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Aktienmärkte – 2019 Musterjahr der Saisonalität

Die Saisonalität ist ein Phänomen an den Börsen, dessen Beachtung oft eine zusätzliche Aktienperformance einbringen kann

Damit läuft sie also,die Jahresendrallye – wiederum saisonaltypisch und beim Dax besonders ausgeprägt, denn dieser ist seit dem Augusttief in der Spitze schon 2200 Punkte nach oben gesprungen, fast 20 Prozent. Damit nimmt der deutsche Leitindex, der durch die Rezession im Industriesektor viel tiefer gefallen war als andere Indizes, eine Erholung vorweg, die aber in den Indikatoren noch nicht wirklich zu sehen ist (hierzu heute später mein zweiter Artikel mit dem Blick auf diese Woche).

In diesem Zusammenhang muss ich noch einmal die Statistik bemühen, die aussagt, dass es schon eine überragende Wahrscheinlichkeit (94 Prozent seit dem Start des Dax 1988) gibt, dass das vierte Quartal der Aktienmärkte dem Trend des Jahresverlauf folgt, wenn die ersten neun Monate positiv verlaufen sind.

Jetzt fehlt für die Aktienmärkte eigentlich nur noch die Santa Claus-Rally im Dezember: ursprünglich vorgesehen für die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen und die ersten Neujahrstage, wenn frisches Kapital an die Börse fließt. Dann hätten wir eine fast schon idealtypische Umsetzung des saisonalen Musters beim Dax .

Wäre da nicht der Mann im weißen Haus, dessen Irrationalität nicht nur eine Heerschar von US-Psychologen beschäftigt, sondern auch Millionen Anleger, die auf Phase 1 oder das wenig beschriebene Blatt warten, welches noch dieses Jahr unterzeichnet werden soll – oder auch auf eine sture Fortsetzung der doch so „ertragreichen“ Bezollung der bösen Staaten.

Fazit

Die Saisonalität ist ein Phänomen der Aktienmärkte, dessen Beachtung dem Börsianer oft eine zusätzliche Aktienperformance einbringen kann. So geschehen in diesem Jahr, aber es gibt eben auch immer wieder Ausreißer in der anderen Richtung. Aktienmärkte werden und können niemals einem Schema folgen, weil sie versuchen die absolut unsichere Zukunft einzupreisen. Und die ist derzeit besonders unsicher, zumindest, wenn man den aktuellen Zyklus seit 2009 heranzieht.

Im Jahr 2019 hat das Muster der Saisonalität bisher erstaunlich gut geklappt – was viele wiederum total überrascht haben dürfte.

Aber es gibt ein überragendes Schema, welches statistisch gesehen, alles andere schlägt – das übergeordnete Jahresschema: Hätte man als Anleger in den vergangenen Jahrzehnten nur in den Monaten Mai bis Oktober investiert, hätte sich das Anlagekapital kaum vermehrt, bei einer Investition ausschließlich in der restlichen Zeit zwischen November und April hätte sich die Summe verzigfacht, je nach Betrachtungszeitraum. Dieser rätselhafte Effekt lässt sich bis ins 17. Jahrhundert nachweisen. Was natürlich nicht für alle Einzeljahre gegeben ist, nur eben in der überragenden Gesamtrechnung.

Börse bleibt unberechenbar und deshalb funktioniert sie auch, jeder bekommt seine Chance, ob Kleinanleger oder Milliardär. Und da nennen wir jetzt nicht den Namen des Mister „Ein-Millionen-Prozent“.

Dike Aktienmärkte zeigten dieses Jahr typische saisonale Muster



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