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Aktienmärkte senden Warnsignale – fällt dann auch Gold wieder?

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Aktienmärkte: Die Entkoppelung zwischen S&P500 und Dax

Nach der Entscheidung der Opec Plus, die Produktion um 9,7 Millionen Barrel zu kürzen – was vom Markt erwartet worden war – konnte der Ölpreis sich nicht wirklich nachhaltig erholen, während die Aktienmärkte weiter stiegen: Vielmehr blieb der Preis für das schwarze Gold unter Druck: das zeigte uns, dass es die wirtschaftlichen Fundamentaldaten sein werden, die die Preise wieder in Bewegung setzen. Heute fällt der Ölpreis sogar auf den teifsten Stand seit dem Jahr 2002!

Für die Aktienmärkte wird wichtig sein, sich auf die amerikanischen Quartalsberichte zu konzentrieren, die uns helfen werden, das Gewicht der durch das Coronavirus verursachten wirtschaftlichen (Voll-)Bremsung abzuschätzen: vor allem darauf werden die Aktienmärkte stark reagieren. Die Aktienindizes haben gute Anzeichen für eine Erholung von den Tiefständen gezeigt, und alles, was die Erwartungen der Analysten an die Ergebnisse der Unternehmen nicht übertrifft, könnte paradoxerweise jedoch zu einer weiteren Erholung beitragen.

Was den S&P500 betrifft, so stehen wir vor einer sehr wichtigen Kurszone, die sich zwischen 2850 und 2890 bewegt – ein Bereich, der überwunden werden muss, um zu weiteren Anstiegen in Richtung 2930 zu führen, dem 61,8% der Fibonacci-Retracements des gesamten Abverkaufs in der Coronakrise.

Was den Dax betrifft, so haben wir gestern eine Entkoppelung mit den amerikanischen Börsen erlebt. Wenn Sie sich die Kursentwicklung der beiden Indizes anschauen, dann hatten wir beim S&P500 schon am Vormittag den Ausbruch nach oben, erst am frühen Nachmittag folgte der Dax (bis Mittags hatte Xetra eine Störung) und stieg bis 10.800 Punkte. Dort aber scheiterte der deutsche Leitindex – die Aktienmärkte zeigten dann eine kurzzeitig eine Wende nach unten. Als die Indizes wieder anstiegen, gelang es dem S&P500, die Höchststände wieder zu erreichen und im weiteren Verlauf sogar zu durchbrechen mit einem Anstieg bis in den  Bereich 2850. Der Dax dagegen war nicht in der Lage war, die zuvor erreichten Höchststände im Bereich 10.800 zu erreichen: er stoppte seinen Anstieg schon bei 10.750 Punkten. Als die Aktienmärkte dann wieder nach unten abdrehten, fiel der Dax ebenso stark wie der S&P500. Positive Korrelationen dieser beiden Aktienmärkte also bei den Abstiegen, negative Korrelationen hingegen bei den Anstiegen! Das ist ein erstes Alarmsignal: Europas Aktienmärkte können das Tempo der amerikanischen Aktienmärkte nicht mehr mitgehen, weil die europäischen Behörden deutlich weniger Unternehmen, was die europäischen Aktienmärtke stützen könnte. Das alles ist noch ein frischer Eindruck – aber es ist etwas, das man im Rahmen der Intra-Markt-Szenarien in Betracht ziehen sollte.

Gold in der Konsolidierung

Gold zeigt weiterhin gute Wiederanlaufbewegungen nach oben, wobei sich die Spotpreise oberhalb von 1700 konsolidiert haben. Gold steigt also mit den Aktienmärkten, unterstützt durch einen zuletzt schwächeren US-Dollar. Der Dollar verzeichnet derzeit einige leichte Verkäufe aufgrund technischer Ausgangslagen – aber das ist nichts übergeordnet Makroökonomisches. Wenn Gold steigt, ist das derzeit eher weniger auf den Wertverlust des Dollar zurückzuführen.

Die Aktienmärkte haben bei der Erholung der letzten Wochen eine Pause eingelegt, und wenn es nach enttäuschenden Quartalsberichten zu erneuten Kursverlusten kommen sollte, könnte dies die Aufmerksamkeit der Anleger auf das gelbe Metall weiter lenken. Erinnern Sie sich daran, dass Gold anfangs (wenn wir uns auf diese Krise beziehen) stark verkauft worden war, da alle Anleger Liquidität brauchten. Nun, da die Situation in Bezug auf die Erwartungen klarer geworden ist, haben wir gesehen, dass neues Kapital in das Metall fließt. Achtung – auhc das kann ein Warnzeichen sein!

Die Aktienmärkte senden erste Warnsignale - wird Gold dann auch fallen?

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Bitcoin

Aktien: „Janet Yellen macht euch reich!“ Marktgeflüster (Video)

„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Wirklich?

Markus Fugmann

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„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Die Logik dahinter: Yellen und die Fed würden Dollar ohne Ende drucken, daher werde der Dollar stark fallen, daher sei die einzige Möglichkeit sich davor zu schützen und sogar reich zu werden, Aktien oder Assets wie Bitcoin zu kaufen. Solche Aussagen kommen häufig unmittelbar vor Korrekturen – Korrekturen wie heute etwa bei Bitcoin. Auffallend: auch heute laufen die Tech-Werte wieder besser, der „Reflations-Trade“ erleidet den nächsten Rückschlag. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Erholung der Konjunktur vielleicht doch nicht so bombastisch ausfallen könnte wie erhofft?

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Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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Auch heute bespreche ich das Aufwärts-Szenario für den Nasdaq. Im folgenden Video gehe ich bei der Charttechnik mal so richtig ins Detail.

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