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Aktienmärkte: Trump rät Wall Street nach Abverkauf zum Einstieg

Die Aktienmärkte haben bekanntlich gestern eine Art „schwarzen Montag erlebt – der Dow Jones verlor etwas mehr als 1000 Punkte, das war der zweitgrößte Punktverlust in der langen Geschichte des Index. Die Aktienmärkte – und hier insbesondere die Wall Street – hatten die ökonomischen Auswirkungen des Coronavirus auf die leichte Schulter genommen und dabei die vorherigen Warnsignale vom Anleihemarkt (gestern größter Rückgang der Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe seit dem Jahr 2016 – die Renditen waren jedoch schon zuvor deutlich unter Druck geraten als Zeichen der Flucht in sichere Häfen) sowie vom Devisenmarkt (Dollar-Stärke) und Rohstoffmarkt ignoriert.

Ein zentraler Auslöser war, dass die amerikanische Seuchenbekämpfungsbehörde CDC 53 Fälle von Infizierungen mit dem Coronavirus (inklusive der Passagiere der „Diamond Princess“, die zurück in die USA überführt worden waren) gemeldet hatte. Die Angst ging nun auch an der Wall Street um, dass die Pandemie auch auf die USA übergreifen könnte.

Für US-Präsident Trump sind das beunruhigende Nachrichten – schließlich reflektiert der Dow Jones aus seiner Sicht ein Barometer für seinen Regierungs-Erfolg. Nun weilt der US-Präsident derzeit in Indien, aber gleichwohl ist bekannt, dass der US-Präsident die US-Aktienmärkte und insbesondere den Dow Jones engmaschig verfolgt. Was Trump bekanntlich nicht gebrauchen kann, ist ein fortgesetzr Abverkauf der Aktienmärkte – also griff „The Donald“ zu seinem Smartphone und versicherte twitternd, dass das Problem mit dem Coronavirus vollständig unter Kontrolle sei:

„The Coronavirus is very much under control in the USA. We are in contact with everyone and all relevant countries. CDC & World Health have been working hard and very smart. Stock Market starting to look very good to me!“

Es passiert nicht oft, dass ein US-Präsident Empfehlungen indirekt oder direkt zum Einstieg in die Aktienmärkte gibt (sein Vorgänger Obama bildete da auch eine Ausnahme, als er kurz vor dem Tiefpunkt nach der Finanzkrise ebenfalls zum Einstieg geblasen hatte). Aber damit nicht genug: wie sehr das Thema Aktienmärkte und ihr gestriger Abverkauf Trump bewegt, zeigte sich heute erneut: vor Reportern in Indien sagte der US-Präsident, dass die Aktienmärkte so oder so steigen würden, wenn er die Wahlen gewinnt. Wenn allerdings nicht, würden die Märkte so crashen „wie niemals zuvor“. Eindeutiger kann man als Politiker die eigene Karriere-Entwicklung wohl kaum mit den Finanzmärkten verknüpfen. Und dann ergänzte Trump beiläufig, dass man ja sehr viel Geld ausgebe zur Bekämpfung des Coronavirus (die US-Regierung will dafür Gelder im Volumen von zweieinhalbb Milliarden Dollar bereits stellen).

Kurz zuvor auch der Auftritt von Trumps cheerleader der Aktienmärkte – also von Larry Kudlow. Gegenüber der „Washington Post“ sagte Kudlow:

“The coronavirus will not last forever. The US looks well-contained and the economy is fundamentally sound. If you’re a long term investor, you should seriously consider buying these dips.”

Da wird also viel ins Feld geführt seitens der Trump-Administration. Die Botschaft an die Wall Street und seine mächtigen Banken ist klar: laßt uns jetzt nicht hängen! Das erinnert ein bißchen an den herben Abverkauf im Dezember 2018, als US-Finanzminister Mnuchin ein paar Anrufe bei den großen Banken-Playern der Wall Street tätigte – und wenig später schossen die amerikanischen Aktienmärkte nach oben.

Vielleich kann man es so sagen: wir wären durchaus überrascht, wenn die Wall Street das Signal von Trump und den Seinen heute ignorieren würde. Ziemlich überrascht..

Trump fordetr die Wall Street zum Einstieg in die Aktienmärkte auf



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4 Kommentare

  1. Draußen laufen ja genug Fahnenstangen herum die auf sowas anspringen wenn sich einer hinstellt und marktschreierisch zum Kauf animiert. Von daher ist absehbar das die Wall Street heute nach oben läuft…

    1. Einspruch,Euer Ehren!Da der „Vater aller Fahnenstangen“,der erlauchte Sven,höchstwahrscheinlich selbst auf einer Quarantänestation liegt,fehlt der Bewegung die Identifikationsfigur.Ohne den völlig abgetauchten Sven ist die Alldays for buy the fucking dip-Bewegung orientierungslos.Hoffentlich bringen sie den bedauernswerten Kerl durch!Fallende Börsen sind einfach unnatürlich und frustrierend.Gib uns ein Zeichen,Meister Sven.(für Jüngere:geborgt aus dem Brüllerfilm: Das Leben des Brian!)

  2. Eigentlich hat sich das Virus, (welches niemand braucht!!!) einen guten Zeitpunkt ausgesucht. Die Märkte sind schwach und Mr. Vogelnest möchte seinen Job behalten.
    Sollte sich das Virus Global ausbreiten, habe ich die Hoffnung, dass wir den Typen im November los sind.

  3. Trump-Administration: „laßt uns jetzt nicht hängen!“

    WallStreet: „Sorry, Oberkante Trendkanal“

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