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Indizes

Aktienmärkte: Die globalen Veränderungen seit der Impfstoffmeldung

Wolfgang Müller

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100 Billionen Dollar Marktkapitalisierung, ein neues Allzeithoch in der Bewertung der Aktienmärkte! Das ist eine unglaubliche Summe, aber dass dies im jetzigen Aufwärtstrend kommen würde, war auch zu erwarten: Der Dow Jones steht aktuell bei 30.000 Punkten, vor 25 Jahren hatte er erst die 5000-Punkte-Marke erklommen. Von seinen 41 Punkten während der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1932 erst gar nicht zu reden. Aber es sind nicht nur die USA mit ihrem opulenten Anteil an der Weltmarktkapitalisierung, die den Wert so hoch getrieben haben. In vielen Teilen der Erde geht es aufwärts, die Aussichten auf ein Ende der Pandemie durch Massenimpfungen beflügelt in vielen Regionen die Kurse.

Aktienmärkte: Der plötzliche Anstieg der Euphorie

Viele schütteln momentan den Kopf über den Anstieg des Angstbarometers Fear&Greed, der sich seit Tagen an der 90-Punkte-Marke bewegt, extreme Gier, gepaart mit großer Sorglosigkeit.

Die Hoffnung auf eine gravierende Verbesserung der Lebensumstände zerstreut viele Bedenken. Aber das ist zum Teil nachvollziehbar, man stelle sich nur vor, es hätte bei der Spanischen Grippe (von 1918 bis 1920 in drei Wellen), die zwischen 20 und 50 Millionen Menschenleben (geschätzt) gekostet hat, bei einer Weltbevölkerung von 1,8 Milliarden Menschen, plötzlich Aussicht auf Impfstoff und Rettung gegeben – auch damals wäre der Optimismus explodiert.

Dass aus Hoffnung Zuversicht und anschließend Gier wird, ist nichts Neues und Teil der menschlichen Psyche. Vor gut vier Wochen lag das Stimmungsbarometer des Fear&Greed Index noch bei 34 Punkten, auf dem Weg zur extremen Angst. Natürlich lässt sich eine extreme Euphorie der Aktienmärkte mit gehebelter Spekulation nicht auf Dauer aufrechterhalten. Die Frage ist wie immer Zeitpunkt und Auslöser.

Marktreaktionen rund um den Globus

Nicht nur der Weltindex S&P 500 hat im Monat November geglänzt und mit plus 10,4 Prozent die zweitstärkste Performance seit 1928 hingelegt. Unser Dax war mit plus 15 Prozent voran, aber noch stärker legten die Nebenwerte zu, wo allein der US-Index Russel 2000 von Ende Oktober mit 1536 Punkten auf 1892 (Wochenschluss) gestiegen ist. Interessant ist aber auch der absolute Vergleich von Indizes, wie sie sich vom Corona-Tief am 23. März bis zur Vorwoche entwickelt haben. Hier das Ranking (Quelle Bespoke, auf Dollarbasis):

Russel 2000 plus 90,51 Prozent
Midcap 400 Growth plus 87,22 Prozent
Midcap 400 Value plus 86,03 Prozent
Smallcap 600 Growth plus 84,08 Prozent
Nasdaq 100 plus 79,90 Prozent
S&P 500 Equalweight plus 78,90 Prozent
S&P 500 plus 67,27 Prozent
Dow Jones plus 64,76 Prozent

Länderindizes:

Australien plus 86 Prozent
Indien plus 81 Prozent
Kanada plus 79 Prozent
Brasilien plus 75 Prozent
Mexiko plus 72 Prozent (alle auf USD-Basis)

Segmente:

Materials plus 89,11 Prozent
Industrials plus 84,47 Prozent
So schnell kann eine Rotation ablaufen, vor Kurzem war Technology noch absolut unangefochten on Top.

Aber es geht auch im Dezember weiter, besonders auffällig waren dabei die Länderindizes von Spanien, Großbritannien, Russland und Brasilien, die allein in den ersten Dezembertagen bereits schon wieder um sechs bis fast neun Prozent zugelegt hatten. Was haben diese Länder gemein? Sehr hohe Coronazahlen und damit besonders große Hoffnungen auf ein Ende der Pandemie.

