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Aktienmärkte aktuell: Rally – Impfstoff für Coronavirus

Markus Fugmann

Veröffentlicht

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Soeben eine scharfe Rally der Aktienmärkte: ein britischer Wissenschaftler (Professor Robin Shattock) berichtet von einem „Durchbruch“ bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus. Man könne schon nächste Woche mit Tierversuchen beginnen und dann im Sommer an Menschen testen) wenn die Finanzierung gewährleistet sei, wie „Sky News“ berichtet unter Berufung auf Professor Shattock:

„Conventional approaches usually take at least two to three years before you even get to the clinic. And we’ve gone from that sequence to generating a candidate in the laboratory in 14 days.

And we will have it in animal models by the beginning of next week. We’ve short-tracked that part. The next phase will be to move that from early animal testing into the first human studies.

And we think with adequate funding we could do that in a period of a few months.“

Ähnliche Fortschritte scheint man auch in China erzielt zu haben.

Das ist eine gute Nachricht – aber vor Sommer wird es selbst im besten Fall keine Markt-fähige Impfung gegen das Virus geben. Und im Sommer dürfte diese Cornavirus-Welle, wie alle Grippe-Wellen, wohl ohnehin schon vorbei sein (die Viren vertragen Wärme nicht). Entscheidend ist doch vielmehr der ökonomische Folgeschaden bis zum Sommer in China (gestern hat mit Nike der erste große Konsumgüter-Konzern vor den Folgen gewarnt) und damit der globalen Wirtschaft – und daran ändert auch dieser Impfstoff (wenn er denn tatsächlich in diesem Zeitraum entwickelt werden kann) nichts mehr..

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    Jan

    5. Februar 2020 10:09 at 10:09

    Mir kommt das langsam komisch vor.
    Auf einmal?
    Bislang lese ich nirgendwo dass Corona gefährlich ist für normal gesunde Menschen, eher ungefährlicher als „der Grippe“ wo auch jeden Winter geschwächte Menschen dran sterben. China wird abgeriegelt und die WHO sagt dass Reisebeschränkungen nicht nötig sind.
    Diese ganze Panik, ist die gerechtfertigt oder dient die irgendwelchen Zweck oder steckt noch was dahinter was nicht berichtet wird?
    Trump kann es recht sein, eine Ausrede für Wirtschaftseinbüßen ohne sein Schuld wäre bequem um das kunstlich hoch halten runter zu fahren.
    Was China vor hätte mit unnötige Panik, keine Ahnung.
    Was meint FMW?

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      BrettonWood

      5. Februar 2020 10:26 at 10:26

      Die einzigen beidem Todesfallle ausseehabl China betrafen eine 39 Jährigen & einem 41 Jährige das sind nun nicht klassisch geschwächte…ansonsten weiss man doch eher wenig über die die tatsächlich gestorben sind….würde es sich um eine Art Grippe handlen wären die Reaktionen Chinas völlig überzogen, China ist nicht umbedingt dafür bekannt das es die Gesundheit oder das Wohlergehen der Bevölkerung über die wirtschaftlichen Interessen stellt:
      Entweder ist das Virus viel schmimmer und China weiss das und die
      massnahmen sind sehr wohl gerechtferigt oder meine zweite These

      Das ist für Donald, wenn China jetzt so unter dem
      deckmäntelechen einer Pandemie Weltweit die Lieferketten aufsprengt und für eine schöne Delle in der Wirtschaft sorgt wird die wunderbar zu Wahl von Donald zu Tage treten, ist es der grosse Absetzplan gegen Donald?

    • Avatar

      grafiksammler

      5. Februar 2020 10:42 at 10:42

      Natürlich werden Informationen unterdrückt. So hat letzte Woche schon ZeroHedge ausführlich über die Zusammensetzung des Virus berichtet. 25% HIV Anteil. Das kann nur durch ein Speziallabor gezüchtet worden sein. Alle Berichte sind aus dem Internet ( Zensur bei z.B. Twitter, Facebook ) entfernt worden.

