk, die Voraussetzung für ein 25.000 Dollar-Auto von Tesla sei nun mal die drastische Kostensenkung bei den Batterien, und das könne man erst in drei Jahren erreichen!

Was für eine Enttäuschung. Die Tesla-Aktie verlor am gestrigen Handelstag 5,6 Prozent, und dann ab 22 Uhr nachbörslich nochmal 6,9 Prozent. Dieses nachbörsliche Minus hat sich abgeschwächt auf aktuell nur noch -4,8 Prozent, und jetzt in der ganz frühen Vorbörse liegt die Aktie bei 403 Dollar.

Tesla-Chef Elon Musk sagte gestern auch, dass es dem Unternehmen in 2020 sehr gut gehe. Man werde trotz schwieriger Umstände wahrscheinlich ein Wachstum zwischen 30-40 Prozent hinlegen. Tesla halte am Jahresziel fest, rund 500.000 E-Autos zu verkaufen. Das wäre eine Steigerung von 36 Prozent im Jahresvergleich. Und das in einer Zeit, wo die „alten“ Autohersteller arg unter der Coronakrise leiden.

Zur großen Tesla-Show gehört wohl auch, dass sich Elon Musk wie gestern geschehen von seinen Fans (die natürlich auch Aktionäre sind) per Hupkonzert abfeiern lässt. Denn HV/Battery Day fanden Corona-bedingt auf einem Open Air-Gelände statt, wo die Anwesenden in ihren Tesla-Autos saßen, und die Tesla-Offiziellen oben auf einer Bühne standen. So eine Show sieht man bei den staubigen Veranstaltungen von Daimler, BMW und Co wohl nicht. Es mag wohl auch dieses hippe, jugendliche Spaß-Image sein, dass Tesla den Erfolg bringt – sei es auch nur ein gefühlter Erfolg.

Blick auf die Aktie

Wird die Tesla-Aktie diesen aktuellen Rückschlag wegstecken? Gut möglich. Denn man schaue auf den folgenden Chart. Man sieht hier den Kursverlauf der Aktie seit Mai – hier wurde der jüngste Aktiensplit schon voll berücksichtigt. Seit Mai gab es einen Anstieg in der Tesla-Aktie von 163 auf über 500 Dollar. Dann der jüngste Rückschlag auf 330 Dollar, wo alle Welt schon an den großen (längst überfälligen?) Crash der Aktie glaubte. Und jetzt sind wir wieder bei 400 Dollar. Man sollte die streng gläubige Gefolgschaft von Elon Musk nicht unterschätzen.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie seit Mai

Hier in voller Länge von gestern die Hauptversammlung mit „Battery Day“ von Tesla, die mehr als 270.000 Menschen live verfolgten.

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Aktien

Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

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Von

Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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