Seit Punkt 14:30 Uhr sehen wir, wie die Aktienmärkte abrutschen. Der US500 CFD fällt um 67 Punkte, der US 100 Tech CFD verliert 240 Punkte, der Dax verliert aktuell nur 50 Punkte.
Dies liegt an den um 14:30 Uhr gemeldeten Daten zur US-Inflation im Januar. Die US-Verbraucherpreise sind mit +0,5% zum Vormonat deutlich höher ausgefallen als erwartet (+0,3%), auch im Jahresvergleich spürbar höher als erwartet mit +3,3 % (+2,9 %). Auch die wichtige Kernrate fiel höher als. Weswegen jetzt die Aktienmärkte fallen? Die Anleiherenditen und der US-Dollar steigen. Im Chart sehen wir die negative Korrelation im kurzfristigen Chart: Der US100 Tech CFD sinkt seit 14:30 Uhr, gleichzeitig steigt die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen von 4,53 % auf 4,64 %.
Damit zeigen die Anleihemärkte: Die höhere US-Inflation macht es weniger wahrscheinlich, dass die US-Notenbank in den nächsten Monaten die Zinsen weiter kräftig senken wird. Oder vielleicht entfallen weitere Zinssenkungen sogar komplett? Denn wenn der Preisauftrieb für die Verbraucher in den USA weiterhin zu heiß läuft, dürfte sich die Federal Reserve genötigt fühlen, ihn weiterhin mit relativ hohen Zinsen zu bekämpfen. Hohe Zinsen und hohe Anleiherenditen bedeuten hohe Zinsen für Kredite, was negativ für Verbraucher und Unternehmen zu werten wäre. Dieses Szenario preisen die Aktienmärkte sofort ein. Die Frage ist jetzt nur, ob die Aktienkurse nun weiter abrutschen, oder ob man sich die vorige Rally nur ganz kurz vermiesen lässt.
Und der Goldpreis? Höhere US-Inflation, höhere Zinsen, höhere Anleiherenditen, das müsste den Preis doch eigentlich fallen lassen? Aber nein, Gold zeigt sich aktuell unbeeindruckt von den US-Inflationsdaten. Ein weiteres Zeichen dafür, wie robust die seit Tagen und Wochen laufende Gold-Rally ist? Der Faktor des sicheren Hafens Gold in Zeiten von Trumps Zollpolitik scheint zu ziehen.
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