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Aktienmärkte im Auftrieb – US-Arbeitsmarktdaten + Diesel-Freigabe der G7

Kurstafel am Frankfurter Börsenparkett
Kurstafel am Frankfurter Börsenparkett. Foto: Claudio Kummerfeld/Finanzmarktwelt.de

Die wichtigsten Eckpunkte

  • Aktienmärkte steigen seit 14:30 Uhr sprunghaft.
  • US-Arbeitsmarktdaten sind schwach, was die Fed abhalten könnte im Oktober die Zinsen zu erhöhen.
  • Die G7 beschloss um 16 Uhr große Mengen an Ölprodukten aus Reserven freizugeben.
  • Weniger stark steigende Zinsen und womöglich sinkende Tankstellenpreise helfen Verbrauchern und Unternehmen.

Die Aktienmärkte befinden sich aktuell im Auftrieb. Der Dax steigt heute um 1,26 %, der S&P 500 um 1,11 %, der Nasdaq 100 um 1,55 %. Zwei Gründe kann man dafür aktuell ausmachen. Der Chart zeigt im roten Kreis, wie exakt ab 14:30 Uhr der US100 CFD für amerikanische Techaktien nach oben springt, während gleichzeitig die zehnjährige US-Anleiherendite von 5,22 % auf 5,15 % fällt. Auch wenn die Rendite inzwischen wieder auf 5,21 % gestiegen ist – der Anstieg bei Aktien ist geblieben.

Aktienmärkte steigen seit 14:30 Uhr

Aktienmärkte steigen – Diesel-Freigabe

Seit 16 Uhr gibt es von Frankreichs Präsident Macron und von Donald Trump klare Aussagen: Die G7-Staaten haben beschlossen 100 Million Barrel Diesel und Rohöl aus den Reserven freizugeben, um gegen hohe Preise und Knappheit anzukämpfen. Diese Aussicht auf eine vorübergehende Entspannung an den Treibstoffmärkten in den Verbraucherländern wäre gut für Verbraucher und Unternehmen. Dies ist daher auch grundsätzlich gut für die Aktienmärkte.

US-Arbeitsmarktdaten

Wichtiger ist aktuell die Meldung zu den US-Arbeitsmarktdaten von 14:30 Uhr. Im September wurden in den USA nur 29.000 neue Jobs geschaffen bei +90.000 Erwartung. Die beiden Vormonate wurden um 60.000 Jobs abwärts revidiert, und auch die Stundenlöhne steigen weniger stark als gedacht. Wie dies positiv auf die Aktienmärkte wirkt? Nun, damit nimmt man eine weniger robuste US-Konjunktur an, was Druck von der Federal Reserve nehmen sollte, im Oktober die Zinsen zu erhöhen. Weniger stark steigende Kreditkosten entlasten Unternehmen und Verbraucher.

Fazit

Die US-Arbeitsmarktdaten sind zwar ein sehr wichtiger Faktor für die Entscheidung der Fed. Daneben ist aber die Entwicklung bei den Brennstoffpreisen nun mal ein entscheidender Faktor. Und trotz zahlreicher Entspannungssignale durch höhere Lieferungen aus den Nahen Osten für den Weltmarkt bleibt die Lage bei Produkten wie Diesel angespannt. Wenn Preise an Tankstellen durch die Reserve-Freigabe weltweit spürbar zurückgehen sollten, könnte dies für die Aktienmärkte ein weiteres Signal zum Aufatmen sein.



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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4 Kommentare

  1. warum steigt eigt Gold nicht?

    1. Weil halt der Gold- und Anleihemarkt ein bisschen schlauer sind als die Aktienmärkte.

  2. Cool.Die Börse überall in der Nähe von Rekordständen – und strategische Sicherheitsreserven werden freigegeben, damit das so bleibt. Dazu fällt mir Wilhelm Busch ein: „Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!“

  3. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Normalerweise sind die Arbeitsdaten schlecht …da sie auf eine Stagflation hindeuten..eine Stagflation hatten wir zuletzt in den Siebziger Jahren…wobei die Börsen damals bei einem Bruchteil zu heute standen…

    DAX Performance Index zurück berechnet bei unter 500 Punkten..Dow Jones Index bei um die 850 Punkte…Nasdaq noch gar nicht richtig präsent…

    Jetzt ist viel mehr Geld im System..damals spielten Aktien in der Geldanlage noch gar keine große Rolle…

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