Der MSCI Asia Pacific Index gewinnt heute 2,07 % an Wert. Was für ein Sprung für so einen breiten Marktindex. Daran erkennt man, dass sich die asiatischen Aktienmärkte derzeit in einer Mega-Rally befinden.
Mit 7.531 Punkten erreichte der KOSPI-Index in Südkorea heute ein neues Intraday-Allzeithoch. Der Tag brachte ein Plus von 1,43 %. Auch in Japan läuft die Mega-Rally. Mit 63.228 Punkten erreichte heute auch der Nikkei 225-Index intraday einen neuen Rekord, und ein Tagesplus von unglaublichen 5,8 %. Allen voran ist die Softbank-Aktie in Tokyo mit einem heutigem Anstieg um 18 % der Vorreiter. Außerdem hatte die Börse in Tokyo wegen Feiertagen tagelang geschlossen, und hatte Nachholbedarf. Auch andere Börsen in Asien kennen kein Halten mehr.
Die Grafik zeigt seit Ende Februar, dem Kriegsausbruch im Iran: Japan legt unterm Strich um 7 % zu, der breite Markt in Shanghai um 3,6 %. Die Highflyer sind aber Taiwan mit +24,6 % und Südkorea mit +20,5 %, und das in gerade mal neun Wochen! Der Verlauf seit Ende Februar zeigt: Erst kam die Angst des Iran-Kriegs. Aber ab April verflog diese Angst und wurde durch etwas anderes abgelöst.
Und dieses „Etwas andere“ ist die KI-Euphorie. Die Aktienmärkte in Asien signalisieren: Der Iran-Krieg als wirtschaftliches Risiko für die Volkswirtschaften ist bereits vollständig abgehakt, es wird schon zu einem Frieden kommen!? Jüngste Berichte um Friedensbemühungen zwischen USA und Iran geben dieser Erzählung neue Nahrung – auch wenn das nach wie vor eine sehr unklar Nachrichtenlage ist, die wie in den letzten Wochen mal wieder auch in sich zusammenbrechen kann.
In den letzten Wochen haben Samsung, Taiwan Semiconductor, SK Hynix und viel andere Tech-Konzerne aus Asien glänzende Quartalszahlen geliefert. Und dazu auch noch richtig gute Geschäftsaussichten, was noch wichtiger ist! Diese KI-Euphorie überschattet (derzeit) alles andere, und die Aktienmärkte setzten erstmal ihre Rally fort. Die Fallhöhe für eine Korrektur nimmt damit natürlich weiter zu.
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Die Iran-Sache ist noch lange nicht ausgestanden, aber insgesamt gebe ich dem Trend diesmal Kredit, auch wenn noch hefige Einbrüche auf dem Weg liegen werden. Das tun sie immer.
Aus der hier eher verpönten zyklischen Sicht ergibt sich gerade das typische Bild am Ende eines Winters (er ist noch nicht vorbei): die Älteren sind sehr skeptisch, auch weil die meisten die Probleme zu spät erkannt haben, und sehen die Zukunft negativ. Bei den Jüngeren herrscht dagegen Aufbruchstimmung.
Es gab nach meinem Eindruck schon sehr lange nicht so viele junge Leute, die Unternehmen auf die Beine stellen wollten. Nur, sie tun es eben nicht in Deutschland, weil es hier einfach zu schwierig geworden ist.
Ihnen ist schon klar, das Japan ein paar Feiertage hatte und jetzt die Gewinne an den US Börsen von den letzten Tagen in Japan eingepreist wurden, das ist keine News in Richtung, Korea und Taiwan weiss ich nicht ;-)