Russel 2000, der derzeitige Ausdruck für Euphorie

Es wurde bereits schon in vielen Kommentaren dargestellt, dass die derzeitige Euphorie der Aktienmärkte nach einer Abkühlung schreit. Ob überbordender Call-Spekulation, extremer Zuflüsse in Aktien, fehlender Absicherung und vieles mehr – oder einfach das Bild, welches der Nebenwerte-Index Russel 2000 abgibt. Wie schon aus obiger Aufstellung zu vermuten ist, führt dessen Marktbewegung, der Trend zu Midcaps, zur kurzfristig größten (Index)Blase. Eine Korrektur der Aktienmärkte könnte von dort ausgehen, wäre mehr als gesund und jederzeit möglich, trotz meiner Erwartung eines positiven Jahresausklangs. Denn an der Feststellung des besonderen Drucks für die aktive Fondsbranche im Coronajahr 2020 hat sich nicht viel geändert. Viele Fonds liegen hinter der Benchmark zurück und die reduzierte Cashquote hat weltweit immer noch ein Volumen von vier Billionen Dollar.

Fazit

Sollten sich die Hoffnungen, die mit der Massenimpfung gegen Covid-19 verbunden sind, als berechtigt erweisen, könnte der 9. November 2020 tatsächlich ein Game Changer für die Aktienmärkte in vielen Bereichen gewesen sein. Zum Beispiel für eine dauerhafte Rotation von Growth zu Value, die es in den vergangenen sieben Jahrzehnten immer wieder gegeben hat. Das Comeback der Luftfahrtindustrie, die im ersten Halbjahr in vielen Regionen einen Einbruch von 70 Prozent des Passagieraufkommens verkraften musste oder auch beim Tourismus.

Wann hat es hier eine derartige Baisse außerhalb von Weltkriegen gegeben? Bleiben wird natürlich auch mit Impfung die Schuldenthematik, die Zins- und Inflationsgeschichte und kurzfristig natürlich die Themen Euphorie und Gier der Aktienmärkte. Wieder einmal kommt der Spruch (vielleicht auch nur kurzfristig) an den Börsen zur Geltung, im Sinne von FOMO: „Es ist für die Seele sehr bedrückend, einen Freund reich werden zu sehen.“ Kennt David Portnoy diese Redewendung?

Was bedeutet der Impfstoff für die Aktienmärkte?

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Aktien

Wall Street: Kommen jetzt Regulierungen durch die Biden-Regierung?

Wird es für die Wall Street unter Biden sehr viel schwieriger als unter Trump? Was passiert mit den Monopolen der großen Tech-Firmen?

Wolfgang Müller

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Wird es für die Wall Street unter Biden sehr viel schwieriger als unter Trump? Bereits seit Monaten wird darüber spekuliert, wie eine demokratische Regierung den großen Techfirmen mit ihren monopolartigen Stellungen zu Leibe rücken wird. Schon die Bildung der Regierung wird Hinweise darauf geben, viele designierte Minister haben bereits in der Regierung unter Barack Obama politische Posten bekleidet.

Die Wall Street und der Abbau der Regulierungen

Die Ära Trump war für die Wall Street geprägt von Deregulierungen, insbesondere im Finanzsektor, was natürlich den oberen Einkommensklassen zugute kam – trotz seiner Beteuerungen dem Establishment auf den Leib rücken zu wollen. Joe Biden hat bereits im Wahlkampf davon gesprochen, gegen die wachsende Ungleichheit im Lande vorgehen zu wollen, was zwangsläufig auf einen Machtkampf mit der Wall Street hinauslaufen würde. Jetzt hat er aber mit der neuen Finanzministerin Janet Yellen, der einstigen Notenbankchefin, eine Entscheidung gefällt, die eher Kontinuität als Radikalität in Finanzfragen erwarten lässt. Sie unterstützt natürlich das Corona-Hilfspaket von 1,9 Billionen Dollar, zu dem die Ministerin vor dem Senat betonte, dass diese Verschuldung mehr nutze, als dass sie schade. Ihre Zielstellung seien mehr und besser bezahlte Jobs und höherer Wohlstand für mehr Amerikaner.