      • Avatar

        BrettonWood

        5. Februar 2020 12:10 at 12:10

        Die Natue ist viel kreativer als der Mensch….daher würde ich aus der Zusammensetzung auf gar nichts schliessen…wir verstehen weder das elnschliche Genom noch das Hirn auch nur Amsatzweise in seiner Funktion, die Natur hat beides hergestellt…der Mensch meint immer es sei die Krone der Schöpfung…ich glaube eher an die These aus Matrix, wir sind das Virus….welches nur pberleben kann durch ausbreitung auch noch nicht infizierte gebiete

  2. Avatar

    susiklatt

    5. Februar 2020 10:13 at 10:13

    „im Sommer an Menschen testen“ –
    nein danke – ich würde mir so etwas nicht reindrücken lassen

    • Avatar

      Jan

      5. Februar 2020 10:24 at 10:24

      Sie, wir, die Menschen brauchen das auch gar nicht.
      Heute scheint die Sonne in große Teile Europas. Alles ausziehen, draußen in der Sonnenschein eine Pirouette drehen und die UV Strahlung (extra hoch in der Frühling) tötet alle Viren, fertig.
      Vielleicht auch noch lustig.

  3. Avatar

    BrettonWood

    5. Februar 2020 10:22 at 10:22

    Es ist völlig absurd während man die negativen Folgen ausblendet und jaschon hinter das Virus blickt, feiert
    Man dann irgemdwelche Nachrichten aus Halbglaubwürdiger Quelle….und bleendet dabei weiterhin die Tatsache aus, das es für den Markt noch recht bitter werden kann. Langsam zweifle ich daran das der Markt noch ordentlich funktioniert und ich frage mich ob er das jemals noch tun word oder ob wir nun befeuert von den Notenbanken weiterlaufen bis der ganz grosse Knall lommt, oder ist die Masse wirklich so blöd und lässt sich weiter enteignen von den 1% und lacht dabei auch noch….die Weöt ist ein völliges Irrenhaus geworden, jeder der noch arbeitet ist ein Vollidiot, kommt ihr euch nicht blöde vor? Was verdient ihr so pro Stunde? Mit Tesla kann
    Man win vielfaches davon machen…warum also
    Morgens noch aufstehen, ich
    Meine die Chinesen bleiben jetzt ja auch zuhause, who cares….völliger Wahnsinn oder kompletter Betrug

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      berti001

      5. Februar 2020 10:55 at 10:55

      Jap!!!
      Stimme dem zu und neinm der markt wird nicht mehr ordentlich funktionieren!

  4. Avatar

    Sven

    5. Februar 2020 10:41 at 10:41

    Na bitte, die erste Erleichterungsrally bezüglich Impfstoff. Da werden weitere kommen. Ist ja fast wie der Handelkriegs-Optimismus, jetzt wird jede Corona-Hoffnung gespielt. Wieder enormes Up-Potential für die Märkte.

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    andweb

    5. Februar 2020 10:42 at 10:42

    Alles sehr suspekt…
    Am Ende befinden wir uns mitten in einem kalten Krieg zwischen den beiden Großmächten USA und China. Man könnte den Eindruck haben, dass der Virus „bewusst“ in die Hauptreisezeit der Chinesen platziert wurde, um eine Panik an den Märkten auszulösen.
    Der gewollte Crash ist aber durch die Liquiditätsflut der FED ausgeblieben und um die Kollateralschäden nicht größer werden zu lassen wird „auf einmal“ ganz schnell ein Impfstoff gefunden. Sehr merkwürdig das ganze!

  6. Avatar

    Marcus

    5. Februar 2020 10:53 at 10:53

    Wer weiß ob das alles so stimmt. Und wie FMW richtigerweise sagt, selbst wenn das wahr sein sollte, wird ein Impstoff niemals innerhalb von 6 Monaten verfügbar sein. Relevant werden die wirtschaftlichen Folgen sein, denn ohne Probleme wird das sicher nicht vonstatten gehen, alleine wenn man sich die Meldungen über Werksschließungen und Produktionsstopps anschaut.

    • Avatar

      berti001

      5. Februar 2020 11:02 at 11:02

      ja aber ist doch sch…egal, das ist wie mim Handelsdeal….

      es ist alles sch…egal, hauptsache jede Nacht kommt frisches Geld….

