An dieser Stelle eine kurze Übersicht über die Gemengelage der Aktienmärkte: Schon die ganze Woche sehen wir ein instabiles Bild. Auf und ab, Auf und ab. Dip-Käufer stützen die Märkte, dann aber gibt es neue Verkaufswellen. Heute sehen wir den S&P 500 mit 0,7 % im Minus, den Nasdaq 100 mit 0,4 %. Der Dax verliert 1,01 %. Aber auch das kann sich schnell wieder ändern. Schaut man auf den Wochenverlauf, ist einfach noch keine Trendumkehr erkennbar. Eher kann man weitere Abstürze befürchten, auch wenn die US-Indizes den Iran-Krieg bisher deutlich besser verkraften. Im Chart sehen wir seit Kriegsbeginn den deutschen Aktienmarkt (GER40 CFD in rot) im Vergleich zu steigenden Ölpreis (blau).
Im Augenblick ist der weiter steigende Ölpreis (+11 Dollar Anstieg seit Kriegsausbruch) das Hauptproblem. Je höher der Ölpreis, desto größer die Möglichkeit, dass die Aktienmärkte neue Abstürze erleben. Denn wir sehen aktuell im Zuge der steigenden Ölpreise, wie die Anleiherenditen in den USA und Europa weiter ansteigen. Seit Kriegsbeginn steigen die zehnjährigen US-Renditen von 3,93 % auf 4,13 %. Die Märkte preisen eine höhere Inflation und eine Abkehr von sinkenden Zinsen ein. In Europa schaut man sogar schon eher auf steigende EZB-Zinsen. Hierzulande steigen die zehnjährigen Renditen seit Kriegsbeginn von 2,64 % auf 2,84 %. Höhere Anleiherenditen sind eine Belastung für den Aktienmarkt, weil sie steigende Kreditzinsen für die Realwirtschaft bedeuten.
Auch bedeutet ein steigender Ölpreis natürlich steigende Brennstoffkosten für Verbraucher und Unternehmer in den großen Volkswirtschaften. Das wirkt sich auf alle Bereiche der Realwirtschaft aus, was letztlich auch die Aktienmärkte belastet. Je länger der Iran-Krieg dauert, je länger die Ölpreise hoch notieren oder sogar noch weiter ansteigen, desto größer die Gefahr den Aktienmarkt!
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken















Steigender Ölpreis: Höhere Energie- und Kreditkosten. Letzteres durch die steigenden Anleiherenditen, was ja ebenfalls der aktuellen Entwicklung des Ölpreises geschuldet ist.