Die letzten Personalentscheidungen deuten aber daraufhin, dass man die Wall Street doch in Teilbereichen stärker regulieren wolle.

Chef der Börsenaufsichtsbehörde SEC soll Gary Gensler werden, ein Mann, der schon von 2009 bis 2014, also unter der Präsidentschaft von Barrack Obama, die Aufsicht über die Derivate CFTC innehatte. Er hatte damals die Untersuchungen bei den Manipulationen des Zinssatzes Libor geleitet und die Finanzreform umgesetzt. Er gilt als harter Hund in der Szene, aber wie könnte es auch anders sein – er hatte zuvor schon 20 Jahre bei Goldman Sachs gearbeitet.

Die Aufgaben der SEC dürften gewaltig sein, im Stadium der derzeitigen Spekulationsauswüchse. Zum Beispiel bei den Special Purpose Acquisition Companies, kurz SPAC genannt. Firmen, die zunächst Kapital über einen Börsengang einsammeln, um das Geld in die Übernahme eines noch nicht feststehenden Unternehmens zu investieren. Ein kaum regulierter Bereich, bei dem es wieder auf Kosten der Kleinanleger gehen könnte. Bereits in den ersten drei Wochen wurden im Bereich der SPACS schon wieder 56 solcher Mantelfirmen an die Börse gebracht und 16 Milliarden Dollar an Geldern eingesammelt. Nach 300 Firmen im Jahr 2020.

Was Gensler auch besonders auszeichnet, sind seine Kenntnisse im Bereich der Kryptowährungen – einem Thema, über welches er auch an seiner Universität gelehrt hat. Er hat sich zur Szene schon sehr kritisch geäußert und wird sich ganz besonders mit Fintech-Unternehmen und Kryptowährungen befassen.

Unterstützt wird Gensler von Rohit Chopra, der Chef der Verbraucherschutzbehörde für Finanzprodukte (CFPB) werden soll, die nach der Finanzkrise gegründet wurde.

Der Mann hatte sich bereits in in seiner Zeit bei einer anderen Behörde gegen die Macht der großen Tech-Konzerne ausgesprochen. Er stimmte für die Klage der Behörde gegen Facebooks ungesetzliche Monopolisierung, der sich auch eine Gruppe von Generalstaatsanwälten angeschlossen. Unter Trump war der Einfluss der Verbraucherschutzbehörde deutlich zurückgefahren worden.

Chef der Bankenaufsicht (OCC) soll Michael Barr werden, ein Mann der auch schon im Finanzministerium zu Obamas Zeiten gearbeitet hatte und nun auf 1200 Banken ein Auge werfen soll.

Die Personalauswahl Bidens zeigt in jedem Fall, dass dem Schutz der Verbraucher zulasten der großen Firmen mehr Bedeutung zukommen wird – und das könnte ein Problem für die Wall Street werden.

Fazit

Wieder einmal stellt sich bei einer neuen Regierung die Frage, wie viel von den Programmpunkten aus dem Wahlkampf im politischen Kampf und vor allem gegen das mächtige Kapital der Wall Street in den USA umgesetzt werden kann. Wer glaubt, dass es jetzt zu einer größeren Umverteilung von Wall Street zu Main Street kommen würde, dürfte ein bisschen blauäugig sein. Bidens Mannschaft besteht aus vielen älteren Semestern, die schon unter Barrack Obama im Einsatz waren.

Außerdem spielen die Wall Street und die Kapitalmärkte in den USA eine viel dominantere Rolle als in allen anderen Industriestaaten der Welt. Es dürfte kaum Gouverneure, Senatoren und Politiker in führenden Positionen geben, die nicht auf einem großen Aktienpaket sitzen. Den Ast ansägen, auf dem man selbst sitzt? Das beste Beispiel ist doch die ehrwürdige Sprecherin der Demokraten, die bereits 80-jährige Nancy Pelosi. Wenn die Grande Dame der US-Demokraten sogar eine halbe Million Dollar für Optionen auf die Tesla-Aktie gesetzt hat, erst vor Kurzem und bereits in der Gewissheit in Regierungsverantwortung zu stehen, was werden wohl die anderen Abgeordneten in ihrem Vermögensdepots haben? Bestimmt kein gefülltes Girokonto, wie unser Finanzminister.

