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Indizes

Aktienmärkte: Schwache Zahlen – aber Apple entscheidet

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte beginnen den heutigen Handelstag wenig verändert – aber heute vorgelegten Zahlen der Dax-Konzerne Bayer, Lufthansa und Fresenius Medical Care sind durchaus eher mäßig, alle drei Aktien vorbörslich im Minus.

Dazu fällt auch das französische BIP für das 2.Quartal mit +0,2% schwächer aus als erwartet (Prognose war +0,3%), vor allem der Konsum mit -0,6% zum Vorjahresquartal enttäuschend, zumal auch die Daten des Vorquartals nach unten revidiert wurden. Vieles deutet also auf eine weitere Abschwächung der Konjunktur in der gesamten Eurozone hin, die EZB gerät dadurch noch stärker unter Handelsungsdruck.

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Notenbanken für Aktienmärkte eher enttäuschend bislang

Unterdessen hat Japans Notenbank beschlossen, die Geldpolitik vorerst unverändert zu lassen, gleichzeitig aber betont, dass man schnell handeln werde, wenn die Lage es erfordere. Notenbankchef Kuroda wies heute auf die Kursänderung angesichts der globalen Unsicherheit von Fed und EZB hin, auf die man reagieren müsse – gleichwohl sei aber noch nicht sicher, wie die Bank of Japan weiter agieren werde. Das ist dovish, aber irgendwie auch halbherzig. Das erinnert an die Haltung der EZB in der letzten Woche – und ist für die einseitig in Richtung weiterer geldpolitischer Lockerung positionierten Märkte eher enttäuschend..

A propos Unsicherheit: das britische Pfund im Fokus, nachdem Pfund-Dollar fast auf die Marke von 1,21 gefallen war – so tief wie seit März 2017 nicht mehr. Der harte Brexit wird angesichts der Haltung von Boris Johnson immer wahrscheinlicher – was auch den Dax langsam interessieren dürfte, schließlich wäre ein harter Brexit auch für die deutsche Wirtschaft ein großes Problem, weil Lieferketten aufgesprengt würden (vor allem bei der deutschen Autoindustrie, die enge Bande nach UK unterhält).

Aber die Märkte haben nun drei Dinge im Fokus: erstens die Apple-Zahlen heute um 22.30Uhr – kann der Konzern das weitere Schrumpfen der iPhone-Verkäufe stoppen und gleichzeitig den Bereich Service weiter stark ausbauen? Für die Tech-Werte wird das der nächste große Trigger.

Für die Aktienmärkte insgesamt entscheidend ist aber das, was die Fed morgen verkünden wird. Im Grunde ist eine 0,5%-Senkung vom Tisch – agiert die Fed ähnlich vorsichtig wie die EZB, wäre das eine herbe Enttäuschung für die Märkte. Realistisch ist, dass nach einer morgigen Zinssenkung die US-Notenbank dann noch ein weiteres Mal in diesem Jahr die Zinsen senkt – aber auch das wäre weniger, als die Märkte eingepreist haben.

 

Aktienmärkte, Fed und Handelskrieg

Wie die Fed agieren wird, hängt schließlich auch wesentlich vom Ausgang der Gespräche zwischen den USA und China ab. Vor ca. einer Stunde ist die US-Delegation in Shanghai eingetroffen – Ziel des Besuchs ist, den zwischenzeitlich abgerissenen Gesprächsfaden wieder aufzunehmen. Eine Einigung ist noch meilenweit entfernt – wichtig ist, ob die Gespräche wieder als „konstruktiv“ bezeichnet werden und beide Seiten eine zumindest ähnliche lautende Erklärung abgeben werden.

Ansonsten dürfte die Märkte im Vorfeld von Apple und Fed aber eher zögerlich agieren – im Grunde laufen die Aktienmärkte seit Tagen daher seitwärts..

