Gold/Silber

Aktienmärkte und Gold: Der Trend kippt nach unten

Sowohl die Aktienmärkte als auch Gold haben gestern mit und nach der Fed-Sitzung deutlich nachgegeben. Was war passiert? Eigentlich hat doch weder das Fed-Statement noch die Aussagen von Jerome Powell auf seiner Pressekonferenz für einen Abverkauf der Aktienmärkte oder auch von Gold Anlaß gegeben. Aber da war dann doch, wie Chris Zwermann bemerkt, doch eine Aussage von Powell, die die Märkte spürbar verunsichert habe: nämlich dass Blasen auch platzen könnten.

Warnte Fed-Chef Powell die Aktienmärkte?

Nun ist diese Aussage sicher keine Neuheit – aber aus dem Munde des Chefs der wichtigsten Notenbank der Welt klingt das dann doch wie eine Warnung! Und in der Tat sind ja vor allem die heiß gelaufenen Tech-Aktien alles andere als günstig – Apple etwa mit einem massiven Kursanstieg seit dem März-Tief, während gleichzeitig Umsatz und Gewinn stagnierten. In den USA nennt man so etwas „multiple expansion“, frei übersetzt: Kursanstiege lediglich aufgrund heißer Luft!

Aber all das gilt ja nicht nur für Apple: blickt man auf das zukünftige KGV (forward price/earnings-ratio) beim amerikanischen Leitindex S&P 500, dann sind wir derzeit nur ganz knapp unter dem Niveau der Dotcom-Blase. Der gestrige Börsengang von Snowflake macht den Überschwang deutlich: eigentlich sollten die Aktien von Snowflake zunächst in einer Spanne zwischen 75 und 85 Dollar auf den Markt kommen, einen Tag vor Börsengang wurden daraus 120 Dollar, zwischenzeitlich stiegen die Papiere dann im Handel nach dem IPO sogar bis knapp unter 300 Dollar (mit einer damit verbundenen Marktkapitalisierung, die mehr als dem 100-fachen Jahresumsatz von Snowflake entspricht!). Es reicht derzeit scheinbar, wenn irgendwo „cloud“ drauf steht – schon flippen die Investoren aus!

Chris Zwermann von Zwermann Financial ist für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte aber nun skeptisch. Der Nasdaq könnte demnach schon in der nächsten Woche die 200-Tage-Linie ansteuern – und damit ein Abwärts-Potential von ca. 1500 Punkten (also etwas mehr als -10%) haben. Und auch der DAX dürfte sich seiner Meinung nach südwärts orientieren nach dem morgigen großen Verfall, ebenso wie Euro-Dollar. Zwermann erwartet für die nächsten Wochen Dollar-Stärke – was gleichsam Gift für die Aktienmärkte sei:

Drohen die Aktienmärkte jetzt zu kippen - ebenso wie Gold?



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1 Kommentar

  1. Sollte es tatsächlich runtergehen wird Trump die längst überfällige „Hurra unser Impfstoff ist da“-Posse zünden und Richtung Wahl bis zu unser aller Erbrechen ausschlachten.
    Somit wird zumindest versucht werden, die US-Märkte am Leben zu erhalten…weitere Anstiege bis kurz vor der Präsidentschaftswahl oder bis Anfang 2021 kann niemand ausschließen…die derzeitigen Prognosen beziehen sich auf die Vergangenheit, in der vieles anders war.

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