Ergo: Regulierungen an der Wall Street werden kommen, aber wohl immer noch mit Schonung des Aktien-Wunderlandes USA.

Wird die Biden-Regierung die Wall Street bald stärker regulieren?

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Aktien

Aktien: Blase? Manches spricht wohl eher dagegen!

Erleben wir derzeit eine große Blase bei Aktien? Warum fallen die Börsen nicht bei den immer wieder aufs Neue präsentierten „Bad News“?

Wolfgang Müller

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Erleben wir derzeit eine große Blase bei Aktien? Derzeit wundern sich viele über die Langlebigkeit der Euphorie an den Märkten bei bestimmten Aktien: bei den ständig zitierten Mode-Aktien, ob im Elektromobil- oder im Wasserstoffbereich, oder bei Pennystocks, die teilweise jenseits von Gut und Böse notieren. Aber auch über unglaubliche Stories bei den wiederentdeckten aus dem Bereich Aktien . Dort ist nicht alles „Dreck“, der nach oben gespült wird. Es gibt hierfür sogar fundamentale Zusammenhänge. Unabhängig von einer bevorstehenden Korrektur, die aufgrund der Hemmungslosigkeit von bestimmten Anlegerkreisen, immer wahrscheinlicher wird.

Aktien und die Mutter aller Kursanstiege

„We are in a bubble, but it’s a rational bubble“, so der sehr geschätzte Pimco-Berater Mohamed-El-Erian kürzlich in einem Interview. Was meint er damit?

Natürlich den großen Einsatz der Notenbanken, der alte Relationen bei Gewinn- und Umsatzdaten von Aktien und Indizes relativiert, deshalb ist es stets etwas verwunderlich, warum man alte Daten als Vergleichsmaßstab für Übertreibungen heranzieht.

Was bereits seit vielen Jahren die Aktienmärkte unterstützt, ist die Marginalisierung der Anlageklasse Anleihen, wie an diesem Chart ersichtlich, der eine Korrelation zwischen Bilanzausweitung der Notenbanken und dem Welt-Aktienindex aufzeigt.

Aktien - eine Blase? Die Bilanzen der Notenbanken

Die Branchenrotation

Als man im Spätsommer 2020 erkannt hat, dass es in absehbarer Zeit eine medizinische Lösung für die Covid-19 Pandemie geben könnte, ist eine Gattung von Aktien angesprungen, die besonders unter den Wirtschaftseinbrüchen gelitten hat und bereits schon ein Jahrzehnt die Wachstumsaktien underperformt – der Sektor der Small Caps. Klar ist der Nebenwerte-Index Russell 2000 sehr schnell gestiegen und manche Branchen wie der Energiesektor haben kleine Fahnenstangen ausgebildet – aber ist das eine Bubble? Wenn man sich die langfristige Performance betrachtet? Ich habe bereits im Herbst in einigen Artikeln darüber berichtet, dass es langfristig immer zu einem Ausgleich zwischen den Großen und den Kleinen und zwischen Value und Growth gekommen ist. Mit Small Caps meine ich natürlich nicht die vielen Pennystocks, die von Neo-Zockern derzeit „gehypt“ werden. Auch diese scheinbare Erfolgsgeschichte wird ein Ende haben. Hier sieht man die großen Zyklen der Auf- und Abschwünge.

Aktien in einer Blase? Small Caps

Zu Zeiten von Corona ein 42-Jahrestief, getrieben durch den Hype um die GAFAM-Titel. Die Small Caps befanden sich vor ein paar Monaten noch auf einem 20-Jahrestief und es ist nicht alles „Dirt“, der nach oben gespült wird.