Die Aktienmärkte beginnen den heutigen Handelstag eher mäßig..
Foto: Deutsche Börse AG

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Finanznews

Aktienmärkte: Rally – es ist genug für alle da! Videoausblick

Heute der Leitindex S&P 500 wieder auf dem Stand vom 09.11 nach der Pfizer-Meldung – aber die Euphorie ist seitdem noch größer geworden!

Markus Fugmann

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am

Eigentlich ist ja der Montag für die Aktienmärkte der Tag für besonderen Optimismus (normalerweise Impfstoff-Optimismus) – aber der gestrige Montag konnte nicht liefern, vor allem die zuletzt so massiv gestiegenen Energie-Werte waren unter Druck. Nach den gestrigen eher leichtne Kursverlusten verschiebt man offenkundig den Montags-Optimismus einfach auf den Dienstag – Taktgeber heute sind Asiens starke Aktienmärkte nach guten Zahlen aus China. Auffallend ist: das Angstbarometer VIX steht nun genau dort, wo es vor dem Einbruch durch die Coronakrise war. Und der Leitindex S&P 500 steht jetzt da, wo er im Hoch nach der Pfizer/BioNTech-Meldung vom 09.November stand. Seit dem 09.November ist in diesem Sinne eigentlich nichts mehr passiert, aber die Euphorie ist gigantisch..

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Indizes

DAX daily: Freundliche Asien-Börsen lassen den Dax wieder steigen

Stefan Jäger

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am

Was ein Hin und Her im Dax – gestern drückten die US-Börsen auf die Laune, in der Nacht ziehen die asiatischen Börsen die Kurse wieder hoch. Bereits im gestrigen Handel ging es wild Hin und Her. Zunächst beflügelten wie jeden Montag die Impfstoff-Hoffnungen den Dax, doch anschließend kam Gegenwind auf. Zum Wochenstart sah es gut aus für den deutschen Leitindex, dieser konnte das erste Mal seit September wieder über die Marke von 13.400 Punkten ansteigen. Mit einem Tageshoch bei 13.445 durfte der Dax sogar am September Hoch schnuppern, danach hat sich das Blatt jedoch gewendet. Auslöser für die Dax-Rally war erneut eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Der US-Pharmakonzern gab bekannt, dass man als erstes Unternehmen seinen Impfstoff in der EU beantragen will. Damit wurde die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung auch hierzulande weiter angetrieben.

Die US-Börsen haben sich diesmal aber nicht von der Impfstoff-Euphorie anstecken lassen. Während die US-Futures am Montagvormittag bereits Schwäche andeuteten, hat der Dax den Anstieg im Alleingang absolviert. Mit der Eröffnung der US-Börsen ist ihm schließlich die Puste ausgegangen. An der Wall Street setzten nämlich zum Ende eines sehr erfolgreichen Börsenmonats November deutliche Gewinnmitnahmen ein. Dem konnte sich der Dax auch nicht entziehen und gab seine Gewinne vollends wieder ab. Zum Handelsschluss musste der deutsche Leitindex letztendlich einen Verlust von 44 Punkten (-0,33%) verbuchen und schloss bei 13.291 Punkten. Unter dem Strich bleibt ein Kursgewinn von historisch einmaligen 15 % für den November. Für einen Schlusskurs über 13.300 hat es allerdings nicht gereicht. Aber starke Wirtschaftsdaten aus China und gut aufgelegte asiatische Börsen machen es für den Dax möglich das September-Hoch anzupeilen.