    • Avatar

      Sven

      5. Februar 2020 11:09 at 11:09

      Die Börse preist die Zukunft ein. Macht sie gerade, indem sie den Wirtschaftsknick schon ausbeult und mit steigenden Kursen belohnt. Selbst die Befürchtungen einer kleinen Bremsspur der Wirtschaft hat nicht zu größeren Einbußen bei den Kursen geführt. Die Märkte wollen nach oben. Daran wird sich nichts ändern.

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        BrettonWood

        5. Februar 2020 12:45 at 12:45

        Die Frage ist welche Zukunft, fundamemtal kann
        Man der Börse das Wachstum unter einem
        Einzigen Gesichtspunkt zugestehen, nähmlich der Wertzerfall unseres Geldes, wenn ein Unternehmen gleich viel Wert bleibt, aber der Dollar zerfällt, dann rechtfertigt es sich absolut das die Anteile gemessen in Dollar immer teurer werden ohne das sich der eigentliche Wert eines Unternehmens verändert, unter diesem Gesichtspunkt kann sogar der Umsatz schrumpfen und ein Unternehmen immer mehr Wert werden (in Dollar oder anderen Währungen gemessen) das sind aber keine Wertsteigerungen sondern der Banale ausgleich des Wertzerfalles unserer Währungen, wenn der Markt immer Recht hat, ist das der fundamental einzige Grund warum das passiert was wir gerade sehen….der dumme ist der der heute noch arbeitet für den gleichen Lohn der eigentlich schon längst nichts mehr Wert ist, wir bescheissen uns ja seit Jahrzenten selbst, wir verbilligen Lebensmittel mit Subventionen an die Bauern und wir führen nun Mietdeckel ein alleine darum das der dumme Michel nicht merkt das sein Lohn eigentlich schon lange keinen Wert mehr hat….er kann noch überleben der Michel und für viel mehr reichts dem
        Meisten geistig sowieso nicht…aber partipizieren kann er nicht mehr…es ist schon fast schamlos offensichtlich wie die Masse ausgebeutet wird….

  7. Avatar

    Michael

    5. Februar 2020 12:07 at 12:07

    Nachdem der größte Deal aller Zeiten in trockenen Tüchern ist, kann hier nicht länger mit ständig neuem Fake-Optimismus gepusht werden. Was käme da mehr gelegen, als das Coronavirus und gut lancierte Hoffnungsmeldungen. Wie ich vor zwei Tagen scon geschrieben hatte, preist man völlig übertrieben die Entwicklung eines Impfstoffes irgendwann in der Zukunft ein. Bis Sommer sind es noch 4 oder mehr Monate. Bis dahin ist halb China in Quarantäne, die Fabriken stehen still. Gut, man könnte die Uiguren und Tibeter dorthin zwangsverlagern und zu Zangsarbeit verdonnern. Drei Fliegen mit einer Klappe…

    Aber wie sieht die Realität aus? Täglich gibt es ähnliche Meldungen wie die folgenden zu Schließungen und Stillstand zu lesen:

    Nike schließt Hälfte seiner China-Filialen.
    Quarantäne wegen Coronavirus: Zehn Passagiere auf Kreuzfahrtschiff infiziert.
    Cathay Pacific legt Virus-Zwangspause ein.
    Airbus stoppt Jet-Produktion in China.
    Wegen der Corona-Epidemie können viele Chinesen nicht zur Arbeit gehen. Bänder deutscher Autobauer im Land stehen somit still.

    Da haben die Börsen mal wohl wieder vergessen, erst einmal die wirtschaftlichen Folgen für die nächsten zwei Quartale adäquat auszupreisen. Es macht aber auch viel mehr Spaß, eine Zukunft in 6 Monaten oder später einzupreisen, die doch bestenfalls den Status Quo vom 31.12.2019, also die Zeit vor Bekanntwerden des Virus, erreicht haben kann.

    • Avatar

      Faktist

      5. Februar 2020 12:49 at 12:49

      Die Börsen sind keine Börsen!!! Es sind Casinos für Superreiche und die spielen täglich mit den Kursen… Unternehmensbewertungen sind denen egal. Da geht es nur darum Profit mit den Wetten zu machen.

      Das kann man sowas wie „Da haben die Börsen mal wohl wieder vergessen…“ nicht sagen, weil wir gesagt, dass hat nichts mehr mit Börsen und Unternehmenswerten zu tun.