Value gegen Growth

Wie bereits erwähnt, gibt es seit Jahrzehnten einen Zweikampf zwischen den Wachstums- und den langweiligen Aktien aus dem Bereich Value, bei denen es immer wieder zu einem Ausgleich in der Performance gekommen ist. Was liegt also näher, als dass der technogielastige Nasdaq-Index nach seinen 1100 Prozent Performance seit 2009 sich eine Zeitlang schlechter entwickeln wird, als die Aktien aus dem Bereich Value? Dafür dürften schon allein die Regulationen unter der neuen Regierung Biden sorgen. Deshalb wird die Breite der Kursanstiege zunehmen, weil die Big Seven mit ihren 27 Prozent Marktanteil an Dominanz verlieren könnten. Hier ein langfristiger Chart, der das Auf- und Ab zwischen den Anlageklassen dokumentiert.

Die Vergleiche zwischen Energie- und Finanztiteln und dem S&P 500 und zwischen Gesundheit, Konsumgüterherstellern, Versorgern und dem Leitindex.

Die Entwicklung der Aktien Zykliker und defensive Aktien

Fazit

Warum fallen die Börsen nicht „Stante Pede“ bei den immer wieder aufs Neue präsentierten „Bad News“? Zum einen, weil die oben beschriebene Branchenrotation läuft und weil die Märkte Corona abgehakt haben und aufgrund des zeitlichen Vorlaufs schon auf den Herbst blicken. Unabhängig von den jederzeit möglichen Korrekturen, aufgrund der vielen Anleger, die glauben an den Börsen einen „Free Lunch“ zu bekommen. Bei dem Irrsinn am Optionsmarkt mit kleinen Titeln, die immer wieder „Gamma-Squeezes“ auslösen. Deshalb kann jederzeit ein Washout einsetzen, die Volatilität steigen.

Vergessen wir aber bei all der Zockerei mit den kleinen Aktien nicht. Alle 2000 Werte im Russell zusammen besitzen nicht einmal ein Zehntel der Marktkapitalisierung des Aktienmarktes in den USA. Allein eine Enttäuschung bei einem FAANG-Wert in dieser Berichtssaison wird größere Marktreaktionen zeitigen, wie ein Wert GameStop, auch wenn er auf absurde 10 Milliarden Dollar gepusht wird, es ist nicht einmal ein halbes Prozent von Apple. Die große Gefahr lauert im Nasdaq.

Der Verlauf der Corona-Krise, Beispiel USA: Die Coronainfektionen haben bereits offiziell die schreckliche Zahl von 26 Millionen Bürger (7,7 Prozent der Bevölkerung erreicht). Nimmt man die Dunkelziffer in moderater Form hinzu, dürfte man schon bei 100 Millionen Menschen angelangt sein. Aber wie viele Menschen wurden schon in wenigen Wochen geimpft? Über 22 Millionen und es werden in Kürze mehr als eine Million pro Tag sein, wenn AstraZeneca, Johnson&Johnson, CureVac, Novavax, Inovio, Sanofi und viele andere auch noch auf den Markt drängen (nach BioNTech und Moderna). Die Zahl der Impfstoffprojekte beträgt aktuell 186, 60 davon sind in klinischen Studien. Da scheint das Vorhaben der USA die eigene Bevölkerung bis in den Spätsommer immunisiert zu haben, gar nicht so abwegig zu sein. Nicht so sehr in der EU, die sich beim Ordern der Impfdosen über den Tisch hat ziehen lassen (America und Money First). Darauf blicken die Märkte – aber was das mit Kapitalmarktzinsen, Inflation und Firmenpleiten zu diesem Zeitpunkt macht, das ist das Thema des Herbstes und kann auch heute nicht von den Börsen beurteilt werden.

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Aktien

Andre Stagge über sein Depot, Inflation, Bitcoin und steigende US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Andre Stagge

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden ausführlichen Video fünf Positionen in seinem eigenen Investmentdepot. Aber er spricht auch über wichtige Themen in einem größeren Zusammenhang. Zum Beispiel geht er der Frage nach, ob in 2021 die große Inflation ansteht. Auch schaut er auf die mögliche weitere Entwicklung des Bitcoin, und bespricht die interessante Thematik, welche Auswirkung nachhaltig steigende Anleiherenditen in den USA auf die Märkte haben.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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