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Aktienmärkte steigen – Mnuchin will 850 Milliarden Dollar-Stimulus

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte in Europa und die US-Futures steigen nach einer Meldungen von „Politico“, wonach US-Finanzminister Mnuchin ein Stimulus-Paket von 850 Milliarden Dollar durchsetzen will (und kann?). Ein großer Teil dieses Pakets von 850 Milliarden Dollar dürfte jedoch die Senkung der Lohnsteuern sein (payroll tax cut) – aber Millionen von Amerikanern, die jetzt ihren Job verliefern oder bereits verloren haben, bringt das wenig, denn wer nicht arbeitet zahlt auch keine Lohnsteuer!

Fraglich ist, ob die US-Demokraten diesem Plan von Mnuchin zustimmen werden. Die US-Republikaner hatten gestern schon ihre Zustimmung für ein großes Stimulus-Paket signalisiert..

Die Aktienmärkte reagieren suf Mnuchins Stimulus-Pläne

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    17. März 2020 12:12 at 12:12

    Was haben die Republikaner eigentlich immer mit ihrem Steuersenkungs-Fetischismus? Wie bereits erwähnt, nutzt das gar nichts wenn der Job bereits weg ist. In Krisenzeiten halten Leute Geld zusammen und geben es nicht unnötigerweise aus.

  2. Avatar

    leftutti

    17. März 2020 14:10 at 14:10

    Ich habe heute einen sensationellen Kommentar gefunden. Mehr in medias res geht nicht…

    https://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Das-Coronavirus-killt-Trumps-Politikstil-article21646944.html

    • Avatar

      Nico

      17. März 2020 16:49 at 16:49

      @Leftutti. Ja dieser Kommentar ist eine selten gelungene, auch sprachlich zutreffende Beschreibung der Unfähigkeit eines Mannes im bedeutsamsten Amt auf dieser Welt. Diesen Artikel sollte gerade zu Zeiten von Covid-19 jeder gelesen habe, besser noch jeder Amerikaner. Ausschnitte:
      „Nie wurden Trumps menschliche und politische Defizite so offensichtlich wie zu Zeiten des Coronavirus.“
      Und dann die chronologische Auflistung des unglaublichen Unsinns, den Trump in den letzten Wochen im Zusammenhang mit Covid-19 von sich gegeben hat.
      Gelungen vor allem die Zusammenfassung:
      „Verdrehung von Fakten, Lügen, Emotionalisierung, Verfolgungswahn, Misstrauen, Ignoranz, Inkompetenz gepaart mit Desinteresse und Dummheit, Wunschdenken im Verbund mit Realitätsverweigerung: all das gehört zu Trumps Wesen und politischer Strategie. Was kein Demokrat, kein Amtsenthebungsverfahren und kein Prominenter bislang hinbekam, schafft jetzt ein Virus. Es attackiert oder killt Trumps Politikstil – und kostet ihn hoffentlich die Wiederwahl.“

      • Avatar

        Dreamtimer

        18. März 2020 07:06 at 07:06

        Das ist auch nur das sattsam bekannte emotionale Geblubber aus der deutschen Presse zur Person Trumps. Wir sind ja so empört, er ist nicht wie wir … zeigt Haltung!

        Der Trump Algorithmus zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse wird auch diesmal funktionieren. Trump wird sich drehen und reorientieren, er wird bestreiten was er gestern gesagt hat. Im Grunde machen das alle anderen genau so, nur langsamer und weniger schamlos. Misstrauen, Ignoranz, Emotionalisierung … all das sind Eigenschaften, nicht nur von Trumps Suchfunktion. Wenn er damit nicht durchkommt, dann ist das 1 Bit an echter Information. Er bewegt er sich dann einen Schritt zurück, passt sich an und setzt sich an die Spitze der Bewegung, wo er bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit oder beim nächsten Thema wieder von vorne damit beginnt. Es ist dumm, aber dennoch clever, eher brute force, als Expertensystem.

    • Avatar

      Lausi

      17. März 2020 20:34 at 20:34

      Dass in den USA nicht genügend Corona-Tests zur Verfügung gestellt werden können, könnte sich noch als böser Bumerang erweisen, mit Infektionsraten und Zuständen wie in China oder Italien. Trump würde dann noch blöder aus der Wäsche gucken!

      • Avatar

        leftutti

        17. März 2020 23:50 at 23:50

        @Lausi, 850 Milliarden $ pro Abend (vorübergehend, zur Not auch sicher mehr), wenn auch blind aktionistisch irgendwohin gepumpt, sollten aufgrund der schieren Menge imstande sein, den Anschein von kompetenten Krisenmanagement im Land der Geldverbrenner und Schuldenweltmeister zu verbreiten.

