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Aktienmärkte aktuell: Rally – Impfstoff für Coronavirus

Markus Fugmann

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Soeben eine scharfe Rally der Aktienmärkte: ein britischer Wissenschaftler (Professor Robin Shattock) berichtet von einem „Durchbruch“ bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus. Man könne schon nächste Woche mit Tierversuchen beginnen und dann im Sommer an Menschen testen) wenn die Finanzierung gewährleistet sei, wie „Sky News“ berichtet unter Berufung auf Professor Shattock:

„Conventional approaches usually take at least two to three years before you even get to the clinic. And we’ve gone from that sequence to generating a candidate in the laboratory in 14 days.

And we will have it in animal models by the beginning of next week. We’ve short-tracked that part. The next phase will be to move that from early animal testing into the first human studies.

And we think with adequate funding we could do that in a period of a few months.“

Ähnliche Fortschritte scheint man auch in China erzielt zu haben.

Das ist eine gute Nachricht – aber vor Sommer wird es selbst im besten Fall keine Markt-fähige Impfung gegen das Virus geben. Und im Sommer dürfte diese Cornavirus-Welle, wie alle Grippe-Wellen, wohl ohnehin schon vorbei sein (die Viren vertragen Wärme nicht). Entscheidend ist doch vielmehr der ökonomische Folgeschaden bis zum Sommer in China (gestern hat mit Nike der erste große Konsumgüter-Konzern vor den Folgen gewarnt) und damit der globalen Wirtschaft – und daran ändert auch dieser Impfstoff (wenn er denn tatsächlich in diesem Zeitraum entwickelt werden kann) nichts mehr..

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    Jan

    5. Februar 2020 10:09 at 10:09

    Mir kommt das langsam komisch vor.
    Auf einmal?
    Bislang lese ich nirgendwo dass Corona gefährlich ist für normal gesunde Menschen, eher ungefährlicher als „der Grippe“ wo auch jeden Winter geschwächte Menschen dran sterben. China wird abgeriegelt und die WHO sagt dass Reisebeschränkungen nicht nötig sind.
    Diese ganze Panik, ist die gerechtfertigt oder dient die irgendwelchen Zweck oder steckt noch was dahinter was nicht berichtet wird?
    Trump kann es recht sein, eine Ausrede für Wirtschaftseinbüßen ohne sein Schuld wäre bequem um das kunstlich hoch halten runter zu fahren.
    Was China vor hätte mit unnötige Panik, keine Ahnung.
    Was meint FMW?

    • Avatar

      BrettonWood

      5. Februar 2020 10:26 at 10:26

      Die einzigen beidem Todesfallle ausseehabl China betrafen eine 39 Jährigen & einem 41 Jährige das sind nun nicht klassisch geschwächte…ansonsten weiss man doch eher wenig über die die tatsächlich gestorben sind….würde es sich um eine Art Grippe handlen wären die Reaktionen Chinas völlig überzogen, China ist nicht umbedingt dafür bekannt das es die Gesundheit oder das Wohlergehen der Bevölkerung über die wirtschaftlichen Interessen stellt:
      Entweder ist das Virus viel schmimmer und China weiss das und die
      massnahmen sind sehr wohl gerechtferigt oder meine zweite These

      Das ist für Donald, wenn China jetzt so unter dem
      deckmäntelechen einer Pandemie Weltweit die Lieferketten aufsprengt und für eine schöne Delle in der Wirtschaft sorgt wird die wunderbar zu Wahl von Donald zu Tage treten, ist es der grosse Absetzplan gegen Donald?

    • Avatar

      grafiksammler

      5. Februar 2020 10:42 at 10:42

      Natürlich werden Informationen unterdrückt. So hat letzte Woche schon ZeroHedge ausführlich über die Zusammensetzung des Virus berichtet. 25% HIV Anteil. Das kann nur durch ein Speziallabor gezüchtet worden sein. Alle Berichte sind aus dem Internet ( Zensur bei z.B. Twitter, Facebook ) entfernt worden.

