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Aktuell Aktienmärkte, Anleihen und Gold reagieren auf große US-Arbeitsmarktdaten

Aktienmärkte, Anleihen und Gold zeigen eine Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten von 14:30 Uhr. Ein aktueller Überblick.

Börsenkurse
Grafik: user8818949-Freepik.com

Die globalen Aktienmärkte reagieren aktuell auf die großen US-Arbeitsmarktdaten, die um 14:30 Uhr gemeldet worden. Anmerkung aus der FMW-Redaktion vorab: Die Daten fallen unerwartet besser aus als allgemein erwartet. Man darf Zweifel anmelden, denn vorher haben unzählige privat ermittelte Indikatoren, Aussagen von Analysten sowie aus dem Umfeld von Trump Schwäche erwarten lassen. Nur Trump selbst sprach von Stärke. Und jetzt diese starken Daten? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber zurück zur aktuellen Bewegung am Markt: An dieser Stelle zeigen wir einen aktuellen Überblick, wie neben Aktien auch andere Märkte wie Anleihen und Gold reagieren. Aktien reagieren leicht positiv. Der US100 CFD für US-Techaktien steigt seit 14:30 Uhr um 110 Punkte. Die zehnjährige US-Anleiherendite springt von 4,12 % auf 4,20 %. Der Goldpreis fällt leicht von 5.085 Dollar auf 5.051 Dollar – bei der Volatilität bei Gold in den letzten Wochen eine fast schon winzige Bewegung.

Aktienmärkte positiv – Katastrophe bleibt aus

Die Katastrophe bei den US-Arbeitsmarktdaten ist ausgeblieben. Die Jahresrevision bis zum März 2025 zeigt aktuell 862.000 weniger neu geschaffene Jobs, bei einer vorigen Meldung von -911.000. Und die aktuelle Meldung für die Januar-Arbeitsmarktdaten liefert 130.000 neue Stellen bei 66.000 Erwartung. Damit sendet der US-Arbeitsmarkt ein Zeichen der Robustheit (zumindest die offiziellen Headline-Daten). Die Wetten für Fed-Zinssenkungen für 2026 werden prompt etwas zurückgenommen. Händler preisen jetzt eine volle Zinssenkung für Juli ein (vorher für Juni). Für die Aktienmärkte wäre das eigentlich ein schlechtes Signal. Aber aktuell steigen die Kurse relativ bescheiden. Wohl nach dem Motto: Eine robuste Konjunktur werten wir schlicht und einfach positiv für die Unternehmen. Fertig, aus. Und die Daten sind nicht robust genug, um Zinssenkungen für 2026 in großem Umfang abzuwürgen.

Anleiherenditen

Da der Markt seit 14:30 Uhr passiver in Sachen Fed-Zinssenkungen eingestellt wird, sehen wir ruckartig fallende Anleihekurse und damit steigende Renditen. Der Markt erwartet damit für 2026 zwar noch sinkende Fed-Zinsen, aber wie gesagt: Jetzt erst eine volle Senkung für Juli, und nicht mehr für Juni, wie vorher erwartet.

Gold

Warum Gold jetzt leicht negativ auf die stärkeren US-Arbeitsmarktdaten reagiert? Zinssenkungshoffnungen an die Fed werden leicht zurückgefahren. Die Aussicht auf weniger stark sinkende Fed-Zinsen und höhere Anleiherenditen lassen zinslose Edelmetalle in Relation etwas weniger attraktiv erscheinen. Aber auf dem Weg nach oben im Goldpreis könnte dieser aktuelle Rückgang nur eine „kleine Episode“ sein, die der Markt schon bald sei Seite schiebt?



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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2 Kommentare

  1. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass US-Arbeitsmarktdaten positiv sind, wenn in den USA Woche für Woche zigtausende von Mitarbeitern entlassen werden und es sich US-Unternehmen aufgrund steigenden Kostendrucks nicht leisten wollen, neue Stellen zu schaffen? Null Wahrscheinlichkeit.

    Aber wer sollte so wahnsinnig sein, Daten zu veröffentlichen, die dem Zornpinkerl im Oval Office missfallen könnten?!

    Die Märkte werden das irgendwann erkennen. Besser früher als zu spät.

  2. Wer diesen Zahlen glaubt, der hat die Kontrolle über sein Leben und seine Finanzen verloren.

    „Rekordkorrektur 2024/2025: Laut vorläufigen Daten im Februar 2026 wurden die Beschäftigungszahlen für den 12-Monats-Zeitraum bis März 2025 um 862.000 bis 911.000 Stellen nach unten korrigiert. Dies ist eine der größten vorläufigen Revisionen seit Beginn der Aufzeichnungen (vergleichbar mit -902.000 im Jahr 2009).

    Abwärtskorrektur 2024: Auch für den Zeitraum März 2023 bis März 2024 gab es signifikante Abwärtskorrekturen von über 800.000 Stellen.“ (forex.com)

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