News und fundamentale Daten

Nachdem gestern bereits der Einkaufsmanagerindizes für die Industrie (EMI) aus China für eine positive Überraschung sorgte, konnte auch der heute Morgen veröffentlichte HSBC Einkaufsmanagerindex die Erwartungen übertreffen. Dieser ist mit einem Wert von 54,9 um 1,4 Punkte höher als erwartet ausgefallen (Prognose 53,5; Vormonat 53,6). Von den guten Zahlen konnten auch die Börsen in China und Hongkong profitieren, die allesamt Gewinne verzeichnen. Um 9:55 Uhr folgen dann die deutschen EMI-Daten für das verarbeitende Gewerbe. Zudem erscheinen gleichzeitig die Daten zur Veränderung der Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosenquote für den November. Danach geht es mit den  Konjunkturdaten aus der Eurozone weiter. Um 10:00 sehen wir zuerst den EMI der Industrie, anschließend folgt um 11:00 Uhr der Verbraucherpreisindex. Die zahlreichen Daten aus Deutschland und der Eurozone könnten folglich Bewegung in den Dax bringen.

Außerdem werden am Nachmittag Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht. Den Auftakt machen die EMI-Daten um 15:45 Uhr sowie der ISM Einkaufsmanagerindex um 16:00 Uhr. Zeitgleich findet um 16:00 Uhr die Stellungnahme von Fed-Chef Powell vor dem Kongress statt. Sollte der Fed-Vorsitzende Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik geben, dann dürfte es zu Volatilität an den Märkten kommen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Nachdem der Dax im gestrigen nachbörslichen Handel Abgaben zu verzeichnen hatte, konnte er diese während der Asien-Rampe wieder zurückgewinnen. Im frühen Handel notiert der Leitindex nahe der 13.400. Darüber erstreckt sich eine breite Widerstandszone. Zuerst kommt das Nachthoch bei 13.423, danach folgt des gestrige Tageshoch bei 13.445 und zuletzt befindet sich das September-Hoch bei 13.460. Dieses Bollwerk muss der Dax überwinden, um den Anstieg fortzusetzen.  Dadurch würden sich weitere Ziele bei 13.530 und 13.600 ergeben. Mit dem Erreichen der 13.600 hätte der Dax die vorherige Seitwärtsrange nach oben abgearbeitet, dann wäre der Index

Ein Scheitern an dem Bollwerk könnte den Dax wieder unter die 13.300er Marke befördern. Zuvor könnte er aber an dem Unterstützungsbereich bei 13.340/320 Halt finden. Durchbricht der Dax auch diese Zone, dann folgen bei 13.256 und 13.235 weitere Unterstützungen. Ein Unterschreiten der Tiefs würde Abwärtspotenzial bis 13.140 freisetzen. Darunter bietet die Unterkante der vorherigen Range bei 13.020/004 weiteren Halt.

Der Börsen Jäger

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Dax daily: Tagesausblick 01.12. - H1-Chart - asiatische Märkte unterstützen

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.551 – Pivot Punkt R2

13.434 – Pivot Punkt R1

13.330 – Pivot Punkt

13.213 – Pivot Punk.t S1

13.108 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.330 – vormals WS

13.235 – Tagestief 25.11.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.423 – Nachthoch

13.460 – September-Hoch

13.530 – 261,8 % Extension

13.600 – Ausbruchsziel Seitwärtsrange

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Trotz Impfstoff-Hoffnung Verluste – warum? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte heute trotz neuer Impfstoff-Hoffnungen im Minus – und das an einem Montag, dem Wochentag, an dem eigentlich Gewinne fast garantiert waren in den letzten Wochen. Warum also steigen die Aktienmärkte nicht mehr trotz guter Nachrichten? Dafür gibt es wohl zwei Antworten: die erste ist, dass alle schon drin sind – wer soll also noch kaufen? Und die zweite Antwort dürfte sein, dass Profi-Investoren (Pensionsfonds, Investmentfonds etc.) in Aktien übergewichtet und in Anleihen untergewichtet sind und nun ihre Portfolios adjustieren müssen (siehe den heutigen Videoausblick) – sie treten daher bis Jahresende tendentiell als Verkäufer und nicht als Käufer auf. Trotz guter Saisonalität für die Märkte besteht also weiteres Korrektur-Potential..

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