      Wenn die Verbrecher aus Amiland wollen, können die innerhalb von 1 Tag den DOW auf 40000 ansteigen lassen, aber fallen darf er nur auf max 7% an einem Tag, weil es ja seit graumer Zeit so eingestellt ist.

      Früher war der Markt frei und da konnten auch abverkäufe 10 oder 25% stattfinden, aber jetzt ist bei 7% schluss… und dass sagt doch wohl alles, dass die Börse keine Börse mehr ist, sondern eine gesteuerter Betrügerverein.

      Ach ja und China hat seit Anfang 2020 passen auch die 7% Regel eingeführt… wie praktisch oder? Tja dann wird es auch niemals mehr Crashs geben und dadurch auch kein Bärenmarkt entstehen… weil die Unternehmenszahlen ja keine Rolle mehr spielen.

      • Avatar

        BrettonWood

        5. Februar 2020 14:01 at 14:01

        Aber an der Börse ist des einen Gewinn des anderen Verlust…. oder wie war das ? ah nein stimmt ja, die Fed hat ja Stühle für alle parat auf der Reise nach Jerusalem….

  8. Avatar

    Torsten

    5. Februar 2020 12:58 at 12:58

    2030 soll ein Super Aktienjahr werden

    Wer schlau ist kauft schon jetzt!

  9. Avatar

    susiklatt

    5. Februar 2020 13:28 at 13:28

    als es damals die ersten Medikamente zu HIV gab, sind die Leute zunächst an
    den Medikamenten gestorben nicht am Virus

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Aktien

Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

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am

Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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US-Wahl: Noch drei Monate Unsicherheit – Wall Street hat Trump abgehakt

Auf eines können sich die seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse lebenden US-Amerikaner und die Wallstreet weiterhin verlassen: auf die bei der US-Wahl im Schatten bleibende US-Notenbank Fed

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Nur etwas mehr als eine Woche dauert es bis zur US-Wahl, aber fast 90 Tage sind es noch, bis in den USA die Amtseinführung des neuen bzw. alten Präsidenten stattfindet. Bis dahin sind große Würfe im US-Kongress in Sachen Wirtschaftshilfen unwahrscheinlich. Können die Aktienmärkte ihren Optimismus auch gegen die ungewöhnliche Vielfalt an Unsicherheiten aufrechterhalten und ihre Kursniveaus verteidigen – oder droht ein neuer Crash?

US-Wahl der Extreme

Die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 finden in einer Zeit statt, in der die Finanzmärkte mit außergewöhnlichen Unsicherheiten konfrontiert sind. Diese begannen schon vor gut einem Jahr mit der Beinahe-Implosion des US-Repo-Marktes. Damals konnte nur durch Notfallmaßnahmen der US-Geldpolitik in Form von Interventionen am Geldmarkt und durch die zur Verfügung Stellung von internationalen US-Dollar-SWAP-Linien ein Kollaps des Bankensystems verhindert werden.

Ohne die anhaltende und im Zuge der Pandemie sogar noch drastisch ausgeweitete Notfallpolitik der US-Notenbank Fed wäre der Stress am Markt für US-Repo-Geschäfte wohl auch ein Thema bei der US-Wahl gewesen. Schließlich war es auch die hohe Neuverschuldung durch das US-Finanzministerium die zu der Liquiditätsaustrocknung am Markt für kurzlaufende US-Staatsanleihen führte. Dabei lautete eines der spektakulärsten Wahlversprechen von Donald J. Trump gegenüber The Washington Post im April 2016 die damals 19,3 Billionen US-Dollar hohen Bundesschulden im Falle seiner Wahl innerhalb von nur acht Jahren komplett zu tilgen. Auch ohne die Kosten der Corona-Pandemie war das utopisch und nichts weiter als billige Wahlkampfpropaganda. Die Schuldenuhr zeigt gemäß US-Finanzministerium zum 22. Oktober 2020 übrigens einen Stand von 27,1 Billionen US-Dollar an (Public Total Debt). Ein Anstieg um 7,3 Billionen US-Dollar bzw. 36 Prozent seit dem Amtsantritt von Präsident Trump im Januar 2017.

