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Aktienmärkte: Rally – ein Mißverständnis? Marktgeflüster (Video)

Ein zentraler Treiber der heutigen Rally der Aktienmärkte ist ein Mißverständnis: dass Deutschland wegen des Coronavirus fiskalischen Stimulus betreiben würde

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Die Aktienmärkte waren an den letzten beiden Handelstagen stark unter Druck – die Marktbreite des Abverkaufs war so groß wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Heute dann die Rally als technische Gegenreaktion, nachdem Aktienmärkt wie der Dax keritische Trendlinien erreicht hatten im vormittäglichen Abverkauf. Aber ein zentraler Treiber der heutigen Rally ist ein Mißverständnis: dass Deutschland wegen des Coronavirus fiskalischen Stimulus betreiben würde (die Pläne sind schon lange angekündigt gewesen für überschuldete deutsche Kommunen). Nun sagt auch der deutsche Geunsheitsminister Spahn: wir stehen am Beginn einer Epidemie in Deutschland. Können die Aktienmärkte die heutig Rally halten?

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9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Andreas

    26. Februar 2020 19:46 at 19:46

    Respekt! Der DAX hat heute bisher eine Bewegung von über 1000 Punkten gemacht. Volatilität vom feinsten!

  2. Avatar

    Marcus

    26. Februar 2020 20:46 at 20:46

    Warum schiesst Palladium nach oben? Als Industriemetall bei einem wirtschaftlichen Abschwung in der Automobilindustrie müsste es doch eigentlich auf die Nüsse geben????

    • Avatar

      Segler

      26. Februar 2020 23:21 at 23:21

      Hallo Marcus,
      Der exponentielle Anstieg des Pd Preises hat mehrere Ursachen.
      Palladium wird Industriell in sehr grossem Mass gebraucht zur Herstellung von Katalysatoren für Dieselfahrzeuge.
      – In vielen Ländern stiegen die Anforderungen an Abgasreinigung für entsprechende Fahrzeuge. Das trieb die Anzahl der Katalysatoren in die Höhe und damit den Preis.
      – Die Fördermöglichkeiten zur Palladiumgewinnung sind weltweit limitiert. Der Aufwand ist extrem hoch. Pd gehört zur Gruppe der „Platinmetalle“, deren Einzelbestandteile man chemisch-physikalisch in der grossindustriellen Förderung nur schwer voneinander trennen kann.
      Dies treibt die Kosten in die Höhe
      Grob gesagt gibt es nur zwei Förderländer – Südafrika und Russland
      Palladium war ursprünglich ein Abfallprodukt bei der Nickelgewinnung. Es verunreinigte die Nickelprodukte und musste aufwändig getrennt werden.
      Russland hat vor vielen Jahren seine Nickelproduktion hochgefahren um es auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Palladium als Abfallprodukt wurde quasi subventioniert und irgendwo auf riesigen Halden gelagert.
      Diese Bestände sind inzwischen abverkauft.
      Mittlerweile fördern die Russen Nickel, um Palladium zu gewinnen und bunkern das Nickel – Verkehrte Welt :-)
      Die Minen in Südafrika sind nicht in der Lage, der Nachfrage zu genügen.
      Brasilien kann zum Teil einspringen, jedoch gibt es dort andere Schwierigkeiten.
      Ein weiterer Punkt ist der Handel mit Derivaten auf Palladium, welche das Material physich hinterlegt sehen wollen. Dies begrenzt ebenfalls die freie Verfügbarkeit und verstärkt die Verknappung.
      Damit steigt der Preis.
      Um sich gegen höhere Preise abzusichern werden von den Commercials Optionen gekauft.
      Schau Dir einmal die Termistrukturkurven der Palladium Futures an – eine Backwardation aus dem Lehrbuch.
      Wer diesen Markt shortet begeht Harakiri !
      By the way – die Katalysator Diebstähle von Dieselfahrzeugen hat hier in der Schweiz bereits schlimme Ausmasse angenommen.
      Gruss vom Segler

    • Avatar

      Shong09

      27. Februar 2020 00:47 at 00:47

      Das hatte ich mir auch schon die letzten Tage gedacht. Allerdings hat Südafrika wahrscheinlich nach wie vor Probleme mit dem Strom, und ist mit Russland für fast die komplette Produktion verantwortlich.
      Norilsk und Südafrika können den Preis machen, wie er ihnen gefällt

  3. Avatar

    Börnie

    26. Februar 2020 23:23 at 23:23

    Die Wachstumskurven sind generell exponentiell und nicht parabolisch. Parabolisch wäre so was wie x zum Quadrat – das steigt zwar auch aber auf längere Sicht nicht so schnell. Wäre eine Wachstumskurve parabolisch ist das auf jeden Fall ein Hinweis, dass mit den Zahlen was nicht stimmt.