      • Avatar

        BrettonWood

        5. Februar 2020 12:10 at 12:10

        Die Natue ist viel kreativer als der Mensch….daher würde ich aus der Zusammensetzung auf gar nichts schliessen…wir verstehen weder das elnschliche Genom noch das Hirn auch nur Amsatzweise in seiner Funktion, die Natur hat beides hergestellt…der Mensch meint immer es sei die Krone der Schöpfung…ich glaube eher an die These aus Matrix, wir sind das Virus….welches nur pberleben kann durch ausbreitung auch noch nicht infizierte gebiete

  2. Avatar

    susiklatt

    5. Februar 2020 10:13 at 10:13

    „im Sommer an Menschen testen“ –
    nein danke – ich würde mir so etwas nicht reindrücken lassen

    • Avatar

      Jan

      5. Februar 2020 10:24 at 10:24

      Sie, wir, die Menschen brauchen das auch gar nicht.
      Heute scheint die Sonne in große Teile Europas. Alles ausziehen, draußen in der Sonnenschein eine Pirouette drehen und die UV Strahlung (extra hoch in der Frühling) tötet alle Viren, fertig.
      Vielleicht auch noch lustig.

  3. Avatar

    BrettonWood

    5. Februar 2020 10:22 at 10:22

    Es ist völlig absurd während man die negativen Folgen ausblendet und jaschon hinter das Virus blickt, feiert
    Man dann irgemdwelche Nachrichten aus Halbglaubwürdiger Quelle….und bleendet dabei weiterhin die Tatsache aus, das es für den Markt noch recht bitter werden kann. Langsam zweifle ich daran das der Markt noch ordentlich funktioniert und ich frage mich ob er das jemals noch tun word oder ob wir nun befeuert von den Notenbanken weiterlaufen bis der ganz grosse Knall lommt, oder ist die Masse wirklich so blöd und lässt sich weiter enteignen von den 1% und lacht dabei auch noch….die Weöt ist ein völliges Irrenhaus geworden, jeder der noch arbeitet ist ein Vollidiot, kommt ihr euch nicht blöde vor? Was verdient ihr so pro Stunde? Mit Tesla kann
    Man win vielfaches davon machen…warum also
    Morgens noch aufstehen, ich
    Meine die Chinesen bleiben jetzt ja auch zuhause, who cares….völliger Wahnsinn oder kompletter Betrug

    • Avatar

      berti001

      5. Februar 2020 10:55 at 10:55

      Jap!!!
      Stimme dem zu und neinm der markt wird nicht mehr ordentlich funktionieren!

  4. Avatar

    Sven

    5. Februar 2020 10:41 at 10:41

    Na bitte, die erste Erleichterungsrally bezüglich Impfstoff. Da werden weitere kommen. Ist ja fast wie der Handelkriegs-Optimismus, jetzt wird jede Corona-Hoffnung gespielt. Wieder enormes Up-Potential für die Märkte.

  5. Avatar

    andweb

    5. Februar 2020 10:42 at 10:42

    Alles sehr suspekt…
    Am Ende befinden wir uns mitten in einem kalten Krieg zwischen den beiden Großmächten USA und China. Man könnte den Eindruck haben, dass der Virus „bewusst“ in die Hauptreisezeit der Chinesen platziert wurde, um eine Panik an den Märkten auszulösen.
    Der gewollte Crash ist aber durch die Liquiditätsflut der FED ausgeblieben und um die Kollateralschäden nicht größer werden zu lassen wird „auf einmal“ ganz schnell ein Impfstoff gefunden. Sehr merkwürdig das ganze!

  6. Avatar

    Marcus

    5. Februar 2020 10:53 at 10:53

    Wer weiß ob das alles so stimmt. Und wie FMW richtigerweise sagt, selbst wenn das wahr sein sollte, wird ein Impstoff niemals innerhalb von 6 Monaten verfügbar sein. Relevant werden die wirtschaftlichen Folgen sein, denn ohne Probleme wird das sicher nicht vonstatten gehen, alleine wenn man sich die Meldungen über Werksschließungen und Produktionsstopps anschaut.