        It calls for another hit, I think!

        Mr. Wonderful dürfte damit die Grenze des Aberwitzigen erreicht haben. Jedoch, eine aberwitzige tumbe und fanatische Rostgürtel-Basis von 43% steht ihm jubelnd, jederzeit und unkritisch zur Seite, Gewehr bei Fuß, whatever it takes. Wer nicht für Trump ist, ist Kommunist.

        Blöder als Trump kann niemand aus der Wäsche gucken, nur leider scheint das im Land der unbegrenzten Möglichkeiten niemanden zu stören. Great forever!

  3. Avatar

    leftutti

    17. März 2020 23:09 at 23:09

    Gier und Versagen in Tirol

    Der Hedonismus, die Gier nach angeblicher Freiheit und Selbstverwirklichung, kumulieren immer wieder in den Alpenländern zum Exzess. Tagsüber leicht bis mittel alkoholisiert und schwer euphorisch auf den Schneisen und Narben der Umwelt gen Tale zu rasen, die Abende und Nächte im peinlichen Halb-Delirium zu verbringen, Ballermann in den Bergen, ohne diese selbst erklimmen zu müssen:

    Im „Kitzloch“ kam die angeblich heile Skiwelt ins Wanken. Es dauerte bis zum 7. März, da meldete der Skiort den ersten verbürgten Corona-Fall: Ein 36-jähriger deutscher Barkeeper im „Kitzloch“ wurde positiv getestet. Wenig später wurde dann bekannt, dass sich 15 Personen aus seinem „direkten Arbeitsumfeld“ ebenfalls angesteckt haben. Wenig beruhigend, wenn man weiß, dass Angestellte des „Kitzloch“ sich regelmäßig mit Tabletts durch die Menge quetschten, die mit bis zu 100 Schnapsgläsern auf einmal gefüllt sind.

    Selbst dann dauerte es noch, bis wirkungsvolle Konsequenzen eingeleitet wurden. Erst am 10. März verfügen die Behörden die Schließung aller Après-Lokale – bis dahin ging die Party weiter. Und möglicherweise Hunderte, Tausende infizierte Urlauber reisten völlig ungeprüft nach Hause zurück.

    https://www.n-tv.de/panorama/Wie-das-Virus-aus-Ischgl-Europa-infizierte-article21648085.html

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Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage am verkürzten US-Handelstag

Rüdiger Born

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Nikkei 225: Das Comeback des japanischen Leitindex

Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Nikkei 225 – trotz explodierender Schulden

Wolfgang Müller

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Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Sammelindex Nikkei 225, inmitten der Corona-Krise und bei explodierenden Staatsschulden. Dieser bemüht sich nach Kräften, endlich das Trauma des Immobilien-Crashs von 1989 zu neutralisieren, der Index kletterte jüngst auf ein fast 30-Jahreshoch.

Der japanische Index – auf dem Weg zu alten Höhen?

Immer wieder wird von Aktienpessimisten Japan als Negativbeispiel angeführt. Der unheimliche Aktien-Boom in den 1980-er-Jahren, verbunden mit der Immobilienblase (Hans-Werner Sinn: Für Tokyo hätte man ganz Kanada kaufen können!) führte zu abstrusen Börsenbewertungen:

 

Die Mutter aller Index-Fahnenstangencharts (bis zur Corona-Krise):

Die Aktienmärkte - hier der Nikkei

Der Höchststand des Nikkei 225 vom 29. Dezember 1989 lag auf Schlusskursbasis bei 38.913 Punkten, dann erfolgte ein Absturz ohnegleichen mit vielen erratischen Schwankungen und einem Tief am Ende der Finanzkrise von 7054 Punkten.

Aber wer hat im Jahr 1989 all sein Geld in den Nikkei 225 investiert und nicht vorher und danach? Im Übrigen hätte ein monatlicher Sparplan auf den Index über viele Jahre eine gewaltige Rendite gebracht, durch den Cost-Average-Effekt, nur muss der Index irgendwann einmal kräftig anziehen, dann schießt der Wert mit all den billig erworbenen Anteilen kräftig in die Höhe. So wie es beim Nikkei 225 schon seit geraumer Zeit aufwärts geht.

Ein Vergleich der Marktperformance:

Seit dem Corona-Tief:

S&P 500: plus 60 Prozent
Dax: plus 52 Prozent
Nikkei: plus 50 Prozent

Seit dem Tief in der Finanzkrise 2009:

S&P 500: plus 436 Prozent
Dax: plus 362 Prozent
Nikkei: plus 364 Prozent
Jetzt ist der Index noch weiter gestiegen und erreichte gestern 26.537 Punkte.