  4. Avatar

    deCuba

    27. Februar 2020 17:23 at 17:23

    Hallo @Segler,
    ich spekuliere darauf, dass sich die BW in Palladium wegen China-„Stillstand“ auflösen könnte. Der Preis ist mittlerweile Parabolisch und ist von Corona nicht unbeeindruckt. Autoindustrie zeigt allmählich rezessive Ermüdungserscheinungen und Palladium/Platinum-Ratio ist auch extrem. Wäre doch eine gute Schortmöglichkeit, wenn sich die Forwardcurve(TSK) aufzulösen beginnt.
    Bin nicht investiert.

    • Avatar

      Segler

      27. Februar 2020 22:25 at 22:25

      Hoi Decuba
      Um Himmels Willen – vergessen Sie Palladium !
      Dort läuft die brutalste Backwardation, die ich je erlebt habe.
      Es gibt andere, bessere Märkte
      Problem Nr. 1
      Backwardation ohne Ende
      Nr. 2
      Es gibt bei keinem ordentlichen Broker Optionen – Illiquide !!
      Nr. 3
      Es gibt zuwenig Informationen
      Nr. 4
      Traden Sie nach Wahrscheinlichkeiten – nicht nach Meinungen.

      Ander Mütter haben auch schöne Töchter :-)
      Denken Sie an ZB, oder an NG (NG ist unten noch nicht „fertig“ – sie haben noch Zeit)
      Oder Soja Öl (Ebenfalls „unten noch nicht fertig“)
      besten Gruss

      • Avatar

        Petkov

        28. Februar 2020 10:47 at 10:47

        Also U.S. Treasury Bond Futures und Erdgas, schätze ich.

      • Avatar

        deCuba

        28. Februar 2020 12:34 at 12:34

        Hallo @Segler danke für die kompetente Antwort!
        Ich glaube, Sie haben mich missverstanden.
        Erste Short-Erkundungen in PA -NUR- bei sich auflösender BW.
        Was halten Sie von 6L (Bras.Real), sieht COT-mäßig schon attraktiv aus?
        Schöne Grüße in die Schweiz!

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Aktienmärkte: Wall Street immer noch viel zu teuer! Marktgeflüster (Video)

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Die Aktienmärkte nach drei Handelstagen mit Gewinnen heute wieder im Rückwärtsgang – in den USA war schon wieder die Rede von einem neuen Bullenmarkt, nachdem der Dow Jones vom Corona-Tief um 21% gestiegen war (nach einem vorherigen Abverkauf von 37%). Aber gerade die Wall Street-Aktien sind für das, was der shutdown wegen des Coronavirus bedeutet, nach wie vor deutlich zu teuer: so ist derzeit lediglich ein Rückgang des Gewinns pro Aktie im S&P 500 von lediglich 15% eingepreist für das zweite Quartal. Da aber die Folgewirkungen des shutdowns deutlich größer ausfallen dürften, sind die Aktienmärkte der USA nach wie vor zu teuer (der Dax dagegen ist viel günstiger und handelte bereits in der Nähe seines Buchwerts)…

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Aktienmärkte: Die Lage vor dem Wochenende! Videoausblick

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Die Aktienmärkte verbuchten nun drei Gewinntage in Folge wegen der Hoffnung auf Staats-Stimulus sowie dem Glauben an die Notenbanken – aber heute steht ein langer Freitag an mit der Frage, ob das US-Abgeordnetenhaus eine Abstimmung über das 2-Billionen-Rettungspaket hinbekommt, oder sich das Ganze deutlich verzögert (was für die Aktienmärkte ein schlechte Nachricht wäre). Die USA sind nun bei den Coronavirus-Infizierten die weltweite Nummer eins und damit vor China, im Fokus weiter vor allem New York. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA übertrifft alles, was man in den letzten Jahrzehnten in anderen Krisen gesehen hat – und Deutschlands Autokonzerne werden kollektiv von der Ratingagentur S&P abgestuft. Aber sonst ist alles bullisch..

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Coronavirus: „Die Welt, die wir kannten, ist verloren“! Marktgeflüster (Video)

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Die USA, vor allem New York, sind nun zum Epizentrum des Coronavirus geworden: „Die Welt, die wir kannten, ist verloren“ – das sagte der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, in der Nacht auf den heutigen Donnerstag. Heute 3,28 Millionen Erstanträge auf Arbeitslosenhife in den USA – das entspricht 1% der gesamten (inklusive nicht arbeitenden) US-Bevölkerung. Aber die Wall Street dennoch mit einer Rally nach Aussagen von Jerome Powell, wonach die Munition der Fed unbegrenzt sei – als würde das gegen das Coronavirus und seine Verwerfungen wirklich helfen können! Aber die Aktienmärkte wollen nicht glauben, dass die Welt, die wir kannten, verloren ist – sie wollen unbedingt den Glauben aus der alten Welt an die unbegrenzte Macht der Notenbanken aufrecht erhalten..

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