    • Avatar

      berti001

      5. Februar 2020 11:02 at 11:02

      ja aber ist doch sch…egal, das ist wie mim Handelsdeal….

      es ist alles sch…egal, hauptsache jede Nacht kommt frisches Geld….

    • Avatar

      Sven

      5. Februar 2020 11:09 at 11:09

      Die Börse preist die Zukunft ein. Macht sie gerade, indem sie den Wirtschaftsknick schon ausbeult und mit steigenden Kursen belohnt. Selbst die Befürchtungen einer kleinen Bremsspur der Wirtschaft hat nicht zu größeren Einbußen bei den Kursen geführt. Die Märkte wollen nach oben. Daran wird sich nichts ändern.

      • Avatar

        BrettonWood

        5. Februar 2020 12:45 at 12:45

        Die Frage ist welche Zukunft, fundamemtal kann
        Man der Börse das Wachstum unter einem
        Einzigen Gesichtspunkt zugestehen, nähmlich der Wertzerfall unseres Geldes, wenn ein Unternehmen gleich viel Wert bleibt, aber der Dollar zerfällt, dann rechtfertigt es sich absolut das die Anteile gemessen in Dollar immer teurer werden ohne das sich der eigentliche Wert eines Unternehmens verändert, unter diesem Gesichtspunkt kann sogar der Umsatz schrumpfen und ein Unternehmen immer mehr Wert werden (in Dollar oder anderen Währungen gemessen) das sind aber keine Wertsteigerungen sondern der Banale ausgleich des Wertzerfalles unserer Währungen, wenn der Markt immer Recht hat, ist das der fundamental einzige Grund warum das passiert was wir gerade sehen….der dumme ist der der heute noch arbeitet für den gleichen Lohn der eigentlich schon längst nichts mehr Wert ist, wir bescheissen uns ja seit Jahrzenten selbst, wir verbilligen Lebensmittel mit Subventionen an die Bauern und wir führen nun Mietdeckel ein alleine darum das der dumme Michel nicht merkt das sein Lohn eigentlich schon lange keinen Wert mehr hat….er kann noch überleben der Michel und für viel mehr reichts dem
        Meisten geistig sowieso nicht…aber partipizieren kann er nicht mehr…es ist schon fast schamlos offensichtlich wie die Masse ausgebeutet wird….

  7. Avatar

    Michael

    5. Februar 2020 12:07 at 12:07

    Nachdem der größte Deal aller Zeiten in trockenen Tüchern ist, kann hier nicht länger mit ständig neuem Fake-Optimismus gepusht werden. Was käme da mehr gelegen, als das Coronavirus und gut lancierte Hoffnungsmeldungen. Wie ich vor zwei Tagen scon geschrieben hatte, preist man völlig übertrieben die Entwicklung eines Impfstoffes irgendwann in der Zukunft ein. Bis Sommer sind es noch 4 oder mehr Monate. Bis dahin ist halb China in Quarantäne, die Fabriken stehen still. Gut, man könnte die Uiguren und Tibeter dorthin zwangsverlagern und zu Zangsarbeit verdonnern. Drei Fliegen mit einer Klappe…

    Aber wie sieht die Realität aus? Täglich gibt es ähnliche Meldungen wie die folgenden zu Schließungen und Stillstand zu lesen:

    Nike schließt Hälfte seiner China-Filialen.
    Quarantäne wegen Coronavirus: Zehn Passagiere auf Kreuzfahrtschiff infiziert.
    Cathay Pacific legt Virus-Zwangspause ein.
    Airbus stoppt Jet-Produktion in China.
    Wegen der Corona-Epidemie können viele Chinesen nicht zur Arbeit gehen. Bänder deutscher Autobauer im Land stehen somit still.

