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Kurz und knapp Aktienmärkte ALL in vor Mega-Event am Mittwoch

Die Aktienmärkte zeigen Auftrieb, der S&P 500 ist nicht weit vom Allzeithoch entfernt. Morgen um 14:30 Uhr wird es spannend.

Börsenkurse
Grafik: jakkphoto-Freepik.com

Die Aktienmärkte gehen gerade ALL IN, so meine Meinung. Im Chart sehen wir mittig den Anstieg für den breiten US-Aktienmarkt (US500 CFD als blaue Linie). Seit Freitag geht es kräftig bergauf. Den S&P 500 Index sehen wir aktuell mit 6.980 Punkten nur noch 23 Punkte unter dem Allzeithoch. Im Chart sehen wir als gute negative Korrelation hierzu fallende Anleiherenditen in den USA und einen fallenden US-Dollar (orange und rot).

Aktienmärkte steigen an bei fallendem Dollar und fallenden Anleiherenditen

Was ist hier los? Morgen Mittag um 14:30 Uhr deutscher Zeit werden die US-Arbeitsmarktdaten für Januar nachgemeldet. Und vielleicht noch wichtiger: Auch wird die Revision der Arbeitsmarktdaten seit März 2025 gemeldet. Wie schon im Vorjahr, könnte die Revision auch dieses Mal massiv ausfallen? Szenario in arg verkürzter Version: Deutlich weniger neu geschaffene Stellen in 2025, die morgen durch die Revision sichtbar werden, würden auch eine deutlich schlechtere Konjunktur in den USA bedeuten.

Und ab Mai geht der neue von Donald Trump nominierte Fed-Chef Kevin Warsh an den Start. Je schwächer die Konjunktur, desto größer der Druck auf die Fed, die Zinsen mehr als zwei mal in 2026 zu senken. Diese Aussicht könnten die Aktienmärkte morgen ab 14:30 Uhr mit weiteren Anstiegen honorieren, nach dem Motto: Die Börse handelt die Zukunft – und weiter sinkende Zinsen bedeuten zukünftig wieder eine stärker laufende Konjunktur. So ist es oft gewesen: Schlechte Konjunkturdaten ließen die Aktienmärkte steigen, weil man deswegen Zinssenkungen erwartete, was wiederum mit Aussicht auf mehrere Quartale eine stärkere Konjunktur erwarten ließ.

Aber dieses Szenario ist nicht in Stein gemeißelt. Manchmal nehmen die Börsianer auch den „kürzeren Argumentationweg“. In einigen Fällen in den letzten Jahren sah man schlicht und einfach, dass die Aktienmärkte abrutschten nach schlechten Konjunkturdaten. Dies ist auch einfacher nachvollziehbar – eine schwächer laufende Konjunktur ist schlecht für Unternehmen, die deswegen weniger Umsatz und Gewinn machen. So oder so, morgen ab 14:30 Uhr wird es spannend, auch für die europäischen Märkte, die mal wieder hinterher laufen werden?



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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