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Aktienmärkte: Quartalskorrektur – aber was passiert dann?

Der Dow Jones mit seinen Value-Werten erlebte die größte Korrektur seit fünf Monaten. Wie geht es weiter?

Aktienmärkte - nur eine Korrektur?

Jetzt kam die Korrektur der Aktienmärkte, fast wie nach Ansage, aufgrund der genannten Extremparameter: Volatilität auf tiefem Extremniveu, kaum einer war short an den Märkten und die heißgelaufenen Sektoren. Sehr schön durch die Umfrage der Bank of America dokumentiert: Die „Most crowded Trades“, Commodities, Financials und Industrials. Das ist auch eine tiefergehende Begründung dafür, warum die Mehrzahl der Fonds stets schlechter laufen müssen, als der Markt. Doch jetzt stellt sich die Frage vor dem Window Dressing zu Quartalsende: Wie tief geht es und sollte der saisonale Effekt tatsächlich so eintreffen, wie es sich andeutet?

Die Notenbanktagung, der Katalysator für die Aktienmärkte

Natürlich wurden einige Marktteilnehmer so richtig erschreckt, bei den Bemerkungen von Jerome Powell zu Inflation und Zinsperspektiven. Aber war bei den Inflationsdaten auf Produzenten- und Verbraucherseite wirklich etwas anderes zu erwarten? Dass diese auf mehrjährige Hochs emporschnellen würden? Wir haben vor einem Jahr ein Quartal erlebt, mit dem größten Wirtschaftseinbruch seit fast einem Jahrhundert, gleichzeitig wurde Geld gedruckt und Helikoptergeld an fast Jedermann verteilt, wie soll dies ein Jahr später mit Inflationssteigerungen von drei oder vier Prozent abgehen? Der typische finanzmathematische Basiseffekt, den man auch schon beim Wachstum vor einem Jahr gesehen hatte, in Q3 mit zweistelligen Anstiegen auf Quartalsbasis.

Jetzt die heftige Korrektur der Aktienmärkte am Freitag, die Zinsen können es nicht gewesen sein, zumindest nicht die langfristigen, denn die 10-jährige US-Treasury lag zu Wochenschluss bei 1,44 % und damit niedriger als vor dem hawkishen Notenbank-Statement. Dazu gleich mehr.

Der Volatilitätsindex VIX ist in der letzten Woche um über 16 Prozent auf 20,70 Punkte gesprungen. Nachdem er fast schon mustergültig auf ein großes Signal reagiert hat.

Aktienmärkte VIX

Die Rohstoffe kannten wochenlang nur eine Richtung und wurden von der Bank of America eindeutig als Most Crowded Trade identifiziert. Allerdings ging es mit dem berühmt gewordenen Rohstoff Lumber (Bauholz) vor der letzten Woche schon um 40 Prozent nach unten. Die vergangene Woche brachte einen weiteren Einbruch, wie es der Tweet von Quintanilla schön aufzeigt.

Natürlich kann es sich hierbei um eine Korrektur eines heiß gelaufenen Sektors handeln, aber einige Commodities korrigieren schon länger, erkennbar am wichtigen Frühindikator, Dr. Copper. Kupfer befindet sich schon seit 5. Mai im Rückwärtsgang – von 10.724 auf 9424 Dollar, damit steht man tiefer als im Hoch vor 10 Jahren.

Wo ist hier der Super-Aufschwung im Elektrozeitalter mit Investitionen in unzähligen Ladestationen, maroden Stromleitungen, von der Flut an neuen Elektro-Autos gar nicht erst zu reden? Steckt China, der größte Verbraucher dahinter, das den Ausbruch nach oben begrenzen will, flankiert von weiteren geldpolitischen Maßnahmen?

Alle Welt geht von einem Superaufschwung aus, aber es gibt mehr und mehr Signale, dass wir derzeit Peak Wachstum, Peak Inflation und natürlich auch Peak Stimulus sehen könnten.

Der große Verfall, ein ständiger Auslöser von Korrekturen?

Der vergangenen Freitag war an den Optionsbörsen ein Tag der Superlative. Nicht weniger als 818 Millionen Optionen für Aktien liefen an diesem Tag aus, die zweithöchste Anzahl in der Geschichte der Wall Street. Was wird darauf folgen bei der neue Positionierung für die nächste Zeit? Haben wir wieder so etwas wie einen Gamma Squeeze erlebt, aber nicht im Zusammenhang mit Meme-Aktien?

Erstaunliches offenbart und diese Grafik von Isabelnet. Der Quadrupel Witching Day ist geradezu prädestiniert für eine temporäre Korrektur.

Hexensabbat und Korrekturen der Aktienmärkte

Das Ergebnis für die letzte Woche war bisher noch eine milde Korrektur von gut zwei Prozent beim S&P 500 sowie beim Dax. Aber der amerikanische Leitindex ist damit seit längerer Zeit unter seinen 50-Tage-Durchschnitt gefallen. Ein Warnzeichen, welches für weitere Abgaben spricht.

Trifft die Saisonalität jetzt tatsächlich so zu?

Saisonalität S&P 500

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