    Da haben die Börsen mal wohl wieder vergessen, erst einmal die wirtschaftlichen Folgen für die nächsten zwei Quartale adäquat auszupreisen. Es macht aber auch viel mehr Spaß, eine Zukunft in 6 Monaten oder später einzupreisen, die doch bestenfalls den Status Quo vom 31.12.2019, also die Zeit vor Bekanntwerden des Virus, erreicht haben kann.

    • Avatar

      Faktist

      5. Februar 2020 12:49 at 12:49

      Die Börsen sind keine Börsen!!! Es sind Casinos für Superreiche und die spielen täglich mit den Kursen… Unternehmensbewertungen sind denen egal. Da geht es nur darum Profit mit den Wetten zu machen.

      Das kann man sowas wie „Da haben die Börsen mal wohl wieder vergessen…“ nicht sagen, weil wir gesagt, dass hat nichts mehr mit Börsen und Unternehmenswerten zu tun.

      Wenn die Verbrecher aus Amiland wollen, können die innerhalb von 1 Tag den DOW auf 40000 ansteigen lassen, aber fallen darf er nur auf max 7% an einem Tag, weil es ja seit graumer Zeit so eingestellt ist.

      Früher war der Markt frei und da konnten auch abverkäufe 10 oder 25% stattfinden, aber jetzt ist bei 7% schluss… und dass sagt doch wohl alles, dass die Börse keine Börse mehr ist, sondern eine gesteuerter Betrügerverein.

      Ach ja und China hat seit Anfang 2020 passen auch die 7% Regel eingeführt… wie praktisch oder? Tja dann wird es auch niemals mehr Crashs geben und dadurch auch kein Bärenmarkt entstehen… weil die Unternehmenszahlen ja keine Rolle mehr spielen.

      • Avatar

        BrettonWood

        5. Februar 2020 14:01 at 14:01

        Aber an der Börse ist des einen Gewinn des anderen Verlust…. oder wie war das ? ah nein stimmt ja, die Fed hat ja Stühle für alle parat auf der Reise nach Jerusalem….

  8. Avatar

    Torsten

    5. Februar 2020 12:58 at 12:58

    2030 soll ein Super Aktienjahr werden

    Wer schlau ist kauft schon jetzt!

  9. Avatar

    susiklatt

    5. Februar 2020 13:28 at 13:28

    als es damals die ersten Medikamente zu HIV gab, sind die Leute zunächst an
    den Medikamenten gestorben nicht am Virus

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Aktienmärkte: Abverkauf voraus? Corona gegen Geldflut

Sollte das V-förmige Konjunkturszenario durch die Pandemie jetzt einen richtigen Knacks bekommen, könnte es doch noch zu einem größeren der Aktienmärkte kommen

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am

Die Aktienmärkte geraten zunehmend unter Druck – der deutsche Leitindex Dax zeigt es doch schon seit Monaten: Nach seinem steilen Einbruch im Februar/März, seiner steilen Erholung bis Anfang März und dann fünf Monate Seitwärtsrange und mit seinem Absinken der Kurse in den letzten Wochen. Die Wirtschaft wackelt. Jetzt kamen ein paar Daten aus dem Wirtschaftsumfeld, die zeigen, dass die Erholung stark ins Socken geraten ist. Corona gegen die Geldflut – wer behält die Oberhand?

Aktienmärkte: Der Dax und der Ifo-Index

Monat für Monat blicken Ökonomen auf die Veröffentlichung der neuesten Ausgabe des Ifo-Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts, bei der die Erwartungen von 9000 Unternehmenschefs hinsichtlich ihrer Unternehmen dargestellt werden. Legt man diesen Index-Verlauf über eine graphische Darstellung der deutschen Konjunktur, so wird man eine recht gute Prognosequalität und eine Korrelation des Indikators mit der Wirtschaftsentwicklung konstatieren. Schließlich spiegelt das Barometer Wirtschaftsfakten wider und nicht Erwartungen von Finanzanalysten, wie es beim ZEW der Fall ist. Doch auch die Relation zum deutschen Leitindex ist oft sehr auffällig.

