Die Aktienmärkte stehen vor einer entscheidenden Bewährungsprobe: Ausgerechnet Privatanleger haben zuletzt Milliarden in Chip-Aktien investiert – und das nahezu punktgenau vor einer heftigen Korrektur. Dennoch ist die Rally möglicherweise noch nicht vorbei. Eine Analyse von Bravos Research zeigt anhand historischer Marktzyklen, warum der Nasdaq 100 und der Halbleitersektor trotz Euphorie, hoher Bewertungen und zunehmender Spekulation noch erhebliches Aufwärtspotenzial besitzen könnten. Entscheidend ist jetzt ein Faktor, der schon während der Dotcom-Blase über Rally oder Crash entschied.
Aktienmärkte: Die gefährliche Phase beginnt
Allein im Juni flossen laut Bravos Research rund zwölf Milliarden Dollar von Privatanlegern in Halbleiter-ETFs – etwa zehnmal so viel wie ein Jahr zuvor. Das Timing hätte kaum schlechter sein können: Anschließend verlor der Halbleiterindex SOX rund 25 Prozent, Qualcomm etwa 30 Prozent, Micron 40 Prozent und SanDisk sogar fast 60 Prozent.
Damit zeigten die Aktienmärkte typische Merkmale der sogenannten Manie-Phase eines Bullenmarktes. Nachdem zunächst institutionelle Investoren attraktive Bewertungen entdecken, springen später zunehmend Privatanleger auf den fahrenden Zug. Emotionen, Medienaufmerksamkeit und steigende Kurse verstärken sich gegenseitig. Bei Chip-Aktien war diese Entwicklung zuletzt besonders ausgeprägt. Innerhalb von zwei Jahren legte der Sektor laut Analyse um mehr als 200 Prozent zu, während der S&P 500 auf rund 35 Prozent kam.
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Doch Euphorie allein beendet keinen Bullenmarkt. Genau hier wird der Blick auf die Vergangenheit interessant. Rund zwei Jahre vor dem Platzen der Dotcom-Blase brach der Nasdaq 100 zwischenzeitlich um etwa 20 Prozent ein, einzelne große Technologieaktien verloren sogar rund die Hälfte ihres Wertes. Wer darin bereits das Ende der Dotcom-Rally sah, lag jedoch falsch. Bis zum Hoch im März 2000 schoss der Nasdaq 100 anschließend noch einmal um fast 300 Prozent nach oben.
Momentum entscheidet über Rally oder Crash
Der entscheidende Unterschied war das Momentum. Während der Korrektur von 1998 zeigten wichtige gleitende Durchschnitte weiterhin nach oben. Erst als dieses Momentum im Jahr 2000 nachhaltig kippte und die Kurse unter wichtige Trendlinien fielen, entwickelte sich aus einer Korrektur ein ausgewachsener Bärenmarkt.
Genau dieses Warnsignal fehlt bei Chip-Aktien bislang. Nach Darstellung der Analysten steigen die relevanten gleitenden Durchschnitte weiterhin, während der Halbleitersektor trotz seiner Verluste oberhalb dieser Trendindikatoren notiert. Die Spekulation kann deshalb länger anhalten, als fundamentale Bewertungen vermuten lassen.
Für Anleger entsteht daraus ein gefährliches Spannungsfeld. Der massive Einstieg der Privatanleger und die zunehmende Emotionalität sprechen für eine fortgeschrittene Phase des Zyklus. Gleichzeitig liefert das Momentum noch kein überzeugendes Signal für einen langfristigen Trendbruch. Ein vorschneller Ausstieg könnte daher ebenso teuer werden wie das blinde Hinterherlaufen hinter der nächsten Rally im Nasdaq 100.
Die wichtigste Botschaft lautet deshalb: Nicht die Euphorie allein entscheidet über das Ende des Booms. Solange das Momentum der Chip-Aktien intakt bleibt, könnte die Party an den Aktienmärkten weitergehen. Drehen die langfristigen Trendindikatoren jedoch nach unten, würde aus der aktuellen Korrektur möglicherweise etwas deutlich Gefährlicheres. Für den Nasdaq 100 könnte genau dieser Moment darüber entscheiden, ob die KI-Euphorie in eine weitere Rally mündet – oder der nächste große Bärenmarkt beginnt.
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wie wir ja gesichert wissen waren die Kleinanleger schon immer die großen Gewinner an den Märkten
Im Augenblick sind die US Aktienmärkte …ohne Grauaktien…d.h. ohne Aktien im grauen Kapitalmarkt… mit rund 75 Billionen US-Dollar bewertet….dem Fünffachen der Jahrtausendwende und dem Faktor 15 seit dem Tief in der Dot Com Krise…das ist viel…
Alleine die Top Fifty sind seit diesem Zeitpunkt um den Faktor 50 im Schnitt gewachsen…Google, Microsoft, Apple…and so on…..ich muss nicht sagen…Faktor 50 ist ohne Crash uneinholbar…gucken Sie sich an was eine Microsoft oder Apple damals wert war und was heute…