Wobei hier wieder einmal festzustellen ist, dass bei unserem Dax als Performanceindex die ausgeschütteten Dividenden mit eingerechnet wurden, anders als bei den international üblichen Kursindizes. Was im Jahresvergleich nicht viel ausmacht, verzerrt das Bild bei einem 11-Jahreszeitraum durch den Zinseszinseffekt doch sehr deutlich.

Was also fast nach einem Gleichlauf aussieht, wird im 3-Monatsvergleich nach dem Einstieg von Warren Buffett deutlicher, Japan fiel im Oktober nicht mehr so stark und erholte sich stärker.

S&P 500: plus 4 Prozent
Dax: plus 1 Prozent
Nikkei: plus 13 Prozent

Die Entwicklung der Wirtschaft

Dass die Börse in Japan so stark gestiegen ist, liegt zum einen natürlich an der Bank of Japan, die bereits 53 Prozent der japanischen Staatsanleihen in ihren Büchern hält und immer wieder ETFs auf den Aktienmarkt erwirbt.

Der Nikkei 225 mit seinen über 12 Billionen Euro Marktkapitalisierung hat natürlich noch andere Investoren.

Aber vonseiten der Wirtschaft gibt es auch einige Signale der Hoffnung.

Doch zunächst zum Einstieg von Warren Buffett. Seine Gesellschaft Berkshire Hathaway kaufte im Herbst etwas mehr als fünf Prozent der Aktien der fünf großen japanischen Handelshäuser, die jahrzehntelang Japans Außenhandel bestimmt haben. Für uns relativ unbekannte Namen wie Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo. Und seine Gesellschaft sei bereit, den Einsatz auf bis zu 9,9 Prozent zu erhöhen.

Japan ist verglichen mit den USA erheblich preiswerter. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Dow Jones liegt bei 2,9, jenes des Nikkei 225 hingegen nur mit bei 1,1.

Japans Wirtschaft erholt sich derzeit von einer Rezession, die schon im vierten Quartal 2019 begonnen hatte. Japans Konsumenten erhöhten ihre Ausgaben im Sommer um 4,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal auf Jahresbasis um 21,4 Prozent, 2,5 Prozent stärker als von Analysten erwartet wurde.

Hinzu kommt, dass die XXVII. Olympischen Sommerspiele in Tokyo doch vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden sollen, wie IOC-Präsident Dr. Thomas Bach bei seinem letzen Besuch in Japan angekündigt hat.

Ein Schub durch das Freihandelsabkommen RCEP

Das vor knapp zwei Wochen abgeschlossene Freihandelsabkommen RCEP, abgekürzt für Regional Comprehensive Economic Partnership, zwischen 15 Ländern Ostasiens und Ozeaniens, gab der Börse einen weiteren Kick. Japan erhält dadurch erstmals bevorzugten Zugang zu China und Südkorea. Die Annäherung der drei Länder gilt als historischer Vorgang. Das Abkommen wird als Wegbereiter für ein künftiges asiatisches Wirtschaftswachstum gesehen, auch zu einer Zeit, in der sich die Region ohnehin aufgrund der Eindämmung der Pandemie konjunkturell besser als der Rest der Welt entwickelt.

Fazit

Was kann man aus der diesjährigen Entwicklung des Nikkei für Lehren ziehen? Staatsschulden, selbst in astronomischer Höhe (über 250 % zum Bruttoinlandsprodukt), führen nicht zwangsläufig zum Einbruch. Nämlich dann, wenn die Bürger an die Stabilität der eigenen Währung glauben und genügend Sparvermögen bilden und natürlich von der Funktionsfähigkeit der eigenen Notenbank überzeugt sind, die viele der Staatssschulden in ihren Büchern hält. Das Vertrauen in das Geld ist Grundvoraussetzung für die Schuldentragfähigkeit.

Dann sollte die eigene Währung eine gewisse Stabilität aufweisen, damit die Exportwirtschaft nicht unter die Räder gerät, aber auch ausländische Produkte für die Bürger erschwinglich bleiben. Ganz besonders wichtig ist natürlich die Stabilität des Geldes im Hinblick auf die Inflation. In Japan lag die Teuerungsrate über 20 Jahre gerade mal bei 0,5 Prozent per annum. Aber aus dieser Argumentation könnte man auch schlussfolgern, dass es dann krachen wird, wenn auch nur einer der drei Faktor nicht mehr gegeben ist, insbesondere wenn die Inflation zu galoppieren beginnt. Inflation, das Thema der nächsten Jahre nach der epochalen Geldschwemme des Corona-Jahres 2020?

 

Der Nikkei in Japan mit zuletzt starker Entwicklung

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