Jetzt gab es am Montag einen Doppelschlag. Ein nach fünf Monaten erstmals rückläufiger Ifo-Index und ein 23-prozentiger Einbruch bei Deutschlands Dax-Schwergewicht SAP. Bei dem Technologiekonzern ist die Absenkung der Wachstumsabsichten ein echtes Warnzeichen, beim Ifo-Index gilt es allerdings zu bedenken, dass erst ein dreimalig steigender oder fallender Index einen Trendwechsel anzeigt.

Corona und seine Gewinner und Verlierer in Deutschland

Neben dem Theater um die US-Wahlen, den taktischen Spielchen um das Stimuluspaket, ist die zweite Coronawelle das eigentlich dominante Thema für die Aktienmärkte. Nicht so sehr wegen der großen Gesundheitsgefahren – Einrichtungen und betroffene Bürger mit Vorerkrankungen werden sich bestimmt besser schützen als im Frühjahr – es sind mehr die behördlichen Maßnahmen, die aus Gründen der Gefahrenabwehr kommen müssen. Man kann nicht einfach Menschenleben mit Wirtschaftsschäden verrechnen. Die Anordnung von Lockdowns, die nach Inzidenzzahl mehr oder weniger umfassend ausfallen müssen.

Auch global betrachtet: Zwar werden es bestimmt keine vier Milliarden Werkstätige werden, wie im ersten Halbjahr, die zeitweise in häuslicher Quarantäne verbracht haben. Aber die Aktienmärkte haben nur moderate wirtschaftliche Einbußen im Winterhalbjahr eingepreist und keine Lockdowns ganzer Staaten. Frankreich, Spanien, Italien – die Infektionszahlen treiben die Politiker zu drastischen Maßnahmen. Eine V-förmige Erholung ist in diesen Ländern bereits abgehakt und es gibt noch eine weitere Anzahl kleinerer Staaten mit noch größeren Problemen.

Was bedeutet das für Deutschland? Zunächst einmal wird Kanzlerin Angela Merkel vermutlich heute mit dem Ministerpräsidenten einen (Wellenbrecher-)Lockdown ankündigen. Dies wird wieder einige Corona-Opfer weiter schwächen, aber es gibt zahlreiche Firmen aus dem Dax, die das Jahr bisher außerordentlich gut überstanden haben.

Der deutsche Leitindex rangiert im Jahr 2020 mittlerweile mit neun Prozent im Minus und ein knappes Dutzend seiner Werte liegen zweistellig im Minus.

Schaut man sich die Dax-Entwicklung genauer an, wird klar, dass die Aktienmärkte keineswegs eine Erholung für die gesamte Wirtschaft sehen. Der Leitindex selbst rangiert 2020 zwar nur neun Prozent im Minus, doch immerhin stehen elf der 30 Titel zum Teil deutlich zweistellig im Minus. An der Spitze Bayer, MTU oder Fresenius, die über ein Drittel an Wert eingebüßt haben. Oder auch das Schwergewicht SAP, das mit seinem 23-Prozent-Rutsch zeigt, dass die Aktienmärkte sehr wohl auf veränderte Gewinnerwartungen reagieren, trotz der monetären Stützungsmaßnahmen – der Flut, die scheinbar alle Boote hebt. Auf der anderen Seite die Pandemie-Gewinner, Infineon, Delivery Hero oder der Pharma- und Chemiekonzern Merck, die 25 bis über 30 Prozent in diesem Jahr zulegen konnten.

Dennoch: Sollte das V-förmige Konjunkturszenario durch die Pandemie jetzt einen richtigen Knacks bekommen, könnte es doch noch zu einem größeren Ausverkauf kommen, der die Aktienmärkte insgesamt erfasst.

