Aktienmärkte, Anleihen und Gold zeigen aktuell eine Reaktion auf die Meldung zur US-Inflation für den Monat Januar. Der US100 CFD für US-Techaktien steigt seit 14:30 Uhr um 30 Punkte, also kaum der Rede wert! Die zehnjährige US-Anleiherendite fällt seit 14:30 Uhr von 4,10 % auf 4,07 %. Gold steigt seitdem von 4.968 Dollar auf 5.001 Dollar.
Die US-Inflation für Januar zeigt weitere Abwärtstendenz. Der Monatsvergleich stieg nur noch um 0,2 % bei 0,3 % Erwartung. Andere Detaildaten der Meldung fielen entweder wie erwartet oder minimal niedriger aus als erwartet. Entsprechend sehen wir aktuell, dass die Marktwetten auf drei statt zwei Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr minimal gestiegen sind. Aber eine große Änderung der Gesamteinschätzung ist es nicht. Auch die Reaktion der Aktienmärkte, bei Anleihen und bei Gold kann man nicht als sensationell betrachten. Sie sind offenbar nicht geeignet, die aktuellen Ängste der Anleger vor einem Aktiencrash dank KI-Angst wegzufegen.
Es ist gut möglich, dass der Risk Off Trade bei Techaktien ab Markteröffnung in New York wieder in den Vordergrund rückt, so wie gestern. Im Chart sehen wir die Bewegung seit gestern Mittag: US-Techaktien (blaue Linie) fielen gestern ab Handelsstart in New York. Die am Mittwoch gemeldeten US-Arbeitsmarktdaten konnten keinen großen Impuls bringen. Die KI-Angst war stärker. Stand jetzt kann die US-Inflation auch keinen großen Impuls liefern. Die zehnjährigen US-Anleiherenditen (orange) fallen seit gestern Mittag von 4,17 % auf jetzt 4,07 %. Anleger verkaufen also Risiko, und kaufen US-Staatsanleihen. Aber ob diese Bewegung weiter anhält, oder ob die „KI-Angst“ der Aktienanleger nächste Woche mal wieder schnell verfliegt, und in Euphorie umschwenkt? Das ist die Frage aller Fragen.
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