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Aktienmärkte: Dividenden und ihre Bedeuung für die US-Gesellschaft

Aktienmärkte und Dividenden - wichtig für die US-Gesellschaft

Die Amerikaner sind bekanntlich viel stärker in die Aktienmärkte ihres Landes investiert als die Deutschen.

Vor wenigen Tagen nun gab die US-Notenbank grünes Licht für die US-Banken – nach dem bestandenen Stresstest – zur Fortsetzung des Financial Engineering der Institute. Die Möglichkeit des Rückkaufs eigener Aktien und der höheren Ausschüttung von Dividenden. Dass Letzteres ein wichtiges Element ist für die US-Pensionsfonds ist, zeigen Grafiken mit den Anstiege der US-Indizes. Ohne Dividenden und mit.

Ab heute nun kommen die Zahlen der US-Banken.

Aktienmärkte: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq seit der Jahrtausendwende

Zunächst einmal der nominale Vergleich der verschiedenen Aktienmärkte, ohne die Berücksichtigung der Inflation sowie der Dividenden. Die Steilheit zum Ende ist schon atemberaubend, der monetäre Faktor schlägt voll zu und natürlich die Renditen, die beim großen Konkurrenzprodukt, den Anleihen jüngst zu erzielen waren.

Aktienmärkte - US-Indizes nominal

Die Performance, real nach Abzug der Inflation. So prächtig war das 21. Jahrhundert gar nicht mit den Aktionären. Zwei große Einbrüche und ein mittlerer zehrten an der Rendite.

Aktienmärkte inflationsbereinigt

Jetzt die Gesamtperformance bei Einberechnung der Dividenden, dargestellt am Spider auf den S&P 500.

Aus 1000 Dollar wurden mit Dividenden real 2587 oder nominal 4068 Dollar.

Aktienmärkte Dividenden

Fazit

Die Grafiken zeigen einmal mehr, welche Bedeutung die Aktienmärkte für die US-Gesellschaft haben. Im Gegensatz zu unserem DAX, der ein so genannter Performance-Index ist, bei dem die Dividenden automatisch einberechnet werden, handelt es sich bei den US-Indizes um reine Kursindizes. Die Dividenden werden ausgeschüttet und vereinnahmt – aber sie erscheinen nicht in den Indexständen. Eine unerlässliche Einnahme-Quelle, alle drei Monate, speziell für die Rentenfonds, die mit den Zuflüssen das US-Rentensystem zum Teil aufrechterhalten.

Außerdem sieht man einmal mehr den Zinseszinseffekt, der eine große Rolle spielt, schon bei zwei Jahrzehnten sowie den Einfluss der Inflation. Sollte diese tatsächlich für eine längere Zeit über zwei Prozent liegen, so trifft es nicht nur den Geldsparer, sondern auch den Aktieninhaber mit seinem Kaufkraftverlust. Großer Nutznießer, der Staat mit seinen Schulden (u.a.), die an Wert verlieren – aber das Ganze ist ja auch der Sinn einer finanziellen Repression.



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