Der Montagsabverkauf, ohne Panik

Seit Wochen wird davon gesprochen – und wenn sie kommt sind dennoch alle verblüfft. Die Rede ist von der Volatilität, die dem Dax am Montag einen Einbruch von 460 Punkten oder minus 3,7 Prozent beschert hat. Anlass war die Gewinnwarnung von SAP, die dem Dax mit einem Kursabschlag von 23 Prozent allein schon über 200 Punkte gekostet hatte. Aber war der Leitindex nicht schon vor zehn Tagen um drei Prozent gefallen, um tags darauf wieder um zwei Prozent zu klettern? Von Panik jedenfalls war am Montag wenig zu sehen, weder die 10-jährige Bundesanleihe mit minus 0,60 Prozent, noch Gold haben besonders reagiert.

Vor dem Wochenende nochmal ein guter Rückblick?

Inmitten einer Flut von Quartalsberichten, speziell der Big Five in dieser Woche, liefern die Statistikämter der USA und Deutschlands am Donnerstag und Freitag die BIP-Zahlen zum dritten Quartal 2020. Was wieder für ein bisschen Verwirrung sorgen wird, einmal wegen der historisch tiefen Rezessionsvergleiche zu Q2 und zum anderen, weil die Amerikaner den Jahresvergleich und die Europäer den Quartalsvergleich heranziehen. Das US-BIP war in Q2 um 32 Prozent (zu 2019) gefallen und könnte in Q3 um bis zu 30 Prozent gestiegen sein. Deutschlands BIP fiel im Frühjahr um 9,7 Prozent (gg. Q1) und Volkswirte rechnen mit einer Steigerung über den Sommer um sieben Prozent. Auf Quartalsbasis waren die USA mit 9,5 Prozent in ähnlicher Höhe wie Germany geschrumpft. Schnee von gestern, jetzt geht es um Q4 Folgende und da herrscht Corona.

Fazit

Was wird sich durchsetzen? Die Pandemie, die mit zahlreichen großen, wie kleinen Lockdowns Teile der Wirtschaft überall ins Schlingern bringt – oder doch die große Geldflut, inklusive der ganzen Rettungspakete, die höher ausgefallen, als der bisherige Rezessionsschaden. Von den 218 Milliarden Euro, die sich das deutsche Finanzministerium für 2020 hat genehmigen lassen, sind nach den ersten neun Monaten des Jahres „erst“ 72,5 Milliarden Euro verbraucht worden.

Was überwiegt? Es kommt also darauf an, heißt ein platter Spruch, der aber derzeit seine Berechtigung hat. Auf die Entwicklung der Infektionszahlen – Israel beweist gerade wie rasch ein Lockdown wirkt – auf den Ausgang der US-Wahlen und vor allem auf die Impfstoffentwicklung. Aktienmärkte bewerten Zukunft und nicht die Gegenwart – so schwer es auch manchem fällt, dies zu akzeptieren und lieber auf die Schlagzeilen des Tages zu lauschen. Zur Erinnerung: Wie war die Meldungslage über Tage und Wochen während des Lockdowns im Frühjahr?

Aber kurzfristig hat sich einiges an Enttäuschungspotenzial für die Aktienmärkte akkumuliert, das vierte Quartal könnte etwas zu rosig eingeschätzt und eingepreist worden sein..

Stehen die Aktienmärkte wegen Corona vor einem erneuten Abverkauf?

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Aktienmärkte: Lockdown – weiter bergab für Dax &Co? Videoausblick

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Der nächste Lockdown (in einer etwas milderen Version im Vergleich zum März) steht bevor – und besonders die Aktienmärkte in Europa reagieren darauf mit Schwäche! Der Dax nun 9% unter seinem Stand vor zwei Wochen – heute dürften neue Corona-Maßanhmen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich beschlossen werden. Am Besten halten sich wieder einmal US-Tech-Aktien, aber die Aktienmärkte warten nun auf den „Super-Donnerstag“ mit den Zahlen von Apple, Amazon, Alphabet und Facebook. Und natürlich auf die US-Wahl. Wie würden die Aktienmärkte reagieren, wenn doch Trump gewinnen würde? Knackpunkt bleibt nach wie vor die Hoffnung auf den großen Stimulus nach der US-Wahl..

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