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Aktienmärkte, Euro und Gold zum Wochenstart

Die Aktienmärkte nähern sich dem Ende eines starken Jahres! Nachdem der Dax am Freitag bei dünnem Handel leicht zulegen konnte, dürfte der deutsche Leitindex heute zum Wochenstart weiter um die 13300er-Marke pendeln. Die Impulse zwischen Weihnachten und Neujahr für die Aktienmärkte liefert nach wie vor die Wall Street, die am Freitag kurz vor Handelsschluß die vorherigen Gewinne weitgehend wieder abgab und unverändert schloß (Dow Jones und S&P 500, Nasdaq und Russell 2000 schlossen dagegen im Minus).

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Die Aktienmärkte am Ende des Jahres

In Asien schließt der Nikkei 0,76% tiefer – und scheitert damit erneut an der Marke von 24.000 Punkten. Der japanische Leitindex hat damit das Jahr beendet (morgen kein Handel) mit einem Plus von „nur“ 18,2% (also weniger als etwa Dax und S&P 500). In China dagegen heute steigende Aktienmärkte – weswegen die US-Futures trotz Schwäche des Nikkei höher tendieren als zum Schluß am Freitag.

A propos Wall Street: die US-Indizes halten sich auf hohem Niveau, aber die derzeitige Euphorie ist extrem: diese Euphorie ist gewissermaßen ein Spiegelbild zum Pessimismus genau vor einem Jahr, als die US-Indizes aus Panik vor der Fed-Politik heftig nach unten rauschten:

Mithin könnte sich also das Geschehen vor einem Jahr wiederholen – mit genau entgegen gesetzten Vorzeichen aufgrund der immensen Überkauftheit. Viele sind bereits „all in“ auf der Long-Seite, so etwa US-Hedgefunds oder amerikanische Vermögenssverwalter (CTAs):

Und US-Aktien damit in Relation zum US-BIP so hoch bewertet wie noch nie zuvor:

Aber diesmal ist sicher alles anders – die Fed wird ja ewig die Märkte mit Liquidität fluten und damit eine ewige Rally der Aktienmärkte garantieren – oder etwa nicht? Und: mehr Optimismus in Sachen Handelskrieg als derzeit ist nicht möglich – das Verhalten Nordkoreas  zeigt, wie fragil die Lage nach wie vor ist (es ist sehr unwahrscheinlich, dass China keinen nachhaltigen Einfluß auf die Aktionen Nordkoreas hat). Noch ist der infaltionär angekündigte Deal nicht in trockenen Tüchern – und es wäre durchaus denkbar, dass eine schon Markt-technisch notwendige Korrektur der  Aktienmärkte deshalb eintritt, weil es zu diesem Deal dann doch nicht kommt.

 

Der Dollar wird abverkauft

Interessanter als die in den letzten Tagen nicht mehr besonders signifikanten Bewegungen an den Aktienmärkten ist das, was zuletzt mit dem Dollar passiert ist: der Greenback wird kontinuierlich verkauft. Davon profitiert der Euro, der soeben die 1,12er-Marke überwinden konnte. Aber auch Gold, das wieder deutlich über der Marke von 1500 handelt (dazu heute später ein ausführlicher Artikel).

Warum wird der Dollar abverkauft? Die Märkte ahnen, dass die Fed ihre Absichten in Sachen Zinsanhebungen komplett begraben hat und in 2020 die Füsse still halten wird. Wenn die Fed etwas unternimmt bei den Leitzinsen, dann eher eine Senkung als eine Anhebung. Und damit schwindet der Zinsvorteil des Dollars immer mehr im Vergleich zu anderen Währungen.

Und das wiederum dürfte Auswirkungen haben, die das Jahr 2020 bestimmen könnten: ein schwächerer Dollar ist gut für die Aktienmärkte der Emerging Markets, gut für Rohstoffe allgemein – und nicht so gut für den US-Aktienmarkt. Zwar profitieren die „multinationals“ – also die US-Konzerne mit viel internationalem Geschäft – von einem schwachen Dollar. Aber für ausländische Investoren wird ein Investment in die Aktienmärkte der USA unattraktiver, wenn der Dollar an Wert verliert.

Überhaupt könnte das Jahr 2020 für den Dollar einen Wendepunkt bedeuten nach der langen Rally der letzten Jahre: die Fed wird immer mehr zum Finanzierer der Trumpschen Schuldenpolitik, und die immer schneller ansteigende Verschuldung mit immer neuen Anleiheemissionen zur Finanzierung derselben bedeuten faktisch eine Dollar-Schwemme, die den einzelnen Dollar eben entwertet. Die Abwertung des Dollars dürfte daher der Dreh- und Angelpunkt werden für eine Neubewertung der Lage im Jahr 2020!

Die Aktienmärkte dürften im Jahr 2020 vor allem auf den Dollar reagieren



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2 Kommentare

  1. Ich glaub, es wird 2020 Tweets oder (wie vor mehr als 2 Jahren im Dauerfeuer) inflationäre „Zinsanhebungsandeutungen“ der Fed geben, um den Eindruck einer Zinsanhebung zu geben. Das wird den Dollar wieder heben.

  2. Zinsanhebungsandeutungen – schönes Wort

    parallel könnte man Zinsabsenkungsandeutungen posten – oder wie 2019 ChinaDealPhaseOneVertragsunterzeichungsandeutungen :))

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