Weitere Unsicherheitsfaktoren für die zukünftige Wirtschafts- und Gewinnentwicklung in den USA sind neben der wieder stark an Dynamik gewinnenden Corona-Pandemie die Zerschlagungsbestrebungen von „Big Tech“, die nach wie vor prekäre Lage am US-Arbeitsmarkt mit über 30 Millionen Transferleistungsempfängern sowie saisonbereinigt rund 12,6 Millionen Arbeitslosen im September 2020.

Fast unbemerkt von den Devisenmärkten hat sich kurz vor der US-Wahl das Handelsbilanzdefizit der USA mit 67,1 Mrd. US-Dollar im August 2020 auf das höchste Niveau seit der Lehman-Krise im Jahr 2008 aufgebläht. Der Handelskrieg, nicht nur mit China, konnte diese Entwicklung nicht verhindern. Nach wie vor sind die USA in der Gesamtbetrachtung nicht in der Lage, in vielen Sektoren international wettbewerbsfähig zu sein (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Die Herausforderungen, mit denen die USA in Friedenszeiten während dieser US-Wahl konfrontiert werden, sind einmalig. Dies gilt auch für den Amtsinhaber Donald J. Trump, der in vielen seiner Handlungen und Worte sehr unkonventionell und extrem anmutet. Man kann nur spekulieren, wie ein Präsident oder eine Präsidentin anderen Charakters eine solche Gemengelage meistern würde.

Der heimliche Präsident tritt bei der US-Wahl gar nicht an

In Kombination mit dem US-Staatsdefizit in Höhe von ca. 17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ergibt sich mit dem Defizit im Außenhandel ein fatales Bild für die größte Volkswirtschaft der Welt. Das Mantra des stärksten und mächtigsten Landes der Welt ist nur noch eine hohle Phrase, basierend auf der Androhung von Waffengewalt und extraterritorialen Repressalien. Ob die Welt ohne diesen Status besser dastünde, ist seriös nicht prognostizierbar und auch nicht, wie lange diese Epoche der US-Dominanz noch währt.

Auf eines können sich die seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse lebenden US-Amerikaner und die Wallstreet aber weiterhin verlassen: auf die bei der US-Wahl im Schatten bleibende US-Notenbank Fed, die beliebig viele Dollars zum Ausgleich des Zwillingsdefizits und zur Aufrechterhaltung der US-Wirtschaft erzeugen kann. Natürlich auch, um die Party im Börsensaal auf der Titanic in Schwung zu halten. Dem heimlichen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Jerome Hayden „Jay“ Powell und seinem Offenmarkt-Komitee sei Dank.

Die Bilanzsumme der US-Notenbank (Fed) hat nun kurz vor der US-Wahl mit einem Gesamtvolumen von 7,18 Billionen US-Dollar das absolut und in Relation zum jährlichen BIP höchste Niveau aller Zeiten erreicht. Dabei kann man den geldpolitischen Akteuren keine Parteinahme für den ein oder anderen Kandidaten im US-Wahlkampf unterstellen. Die Intention der anhaltenden Geldflutung des Finanzsystems ist schlicht und einfach, dessen Existenz weiterhin sicherzustellen. Gegen diese Zwangslage wird auch in Zukunft keiner der zur Wahl stehenden Kandidaten Politik betreiben können. Damit manifestiert sich die Rolle der zum Teil in privater Hand befindlichen Fed als Staat im Staate weiter und die Demokratie US-amerikanischer Prägung wird trotz Wahl endgültig zur Illusion.

Die Wallstreet hat Trump schon abgehakt

Die Finanzmärkte haben diesen Zusammenhang längst hergestellt, was auch erklärt, warum sich die Vermögenspreise trotz der Vielfalt extremer Unsicherheiten, inkl. dem Ausgang der US-Wahl, in luftigen Höhen bewegen. Besonders deutlich wird dies an der positiven Korrelation zwischen steigenden Umfragewerten für den Herausforderer Joseph Biden und der Zuversicht auf ein noch größeres, von der Fed finanziertes Stimulusprogramm. Für diese Aussicht ignoriert man sogar mögliche Steuererhöhungen für Einkommensmillionäre und Unternehmen im Falle eines Sieges der Demokraten bei der US-Wahl.

