Aktienmärkte und Anleiherenditen stehen seit 14:30 Uhr eindeutig unter Einfluss der gemeldeten US-Arbeitsmarktdaten für Mai. Die zehnjährige US-Anleiherendite springt seit 14:30 Uhr von 4,46 % auf 4,54 %. Die US-Aktienmärkte fallen, der US500 CFD fällt von 7.554 auf 7.511 Punkte. Im Chart sehen wir die negative Korrelation: Fallende Aktien, steigende Renditen.
Aktienmärkte fallen nach starken US-Arbeitsmarktdaten
Der Grund für die aktuelle Bewegung: Die US-Arbeitsmarktdaten fielen fiel stärker aus als erwartet. 172.000 neue Jobs wurden im Mai geschaffen bei +88.000 Erwartung, und die beiden Vormonate wurden um 93.000 neue Jobs nach oben korrigiert. Das bedeutet klare Aufwärtstendenz bei den Fed-Zinsen. Zins-Swaps zeigen inzwischen, dass man bis Jahresende eine volle Zinserhöhung durch die Fed um 25 Basispunkte erwartet. Entsprechend preisen die Anleiherenditen dies sofort ein. Und höhere Marktzinsen bedeuten höhere Zinskosten für Verbraucher und Unternehmen. Dieses Szeanrio belastet die Aktienmärkte, was ebenfalls sofort eingepreist wird. Im Chart sehen wir negativ korrelierend Anleiherenditen (blau) und Aktienmärkte (rot).
Fed unter Druck
Starker Arbeitsmarkt + hohe Inflation dank Iran-Krieg. Die Fed dürfte unter dem neuen Chef Kevin Warsh eher auf steigende Zinsen blicken. Donald Trump, der Warsh gerade erst ernannt hat, dürfte vor Wut schäumen, wenn er merkt, dass nach Powell auch Warsh keine Zinssenkungen vornimmt. Dazu muss man auch sagen: Kevin Warsh agiert nicht im luftleeren Raum, sondern ist als Fed-Chef einer von vielen Direktoren im Abstimmungsgremium FOMC. Alleine entscheiden kann er nicht.
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