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Aktienmärkte: „Kognitives Versagen vor der Realität“! Videoausblick

Die Aktienmärkte zeigen ein „massives kognitives Versagen angesichst der immensen Schäden für die Wirtschaft in der Coronakrise – so der ehemalige Pimco-Chef Mohamed El-Erian. Und es ist auch kaum zu verstehen, warum die Aktienmärkte die katastophalen Daten, die wir auch gestern wieder in Häufung präsentiert bekamen (US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Einkaufsmanagerinidzes aus EU und USA etc.), einfach beseite wischen und fest an eine glorreich-rosarote Zukunft glauben. Dieser Glaube hat durch den Bericht über den Flop des Medikaments Remdesivir (von Gilead Sciences) Schaden genommen, weswegen die Wall Street dann die zwischenzeitlich erheblichen Gewinne weitgehend wieder abgeben musste. Kann die Realitätsverweigerung weiter gehen, wenn die US-Berichtssaison voll in Fahrt kommt?

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11 Kommentare

  1. Warum die Aktienmärkte nicht mit der Realität laufen ist doch ganz einfach zu verstehen. Erstens sind die meisten Akteure seit 10 Jahren gewohnt, dass die Nationalbanker ungeachtet der realen Situation alles aufkaufen. Und 2. wer würde schon ernsthaft sich gegen die Nationalbanker stemmen wollen, wenn die nur eine Richtung kennen. Tja und die Verpflichtung zu einem Intelligenztest der Zuständigen gibt es (noch) nicht. Auch Professoren in früher wichtigen Instituten haben nicht mehr den Mut, die Realität zu prognostizieren, da es dank Notenbanker schlicht keine realen Verläufe zu den Schuldenbergen mehr gibt, wie es immer noch in allen Lehrbüchlein steht.

  2. Zweimal Fugmann am Tag und man ist bestens informiert! Immer wieder top! Dankschee und Gruß aus’m Süden.

  3. „Sei gierig, wenn andere ängstlich sind“ sagt Warren Buffett. Hat er ein Leben lang kognitiv versagt?
    Vor Monaten hieß es noch, Wahnsinn, Höchststände, nicht kaufen, der Crash wird kommen. Jetzt heißt es, Wahnsinn, die Märkte sind am Boden, der Crash ist da, warten, es kommt noch schlimmer. Naja und dann wieder 10 Jahre an der Seitenlinie stehen und sich ärgern? Das nenn ich kognitiv versagen! Ok, Trader sind Trader, die verlieren in der Mehrheit Geld. Aber die Langfristanleger, wann sollen die kaufen, wenn nicht jetzt? Ein Welt-ETF von mir aus, Hauptsache jetzt was tun.
    Solche Gelegenheiten kommen nicht alle Tage und versäumt man sie, ist 10jähriger Frust, wie das letzte Mal, vorprogrammiert.
    Aber nein, der gewiefte Kleinanleger kauft JETZT Gold und verkauft JETZT seine Aktien und ein paar Jahre später dreht er dem Ganzen den Rücken und findet Aktien zu riskant: Kognitives Versagen, wie gehabt.

    1. @Columbo, absolut RICHTIG. Bester Kommentar seit Wochen. Oben war es den Leuten zu teuer und unten ist es Ihnen immer noch zu teuer. Diese Menschen wollen unbewusst eigentlich überhaupt keine Aktien kaufen.Hätte man diese Leute im Januar bei einem Stand von ca. 13.800 im Dax gefragt wann sie denn im Markt einkaufen würden, dann hätte wohl die Mehrzahl von Ihnen gesagt zweischen 11.500-12.000. Schönes WE allen :-)

      1. Nee, Ihr beiden, das ist Blödsinn. Die MÄRKTE sind überhaupt NICHT am Boden. „Die Märkte blicken 6 Monate voraus“, „es ist alles eingepreist“. Die Notenbanken kaufen und alles springt auf den Zug auf. Da hat keiner Angst.
        Was tatsächlich am Boden ist, ist die WIRTSCHAFT. Und genau auf diesen Sachverhalt weißt Fugi völlig korrekterweise hin. Die Finanzmärkte sind getrieben von Hoffnungen darauf, dass in einem halben Jahr alles beim Alten ist, unterstütz von einer noch nie dagewesenen Finanzspritze seitens der Notenbanken.
        Vlt habt Ihr Recht und man ärgert man sich die nächsten 10 Jahre, dass man nicht eingestiegen ist. Ich wünsche es Euch (bin letztlich selbst Long, aber nicht voll investiert). Aber nicht „unvielleicht“ unterschätzt ihr das Risiko, das mit eurem Optimismus einhergeht, dass alles weitergeht wie wir es kennen.

