Seit 14:30 Uhr sehen wir Bewegungen in mehreren Anlageklassen, nämlich bei Anleihen, Gold, Dollar und Aktien. Die US-Aktienfutures zeigen gut 30 Minuten vor Kasse-Eröffnung ruckartig fallende Kurse. Denn die um 14:30 Uhr gemeldeten US-Arbeitsmarktdaten waren extrem stark! 162.000 neue Jobs im August bei +55.000 Erwartung, dazu gab es eine Aufwärtsrevision von 55.000 neuen Stellen für die beiden Vormonate. Also eine sehr robuste US-Konjunktur. Dies erhöht schlagartig die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank in zwei Wochen die Zinsen erhöhen wird.
Höhere Zinsen, also höhere Kreditkosten – das mögen Aktienmärkte überhaupt nicht gerne. Denn dann werden Anleihen attraktiver in Relation zu Aktien. Und höhere Kreditkosten sind sozusagen Gift für Verbraucher und Unternehmen. Der Goldpreis fällt seit 14:30 Uhr um mehr als 70 Dollar unter 4.400 Dollar. Denn höhere Anleiherenditen machen das zinslose Gold im Vergleich weniger attraktiv.
Was für Aktien und Gold negativ ausgelegt wird, ist aber gut für Anleiherenditen und Dollar. Höhere US-Zinsen würden – so die Theorie – mehr Zufluss Richtung US-Kapitalmarkt bedeuten, was den Dollar steigen lässt. Die Renditen steigen im Vorgriff auf höhere Zinsen. Die zehnjährige Rendite steigt von 4,75 % auf 4,79 %. Der robuste US-Arbeitsmarkt wird aktuell zum großen Wurf in Richtung höherer Fed-Zinsen übernächste Woche. Nächste Woche stehen noch US-Inflationsdaten an – der letzte große Schritt hin zur Zinsentscheidung der Fed.
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