Aus Sicht vieler tief religiöser Trump-Wähler stellt sich ohnehin die Frage, warum man den exzentrischen Präsidenten nochmals wählen sollte? Schließlich hat er mit der Neubesetzung des obersten Gerichts und der größten Steuerreform der letzten 35 Jahre schon sehr viel erreicht. Wie viel mehr könnte er in einer zweiten Amtsperiode noch erreichen, was sein exzentrisches und volatiles Verhalten aus Sicht evangelikaler und katholischerer Wähler entschuldigt?

Die Zeitlücke nach der US-Wahl

Lediglich die zeitliche Verzögerung zwischen dem Wahltermin am 3. November und der Amtseinführung am 20. Januar könnte bei dieser US-Wahl ein besonderes Risiko darstellen. Die Zahlungen aus den Corona-Hilfspaketen gehen bereits seit August deutlich zurück, die zweite Welle der Pandemie schließt in den USA mit neuen Rekordansteckungen nahtlos an die erste Welle an. Wie lange wird es dauern, bis sich dies in der Konsumentenstimmung sowie den Konjunktur- und Unternehmenszahlen niederschlagen wird?

Ein nochmaliger Corona-Crash als erneute Einstiegsopportunität?

Im wahrscheinlichsten Fall wäre ein nochmaliger Rückschlag bei den Vermögenspreisen eine ebenso lohnenswerte Einstiegsmöglichkeit wie bereits während des Lockdown-Crashs im März dieses Jahres.

Man sollte also trotz aller Risiken nicht zu viele Chips vom Tisch nehmen, auch wenn die Gemengelage zur Vorsicht mahnt. Doch Fakt bleibt: Auf die Fed ist Verlass und deren Pulverkammern, bestehend aus ungedecktem digitalem FIAT-Geld, sind unlimitiert und können unabhängig von finanzpolitischen Entscheidungen des Kongresses die Unternehmen, die Verbraucher und die Finanzmärkte stützen.

Fazit und Ausblick

Mag man zu den US-Präsidentschaftskandidaten stehen, wie man will, für die Finanzmärkte spielt die Musik schon lange nicht mehr in der Pennsylvania Avenue 1600 in Washington (Weißes Haus), sondern Ecke Constitution Ave NW und 20th St. NW (Board of Governors of the Fed).
Besonders bei dieser US-Wahl spielen für Anleger starke Nerven und das Aushalten hoher Volatilität eine große Rolle. Ebenso wie ein gesunder Opportunismus. Dabei ist es für den Anlageerfolg unerheblich, welchen Kandidaten man persönlich präferiert oder ob man an dieses oder jenes glaubt oder nicht glaubt. Entscheidend ist das Verständnis für den Zusammenhang zwischen digitaler Notenpresse und Vermögenspreisen. Diese Konstante wird uns mit weiter zunehmender Bedeutung noch eine Weile erhalten bleiben.

Die US-Wahl bringt zunächst Unsicherheit, aber entscheidend für die Aktienmärkte ist die Fed

 

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Finanznews

US-Wahl: Wer liegt falsch? Marktgeflüster (Video)

Die US-Wahl rückt immer näher – und die verschiedenen Märkte senden unterschiedliche Signale! Wer hat Recht – und wer liegt daneben? Eine Analyse der Lage

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die US-Wahl rückt immer näher – und die verschiedenen Märkte senden unterschiedliche Signale! Das sind die Anleihemärkte, die mit steigenden Renditen von einem klaren Sieg von Joe Biden und den US-Demokraten ausgehen und daher mit einem großen Stimulus rechnen. Die Aktienmärkte dagegen scheinen noch unentschlossen und fokussieren sich auf das kurzfristige Geschehen, ergo die Hoffnung auf einen Stimulus noch vor der US-Wahl. Anders aber sieht es der Devisenmarkt: der US-Dollar bleibt robust, große Player haben ihre Wetten auf einen fallenden Dollar aufgelöst. Wenn aber der Dollar nicht schwächer wird heißt das, dass es den von den Anleihemärkten prognostizierten klaren Sieg der US-demokraten bei der US-Wahl nicht geben wird. Haben also die Devisenmärkte recht – oder doch die Anleihemärkte?

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

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