      2. Der Preis einer Aktie muss sich aber schon am Zukünftigen Erwartungswert messen lassen. In Zeiten wo sich abzeichnet dass die Arbeitslosigkeit in den Himmel wächst und die Konjunktur über Jahre unter dem Wert von 2019 liegen wird, sind die zu erwartenden Gewinne mit Aktien einfach sehr schlecht. Die Unternehmensgewinne leiden, die Dividenden werden gestrichen, ja auch Pleiten und Totalverluste sind zu erwarten. Und unter diesen Vorzeichen soll man Aktien auf Ihrem Allzeithoch kaufen? Oder Indizes die 15% unter ihrem ATH liegen? Natürlich kann man jetzt kaufen, aber momentan scheinen die Risiken nach unten weit grösser als die Chancen nach oben.

        Wir hatten eine Bärenmarktrally. Ob die Luft jetzt raus ist werden wir sehen. Aber es müsste wohl schon noch mal deutlich runtergehen bis die Kurse die echte Realität „eingepreist“ haben. Mr. Market ist grad recht optimistisch…

        Warren Buffett hat auch gesagt als Investor solle man sich vorstellen man habe im Leben nur fünf (?) mal die Möglichkeit zu investieren und man solle sich daher genau überlegen was man tut. Man solle sich nie einbilden man „muss“ investieren („…in investing are no called strikes…“ im Gegensatz zu Baseball, man muss also nicht zuschlagen).

        Warren sagt auch immer wieder er wolle Unternehmensanteile zu „attractive Prices“ kaufen, und auch er stand wohl schon mit Milliaren an der Seitenlinie weil die Kurse zu hoch waren. Was gleich zum nächsten führt…

        Warren ist auch der Meinung dass der Stock Exchange ein sehr effizientes Mittel zur Umverteilung von Kapital von den ungeduldigen, zu den geduldigen ist.

        Einfach warten und schauen, alles wird gut… Und in fünf Jahren haben wir alle Kryptowährungen, negative Zinsen auf den Sparkonten und sämtliche assets jede Woche aufs neue am Allzeithoch… ;-)

        1. @Optimist

          Cash auf der Bank könnte mitunter gefährlicher sein, als in Aktien. Wenn es nach Krall und Konsorten geht, gibt es bald jede Menge Bankenpleiten und dann ist das „Seitenliniengeld“ über Nacht weg.
          Es gibt Zeiten, in denen die Seitenlinie ein verdammt gefährlicher Ort ist.

  4. Wenn es so ungewöhnlich viele Tote in Deutschland gibt,warum stellt dann das Statistische Bundesamt
    für Jan.,Feb.,März keinen Anstieg der Sterberate fest ?

    1. Es gibt doch nur noch Corona-Tote. Italien hat sogar den Krebs besiegt…es gibt keinen anderen Tod.
      Die Datenerhebung ist nach meiner Meinung nach sehr fragwürdig!

  5. Die Grippe (normale Influenza) -assoziierte Übersterblichkeit war nach konservativer Schätzung des RKI bei 25.100 Fällen für die Saison 2017/18 und das ohne Hysterie und Panik.

    Bei der damaligen Grippewelle wurde nicht bei jedem Todesfall auf das Vohandensein von Grippeviren wie bei Covid-19 getestet, weswegen die Daten geschätzt werden.

    Die aktuellen Covid-19 Sterbefälle summieren sich in Deutschland zum Vergleich auf ca. 5000 – 6000, wobei nicht obduziert wird und somit nicht feststeht, ob der Patient an oder mit dem Virus gestorben ist.

    Die von Ihnen gezeigte Grafik vergleicht daher Äpfel mit Birnen.

    Also bitte nicht so arrogant gegen Skeptiker auftreten Herr Fugmann.
    Skeptizismus ist schließlich die Voraussetzung für den Fortschritt in der Wissenschaft.

    1. Sie meinen also, dass man den Covid-Leugnern mehr glauben sollte als den Klima-Leugnern?

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